Muss ich mir die ständigen Vorwürfe meines Sohnes bieten lassen?

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13 Antworten

Ich würde fast sagen: Ja, lass es, es tut Dir nicht gut, weil Du offenbar nicht gut imstande bist, gegen diese Frechheiten abzugrenzen.

Und Du bist jetzt in einem Alter, in dem man sich überhaupt nichts mehr gefallen lassen muss.

Wie ich die Psychofritzen hasse, die einem vorgaukeln, die Kindheit, d.h. eigentlich "die Mutter" ist an allem schuld, das man so ein missratener Bengel ist...

NEIN!!!

Ab 18 ist man alleine für sich verantwortlich, spätestens aber ab 25.

Ab 35 sollte man so weit gereift sein, dass man irgendwelche Schuld für das eigene Versagen in seinem eigenen Versagen sucht... und was dgagegen unternimmt!

Und nicht die Mutter, den Vater, die Lehrer, die schlechte Kindheit und gottweisswasalles für sein Scheitern verantwortlich macht! Ekelhaft!

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Kommentar von baerbelvil
24.05.2016, 07:56

Er hat - glaube ich - nur wieder Kontakt zu mir aufgenommen, weil er von mir hören will, was ich alles falsch gemacht habe. Und den Gefallen habe ich ihm auch noch getan. Ich gebe ja zu, dass vieles nicht richtig war, aber manches hat man vor fast 40 Jahren auch noch anders gesehen. Er braucht anscheinend einen Sündenbock und dafür war ich schon immer gut.

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Nun, um zuerst mal die Frage zu beantworten...Nein, du musst dir natürlich nichts gefallen lassen, immerhin seid ihr beide erwachsen und gegenseitig zu nichts verpflichtet.

Andererseits behaupte ich jetzt einfach mal, dass er das Ganze anders empfunden hat als du und das ist ebenfalls sein gutes Recht. Komplett unschuldig an so einer Situation ist man als Vater/Mutter nie, das wäre zu einfach gedacht. Immerhin hat man das Kind jahrelang aufgezogen, mal mehr mal weniger erfolgreich.

Sicher ist allerdings, dass dein Sohn nun erwachsen ist. Hat er Probleme die von seiner Kindheit bis ins Erwachsenalter reichen muss er selbst dafür sorgen diese zu überwinden, notfalls eben mit therapeutischer Hilfe.

Wenn ihr beide merkt und wisst, dass ihr einander nicht gut tut, frage ich mich allerdings was das Ganze noch soll. Euch beiden zu Liebe solltest du meiner Meinung nach den Kontakt abbrechen und das Ganze ruhen lassen.

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Kommentar von baerbelvil
24.05.2016, 07:59

Der Meinung war und bin ich schon lange. Er will aber unbedingt Kontakt, wahrscheinlich weil er merkt, dass ich mit seinen Brüdern regelmäßig Kontakt habe. Die benehmen sich aber auch ganz anders!

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Es geht nicht um das, was Eltern „falsch“ machen. Natürlich können sie nicht „alles“ richtig machen. Deren eigene Lebensumstände zwingen oftmals zu Handlungen, die sie selbst (ihren Kindern gegenüber) so nicht wollen.

Es geht um die Grundhaltung, die Eltern oder Elternteile einem jeden Kinde ggü hatten und haben. Es geht nicht um das, was der Volksmund mit „Liebe“ umschreiben möchte – ohne zu wissen, was das eigentlich ist. Wenn sie von „Liebe“ reden, zu ihren Kindern oder zu Partnerin/Partner, dann meinen sie meistens doch tatsächlich nur das eigene Sehnen und Verlangen.

Ich möchte hier nicht spekulieren, was alles „falsch“ gelaufen sein könnte bei 3 Kindern, bei 3 Söhnen – und dann hier einmal speziell bei dem Ältesten. Aber bleibe mal ehrlich zu Dir selbst: Welche GEFÜHLE, welche Erwartungen, welche Motivationen waren es, die Deine Beziehung zu genau diesem Sohn getragen haben? Als er der erste und noch der einzige war. Als er einer von zweien war. Als er schließlich der Älteste und „Vernünftigste“ von dreien war.

Wer oder was sollte er tatsächlich für Dich sein? Und womit, vielleicht, hast Du ihn zermürbt, zertrampelt und nie sein lassen, wer er war und wer er ist? Welche Erwartungen hast Du – schon in seiner Kindheit – in IHN hineinprojiziert, die eigentlich nur DICH etwas angingen? Usw.

Entschuldige, aber wenn ich das hier alles so lese, dann habe ich wirklich den Eindruck, dass Du überhaupt nicht weißt, wovon Dein Sohn eigentlich spricht. Und Du auch nicht begreifst, was Du denn „zugeben“ sollst. Was hast Du ihm „zugegeben“ (was Du an einer Stelle als „Fehler“ bezeichnest)? – Jedoch vielleicht auch: Weiß Dein Sohn selbst, was er von Dir will? Oder hat er durch Therapien und die „Anleitungen“ dort nur einen gewissen Aufwind für sich bekommen – ohne tatsächlich zu begreifen, worum es geht und wonach er bei sich selbst suchen müsste?

