Muss ich, theoretisch / rechtlich gesehen, sämtliche Fruchterzeugnisse eines Mietverhältnisses dem Vermieter übergeben?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Das Fruchtziehungsrecht (das hat nichts mit Früchten zu tun) bedeutet nur, dass Du aufgrund eines bestehenden Pachtvertrags das Recht hast, einen entsprechenden Gewinn - durch die Nutzung eines Grundstücks/Gebäudes - zu erzielen.

Du darfst das Grundstück/das Gebäude wirtschaftlich nutzen.

Das klassische Beispiel ist hier die Tankstelle. Die zahlst dem Pächter einen festgelegten monatlichen Betrag und darfst hierfür die Tankstelle nutzen und einen Gewinn erzielen.

Letztendlich besteht der Unterschied zur Mietwohnung nur darin, dass eben nicht nur die Sache (also die Tankstelle), sondern zusätzlich auch ein Recht (die Bewirtschaftung) "gemietet" wird.

Wenn Du für dich eine Tomate züchtest, hat das nichts mit einem gewerblichen Recht zu tun.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von milamo
08.02.2016, 16:46

aah, super, vielen lieben dank!

0

Beispiel: Ich züchte eine Tomatenpflanze auf meinem gemieteten Balkon. Wem gehören die Tomaten?

Die Pflanze gehört Dir, folglich auch die Früchte.

Hättest Du  die Pflanze gemietet, dem Vermieter.

Wenn gepachtet, Dir.

Fruchtziehungsrecht hat nichts mit Früchten und Pflanzen ziehen zu tun;-)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Tomaten gehören dir, genauso wie das Essen, das du in der gemieteten Küche zubereitest oder die Kinder, die du im gemieteten Schlafzimmer zeugst....

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?