Muss ich Miete von meiner Mutter nehmen Antrag auf ALG II ?

6 Antworten

Wenn deine Mutter dir für 120,- im Monat Essen gibt (also die normale Vollverpflegung), musst du das angeben beim Jobcenter als "Einnahmen in (Geld oder) Geldeswert", schreibt SGB II § 11: http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__11.html

Und wenn sie dir ihr Auto leiht, sieht es genauso aus. Das wären im Grunde 20 Cent pro Kilometer. Die musst du ebenfalls angeben. Denn andere Leistungsempfänger zahlen vom kargen ALG II 2,70 (in Berlin) für eine U-Bahn-Fahrt - du aber kriegst ein Auto geliehen!

Anders sieht es aus, wenn du deiner Mutter jeden Monat 120,- in die Hand drückst für Vollverpflegung und 20 Cent für jeden gefahrenen Kilometer. Dann musst du dem Jobcenter nichts angeben, weil du ja alles von deinem ALG II bezahlst.

Umgekehrt muss dir deine Mutter Miete zahlen, mindestens die ortsübliche. Das steht in SGB II § 2: "(1) Erwerbsfähige Leistungsberechtigte und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen müssen alle Möglichkeiten zur Beendigung oder Verringerung ihrer Hilfebedürftigkeit ausschöpfen."

Denn du kannst nicht zum Jobcenter gehen und sagen: "Geben Sie mir mal 250,- mehr ALG II, damit meine Mutter mietfrei bei mir wohnen (und mich verköstigen) kann!"!

Falls deine Mutter die ortsübliche Miete an dich nicht zahlen kann, hat sie einen eigenen Anspruch auf staatliche Leistungen. Diese muss sie aber selber beantragen !!! Die kriegt sie nicht auf dem Umweg über dein ALG II.

Gruß aus Berlin, Gerd

Auch was du beschreibst, ist eine Art Mietvertrag: Du erhälst Naturalien in Form von Mahlzeiten und Nutzungsmöglichkeiten des PKW. Auch für diese Zuwendungen in Form von Naturalien berechnet das Jobcenter einen gewissen Betrag als Einkommen, denn dafür musst du ja von deinem Barbetrag keine Ausgaben machen, obwohl der Barbetrag für genau diese Dinge vorgesehen ist.

Wahrscheinlich ist es einfacher, selbst in Form eines Mietvertrages festzulegen, wie hoch die Zuwendung deiner Mutter für dich ist, als das Jobcenter einen Schätzwert einsetzen zu lassen, der dir vom Barbetrag abgezogen wird.


(Nebenbei: Das Amt ist dazu da, das Überleben zu sichern und einen Mindestbetrag zum Leben zur Verfügung zu haben. Wir sind per Gesetz verpflichtet, nichts unversucht zu lassen, um uns selbst zu unterhalten und wenn auch nur zum Teil. Das Amt ist nicht dazu da, unsere geringes Einkommen aufzustocken auf ein gewisses Wohlstandsniveau.)

Dank des Amtes , das dazu da ist mir das Überleben zusichern , warte ich schon über ein Halbes Jahr auf mein ALG 2 geld , und habe Momentan NULL einkommen und das seit monanten . 

Das Problem ist , Meine mutter Zahlt seit monaten alle rechnungen die im haus anfallen , weil ich ja eben  kein Einkommen habe dadurch das  ich ewigkeiten brauche meinen Berater zuerreichen .

Und dann soll meine Mutter nun  zusätzlich miete Zahlen?
Also irgendwo hört der spaß ja dann auf ^^

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@D0land

Nein, sie sollte nicht zusätzlich Miete zahlen, sondern anstatt all der Extra-Leistungen. Es zählt rechtlich alles als dein Einkommen, was deine Mutter für dich bezahlt. Mach da lieber Nägel mit Köpfen, anstatt deiner Mutter alles zu quittieren, was sie für dich bezahlt und diese Rechnungen einzeln dem Jobcenter vorzulegen.

Alles, was deine Mutter für dich bezahlt und du beim Jobcenter nicht angibst, zählt theoretisch schon als Sozialbetrug. Alles Geschenkte, was über den Betrag von 50 Euro pro Jahr hinausgeht, gilt vor dem Jobcenter als Einkommen (und ist es ja de facto auch) und wird dir vom Barbetrag abgezogen. Auch dann, wenn es sich um Naturalien wie Mahlzeiten handelt.

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Das Jobcenter handelt hier schon korrekt !

Du als Eigentümer des Hauses hast dann alle Möglichkeiten auszuschöpfen deinen Hilfebedarf zu verringern und dazu zählt dann auch die Mieteinnahme deiner Mutter,von deiner Schwester bekommst du ja auch schon Miete gezahlt,die dir dann nach evtl.Abzügen für Aufwendungen auf deinen Bedarf angerechnet wird.

Das ist dann bei deiner Mutter genauso,die Mietzahlung reduziert deinen Anspruch um den anrechenbaren Teil der Miete,ob du diese deiner Mutter dann wieder gibst ist dein Problem,sie wird dir auf jeden Fall angerechnet.

Muss ich den einen Mindestbetrag nehmen ? 
oder kann ich ggf. sogar  einfach als Klausel in den Mietvertrag einfach die sonstigen dingen mitaufnehmen und aufgrund dessen denMietbetrag klein halten ?

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@D0land

Du musst schon das annehmen was bei euch in der Stadt / Gemeinde als übliche Miete für diesen Wohnraum verlangt wird,wenn deine Schwester 250 € Miete für angenommen 45 qm zahlt,dann kannst du bei deiner Mutter für die gleichen qm nicht nur 100 € verlangen !

Und hier irgend etwas schriftlich zu erklären,was deine Mutter dir im Gegenzug gibt,würde ich an deiner Stelle lassen,denn sonst geht das Jobcenter davon aus,dass du von deiner Mutter noch weitere Unterstützungen bekommst und im Endeffekt mehr Probleme entstehen.

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