Muss ich meiner Schule mitteilen, dass ich aus der Kirche ausgetreten bin?

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4 Antworten

Kann dich keiner zwingen.

Wenn du willst, dass es Auswirkungen hat (bein Religionsunterricht z. B.) musst du es natürlich mitteilen.

Das kommt auf das Bundesland an, du weißt ja, Schule sind in Deutschland Sache der Länder, nichts des Bundes. In vielen Ländern kann man sich nicht aussuchen, ob man in kath. oder ev. Religionsunterricht gehen will oder in Ethik. Deshalb kann der Kirchenaustritt für die Schule relevant sein.

Im übrigen sollte man zu dem, was man tut, auch stehen. Deshalb gehört der Kirchenaustritt nicht nur der Schule gemeldet, sondern auch der Familie mitgeteilt.

Wenn du den Religionsunterricht wächseln willst, solltest du das der Schule mitteilen, aber sonst denke ich eher nicht, da eine Freundin von mir auch den evangelischen Religionsunterricht besucht, obwohl sie nicht getauft ist.

Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen.

Ok danke. Ich möchte nämlich nicht in den Ethikunterricht wechseln, wofür ich persönliche Gründe habe.

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@Warriorforeverr

Je nach Bundesland wird mit dem Kirchenaustritt erst mal der Ethik-Unterricht verpflichtend. In manchen Bundesländern ist aber vorgesehen, wenn Lehrer, Schüler, Schulleiter und Eltern zustimmen, dass man dann ausnahmsweise auch den Religionsunterricht besuchen darf.

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Ach was! Das geht die Schule nix an. Das interessiert später nur das Finanzamt.

Wie "omikron" in seinem Kommentar und in seiner Antwort bereits geschrieben haben, ist es in einigen Bundesländern verpflichtend, nach einem Kirchenaustritt vom Religions- in den Ethikunterricht zu wechseln.

Wenn der Fragesteller bereits den Ethikunterricht besuchen würde, würde es die Schule tatsächlich nichts angehen.

Da er aber den Religionsunterricht besuchen möchte, wird es problematisch:

Im schlimmsten Fall bekommt die Schule kurz vor Schuljahresende von dem Kirchenaustritt mit und entscheidet sich, die (gute) Note für den Religionsunterricht nicht ins Zeugnis zu schreiben, sondern stattessen eine glatte 6 wegen unentschuldigter Nichtteilnahme am Ethikunterricht.

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@martin7812

Und kennst du solche Fälle, wie im letzten Absatz beschrieben?

Da das Standesamt der Schule den Austritt ja wohl nicht mitteilen wird, müssten es dann schon der Betroffene oder seine Eltern selbst machen.

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@flunra39

Leider geht aus der Frage nicht hervor, ob der Fragesteller nur nicht mitten im Schuljahr oder auch zum nächsten Schuljahr hin nicht nach "Ethik" wechseln möchte.

Dass Schüler, die keine Kirchenmitglieder sind, nicht ohne weiteres am Religionsunterricht teilnehmen dürfen, kannst du nachprüfen:

Lies dir die Verwaltungsvorschriften des Bundeslandes Berlin durch; dort ist die Zustimmung des Religionslehrers notwendig.

Dass Schüler, die unentschuldigt nicht am Ethikunterricht teilnehmen, eine glatte 6 bekommen?

Das habe ich in einer Schulordnung einer Schule in Worms (Rheinland-Pfalz) gelesen.

Klar wird man in so einem Fall wahrscheinlich "ein Auge zudrücken", indem zum Beispiel der Religionslehrer nachträglich seine Zustimmung gibt und so die Teilnahme am Religionsunterricht wieder "legal" ist.

Das Problem dabei: Falls man Ärger mit dem Religionslehrer bekommt und der es "einem reinwürgen" will, hat man in dieser Situation ganz schlechte Karten:

Mit der Begründung: "Ich habe dem Schüler eine 6 als Jahresendnote in Religion gemacht, weil er laut Schulordnung eigentlich am Ethikunterricht hätte teilnehmen müssen", wäre der Religionslehrer formal völlig im Recht.

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