Über eines solltest Du Dir aber auch einmal im Klaren sein – und dieses Bewusstsein fehlt hier offenbar den meisten, die glauben, „Rat“ geben zu können: Jawohl, vor dem Gesetz ist ein Mensch ab 18 für sich selbst verantwortlich, ab 25 möchte man dem Menschen dann endlich Eigenständigkeit unterstellen, und ab Mitte dreißig sollte der Mensch gefälligst endlich sein Leben in den Bahnen haben. Aber wo in der Kindheit die Grundlagen dafür nicht belastbar geschaffen worden sind oder wo in der Kindheit diese Grundlagen gar aufgerieben worden sind (nicht systematisch, nicht im Wortsinne, aber kontinuierlich + praktisch ohne Unterlass), da wird endlich kein LebensLAUF mehr daraus, sondern nur noch die Aneinanderreihung von Gehversuchen, Brüchen und Scheitern. – Und auch dieses: Der eine Charakter kann aus der vergleichbaren Kindheit etwas äußerst Produktives machen, ein anderer Charakter geht daran zugrunde. Es sind MNESCHEN, nicht Roboter, die man nur mit demselben füttert, damit dann das Gleiche und das Erwartete hinten herauskommt!

Am Ende sind es dann immer die Eltern, die weder sich noch den „Kindern“ ihr Scheitern eingestehen wollen. Und am Ende sind es die längst erwachsenen Kinder, die glauben, dass es doch noch eine Möglichkeit geben müsse, alles zu heilen, was zwischen ihnen und den Eltern „falsch“ gelaufen ist. Aber Leben hat keinen Rückwärtsgang! – Was Du gibst, das gibst Du nicht verbebens, wenn Du es als Mensch einem Menschen gibst, mit reiner Gesinnung (mit reinem Herzen, wie man so sagt). Wunden aber, die Du geschlagen hast, bleiben Narben für ein Leben. Fähigkeiten, die Du zerschlagen, zermürbt, aufgerieben hast, bleiben Defizite für ein Leben. DAS ist das Problem. Aber immer glauben alle lieben Eltern, wenn sie es nur gut „gemeint“ haben, dann kann doch nicht schlecht gewesen sein, was sie stümperhaft und hilflos taten.

Liest sich alles seeehr verfahren und fruchtlos. Wie auch immer: Ihr solltet Euch auch beide, jede (-r) für sich, einmal damit auseinander setzen, dass es Menschen gibt, die sich einfach lieber und besser aus dem Wege gehen. Blut sei dicker als Wasser? Alles Blödsinn. Es gibt Charaktere, die nicht miteinander können. Und es gibt Geschichten und (gemeinsame) Vergangenheiten, die man ebenso auseinander halten sollte, wie Charaktere.

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Kommentar von baerbelvil
24.05.2016, 13:23

Dein langer sermon in allen ehren, aber besonders die letzte anmerkung werde ich jetzt beherzigen. Es ist besser, wir gehen uns zukünftig aus dem weg! Vergangenheit ist vergangenheit und man kann eh nichts rückgängig machen. Was also sollen die heutigen vorwürfe noch bringen? Wie hier jemand so treffend schrieb: Ich bin kein Müllabladeplatz. 

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Immer die anderen schuld, der Sohn, der Vater. Am besten noch der Nachbar mit dem kläffenden Hund?!
Wenn für dich die anderen Schuld sind, bist du für die anderen Schuld. Er ist dein Spiegelbild.

Halt dich bei den Angelegenheiten der anderen möglichst heraus. So nach der Grundschule ist die meiste Erziehung eh gelaufen und er will jetzt endlich auf eigenen Füßen stehen - wie auch immer das gerade läuft!

Nur willst du dich weiter einmischen, wirst du ihm jedesmal die Füße wieder wegziehen. Ein Kind kann nur laufen lernen, wenn man es los lässt. Menschen können nur Verantwortung lernen, wenn sie mal auf sich alleine gestellt sind.

Wenn du ihm rein redest - hat er je um Hilfe gebeten? Also lass ihm mal Zeit und sei erstmal auf dich bedacht, deine eigenen Dinge zu erledigen. Irgendwann wird er dann auf dich zu kommen, wenn es an der Zeit ist.

Sei tolerant und akzeptier Alles an ihm - inklusive ihn zu lieben, seinen Lebensweg und wie er sich da heraus entwickelt. Sei offen genug, Bindungen wieder aufzubauen wenn es soweit ist.

Wenn ihr nicht vor euch Mauern und Steine auftürmt über die ihr nicht mehr hinwegsehen könnt, legt keine Steine mehr drauf.

