Muss ich nach Ablehnung meines Widerspruchs durch die AOK die Kosten für meine OP an das Krankenhaus vorerst bezahlen ?

4 Antworten

Na, dann hast Du doch Deine Frage schon beantwortet. Du mußt zahlen und hoffen, daß das Sozialgericht Deinem Antrag entspricht und die AOK zur nachträglichen Zahlung verdonnert. Das kann aber je nach Wohnort mehrere Jahre in Anspruch nehmen, da auch die Kasse Widerspruch gegen etwaige Entscheidungen einlegen kann.

Ein Antrag auf einstweilige Anordnung wird auch nichts bringen, denn dann würde das Sozialgericht eine Entscheidung, die noch nicht gefällt ist, vorweg nehmen. Z. B. wenn das Gericht Dir die Erstattung worerst zusagt, in einer anschließenden Entscheidung aber dann doch zu der Einsicht gelangt, daß die Kasse nicht zahlungspflichtig ist. Dann hätte die AOK eventuelle geleistet und würde von Dir das Geld zurückverlangen. Um das zu umgehen und keine Tatsachen zu schaffen, wird kein Urteil ohne gründliches Abwägen getroffen.

Mir ist aber dennoch nicht verständlich, weshalb die AOK eine wie Du sagst notwendige OP nicht bezahlt bzw. hierfür vorher zustimmen muß. Kannst Du mir da noch nähere Auskunft geben, wenn Du magst?

Ansonsten ist das Sozialgericht immer eine verfahrene Kiste. Ich wohne hier in Nordhessen mit dem bekanntermaßen schlimmsten Sozialgericht Deutschlands, da gibt es Sachen, die glaubst Du nicht.

ich hab noch nicht ganz verstanden, weshalb du in Vorkasse treten musst?

hast du eine Privatklinik aufgesucht? war die OP medizinisch nicht notwendig? war die OP eine Wunschleistung? hast du keinen Antrag im Vorfeld gestellt und hast dann auf gut Glück um Erstattung gebeten? was ist der Ablehnungsgrund der Krankenkasse?

Danke für die Antworten.
Hier noch eine nähere Erläuterung zum ganzen Vorgang.
Ich war wegen meiner schmerzhaften Fibrome beim Arzt. Die Kostenübrenahme der Entfernung hat die AOK abgelehnt. Während einer weiteren Untersuchung im Krankenhaus wurde mir gesagt, dass der Eingriff stationär zu machen ist und mir dabei auch keine Kosten entstehen würden.
Die Operation wurde nun stationär durchgeführt. Aber kurz darauf kam dann die Rechnung vom Krankenhaus, weil die AOK nicht zahlte.
Ich habe nun auch Gutachten eingeholt, die belegen das die OP medizinisch notwendig war. Alle Widersprüche bei der AOK gegen die Ablehnung der Zahlung wurden abgelehnt. Bevor die Sache nun vors Sozialgericht ging habe ich mit dem Krankenhaus eine Ratenzahlung vereinbart, da das Krankenhaus nicht länger die Zahlung zurückstellen wollte.
Nun kam vom Sozialgericht die Aufforderung einer Stellungnahme zu einem Schreiben von der AOK an das Gericht, in welchem stand, dass die Verienbarung einer Ratenzahlung in "privater Vertrag" mit dem Krankenhaus darstellt und deshalt die AOK die Rechnung nicht zahlen wird.

Ich habe mir nun Hilfe bei der VdK geholt.

Monkia

Was möchtest Du wissen?