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Kommentar von baerbelvil
24.05.2016, 08:06

Ha, ha, das ist jetzt echt mal lustig! ICH mische mich doch gar nicht in seine Angelegenheiten, sondern ER mischt sich in meine, und glaubt ständig, alles über mich zu wissen. Und was bitte heißt KIND? Das Kind ist ein erwachsener Mann mittleren Alters!! Er war lange genug (über Jahre) auf sich alleine gestellt. Und pardon - aber ALLES muss ich nicht an ihm akzeptieren! Es sei denn, er würde das auch bei mir so machen, was nicht der Fall ist.

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Eine Einschätzung von außen ist immer schwierig - aber das ist dir vermutlich klar. Ich persönlich finde, dass fallen lassen die letzte Alternative sein sollte, gerade bei familiären Beziehungen ist das eine traurige Sache. Andererseits musst du dir das natürlich nicht bieten lassen, wenn du damit nicht einverstanden bist. Du hast vermutlich wirklich nicht alles richtig gemacht (wer tut das schon?), wenn dein Sohn dir deine Fehler aber immer wieder vorwirft, schiebt er die Verantwortung von sich selbst. Denn die letzten 20 Jahre hat er vermutlich selbstständig gelebt und ist seitdem selbst für sich und seine Handlungen verantwortlich.

Führe ein Gespräch mit ihm und äußere deine Bedenken. Manchmal hilft es in solchen Situationen sehr, einen Brief zu schreiben. So kann er nicht sagen "Nerv mich nicht damit", du musst dich nicht rechtfertigen und er kann ihn sich mehrmals durchlesen und Gedanken darüber machen. Falls ihr eure Beziehung nicht wieder hinbekommt - denn gesund scheint die nicht zu sein, musst du deine Konsequenzen ziehen.

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Kommentar von baerbelvil
24.05.2016, 08:10

Würde ich ja gerne (Konsequenzen ziehen), wenn er mich denn ließe. Leider begegnen wir uns gezwungenermaßen immer wieder, wenn er seinen Opa besucht und ich ebenfalls. Da entlädt sich dann die aufgestaute Wut bei ihm. Und mein alter Vater kriegt das auch noch mit. Eine unschöne Sache!

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Warum lässt du dir das gefallen?

Mach deinem Sohn eine klare Ansage: ihr könnt euch gerne Treffen, aber ohne Vorwürfe und jeder darf seine Meinung sagen. Wenn das nicht klappt, dann wirst du dich mit ihm nicht mehr treffen.

Dein Sohn ist alt genug um nicht der Mutter Vorwürfe machen zu müssen.

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Nein, das mußt du dir nicht bieten lassen!

Sag ihm, wie es dir dabei geht, wenn er es nicht einsieht u. an seinem Verhalten nichts ändert, brich den Kontakt ab.

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Das du den Kontakt abbrichst hat nichts damit zu tun ihn fallen zu lassen. Du musst an dich und deine Gesundheit denken und wenn dir der Kontakt nicht gut tut, dann beende ihn. Dein Sohn macht es sich einfach und gibt anderen die Schuld an seinem Elend und seinem Handeln. Sowas hast du nicht nötig. Ich war auch mal kurz davor den Kontakt zu meiner Familie abzubrechen...

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Kommentar von baerbelvil
24.05.2016, 07:52

Danke! Es tut gut, zu hören, dass man kein Einzelfall ist!

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versuch ihm am Telefon abzuwimmeln, vielleicht merkt er nach einiger Zeit das du keine Lust hast dich mit ihm zu unterhalten.

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Hey lass mit dir so nicht umgehen! Ich würde ihn eine Ansage machen und er soll sich dann wieder melden mit einer Entschuldigung und einer Veränderung! Bitte lass mit dir so nicht umgehen. :/

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Aus eigener, ähnlicher Erfahrung: Brich den Kontakt ab. Soll er sich ein anderes Opfer für seine Attacken suchen! Nach einiger Zeit merkst du, es geht dir damit viel besser. Alles Gute.


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Meine 3 söhne sind heute 36,35 und 31 jahre alt

Aus einer anderen Frage von Dir.

Wenn Du schon Fragen stellt, solltest Du bei der Wahrheit bleiben.

Um nun Deine Frage zu beantworten:

Brich den Kontakt ab.

Ich habe auch 3 Kinder in etwa dem gleichen Alter. Würden sie mir so kommen wie dein Sohn Dir, wäre meine Tür verschlossen für sie.

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Kommentar von baerbelvil
23.05.2016, 21:14

O.k.! Dann ist er eben 36! Das tut aber nichts zur sache. Er spricht im Zusammenhang mit meiner schlechten gesundheitlichen Verfassung von "Wehwehchen" und sagt, das ginge ihm "auf die Eier". Habe bestimmt mit einem Ausraster zu rechnen, wenn ich ihm sage, ich beende hiermit den Kontakt. Schrieb mir vorhin noch suf whatsapp, ich würde wohl die Beleidigte spielen. Mein jüngerer Sohn fragte neulich, was er denn eigentlich von mir wolle, wenn seiner meinung nach alles so verwerflich an mir sei. Das frage ich mich langsam auch! 

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zeige ihm, was ne "harke" ist

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