Muss ich meinen Vermieter informieren, wenn meine Freundin 5mal die woche bei mir Übernachtet?

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12 Antworten

Durch den erhöhten verbrauch können die Nebenkosten am Jahresende höher ausfallen als gedacht, Daher wäre es sinnvoll, mindestens die Abschöagszahlungen zu erhöhen. Eine strenge Meldepflicht dem Vermieter gegenüber besteht nicht, außer man hat bereits eine passende Klausel im Mievertrag. Strenggenommen könnte sein, dass deine Freundin in deiner Wohnung polizeilich gemeldet sein müßte, da sie ihren Lebensmittelpunkt bei dir hat.

anjanni 08.05.2008, 10:05

Yes.

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Das , was anjanni schreibt ist zu bedenken!!
Die Kosten für Wasserverbrauch und Müll werden nach Personenzahl ermittelt bzw. verteilt.
Die Gemeinde kann da auch unangenehm reagieren.
Ein Gespräch mit dem Vermieter sollte kein Problem sein. So kann Dir keiner eine Verschleierung anhängen.
Geheimnisse hinterlassen immer einen unangenehmen Eindruck.

MiAnTo 08.05.2008, 15:26

Ha! Siehste? Ich hab nur an den Wasserverbrauch gedacht, den Müll hatte ich voll vergessen. Hast Recht!!!
Aber, wenn man alleine da wohnt (keine anderen Mieter im Haus) ist es doch egal oder? Dann hat man doch eh den gesamten Betrag zu eigenen Lasten...
Liege ich jetzt ganz daneben? Ich weiß es echt nicht.

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Nun, Deine Freundin ist den überwiegenden Teil der Woche bei Dir. Ich würde mal sagen, das ist dann schon so wie dort wohnen. Vergleiche das einfach mal mit einer normalen Studentenbude, die sie allein bewohnen würde: auch dort wäre sie wahrscheinlich nicht 7 Tage die Woche, sondern vielleicht 5.

Die Erlaubnis brauchst Du vom Vermieter nicht (höchstens, wenn die Wohnung so klein ist, daß sie mit zwei Personen überbelegt ist). Wohl aber solltest Du ihm melden, daß sie bei Dir wohnt - bevor es irgendein Nachbar tut. Es gibt nämlich Nebenkosten, die personenbezogen umgelegt werden. Und da versteht so manch ein Nachbar keinen Spaß, wenn Deine Freundin auf dessen Kosten lebt.

skyseeker 08.05.2008, 09:47

Welche personenbezogenen Nebenkosten sollen das denn sein? Mir sind keine bekannt.

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anjanni 08.05.2008, 09:48
@skyseeker

Beispiele:

Wasser - wenn man keine Wasseruhr hat.

Müll - wenn man z.B. eine Gemeinschaftstonne benutzt.

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Kati80 08.05.2008, 09:49

gar nicht so dumm :-) muss man erst mal drauf kommen! DH

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anjanni 08.05.2008, 10:02
@Wieselchen1

He Wieselchen - nicht daß ich hinterher hier als rechthaberisch gelte ;-)

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Ich würde auch sagen, das wird sich ja nicht über Jahre hinziehen (wenn das länger dauert, werdet ihr wahrscheinlich eh bald ihre Sachen bei Dir einräumen ;), oder?), darum ignorier es erst mal, die höheren Nebenkosten zahlst ja letztendlich eh DU! Ob nun als Voraus- oder Nachzahlung ist doch eigentlich egal, bleiben ja trotzdem Deine Kosten!
Und wenn Ihr die Sachen rüberräumt kannst Du immer noch bescheid geben...
Allerdings kommt es, finde ich, auch auf den Vermieter an: so'nen Lauerer, der gerne beanstandet und reglementiert könnte fies querschlagen, aber bei einem, der eher gemütlich ist... hmmm.

hallo schau mal in deinen mietvertrag nach meistens steht da dass der vermieter bei" nicht nur vorrübergehendem "besuch informiert werden muss-wegen der nebenkosten- und hier handelt es sich ja um regelmässig, also ich würde das als um "nicht nur vorrübergehend"bezeichnen.

Nein, musst du nicht. Dein Vermieter kann, soweit es nicht zu Lärm kommt, dir keinen Besuch verbieten. Schließlich wird doch die Miete nach der Größe der Wohnung und nicht nach der Anzahl der Bewohner bestimmt. Also, wenn nur das deine sorgen sind, du wirst nicht gleich Leute vom Zoll vor dr tür haben. :-D

kunni 09.05.2008, 10:49

Es geht hier nicht um die Miete, sonderum die Umlage der NK. Es gibt Situationen, in denen 50 % nach qm, der Rest nach Personen umgelegt wird.

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Früher, als es noch keine Wärmemengen- und Wasserzähler gab, die heutzutage übrigens Pflicht sind, wäre das sicherlich ein Problem gewesen und du hättest deine Freundin anmelden müssen. Den Vermieter um Erlaubnis fragen musst du auch nicht, da du ja nicht untervermietest.

Habe nun - weil ich genauso einen Spezie bei mir wohnen habe - unseren Hausanwalt darüber befragt:

Bei insgesamter längerer Wohndauer als 3 Monate muss der Lebenspartner als NK verursachende Person mitberechnet werden. Mir hat der RA empfohlen, ein Buch über die Termine zu führen.

LG

Wieselchen

Ich habe meinen Vermieter damals auch nicht benachrichtigt wenn mein Freund mehrmals die Woche bei mir übernachtet hat. Solange sie noch in ihrer eigenen Wohnung gemeldet ist, ist doch alles o.k. und schließlich wohnt sie ja nicht dauerhaft bei dir , sondern geht hin und wieder noch nach Hause. Das ist zulässig. Es besteht ja kein Untermietvertrag zwischen euch , dann müßtest du Meldung machen. Aber Besuch kannst du haben so viel du willst.

anjanni 08.05.2008, 09:46

Besuch ja - aber die Frage ist hier wohl nach der Grenze zwischen "Besuch" und "wohnen". Und in meinen Augen sind wir hier im konkreten Fall durchaus bei "wohnen", da bei 5-6 Tage pro Woche - wohlgemerkt jeder Woche - doch von einem überwiegenden Aufenthalt gesprochen werden kann.

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moon73 08.05.2008, 09:52
@anjanni

Man muß erst den Vermieter informieren, wenn man untervermietn möchte oder wenn man Besuch hat der dauerhaft - ohne Unterbrechung - länger als 6 Wochen bleibt. Ansonsten kann ich Übernachtungsbesuch haben so oft ich möchte. Was wäre denn mit jemanden, der 5-6 mal die Woche One-Night-Stands mit nach Hause bringt? Die meldet man doch auch nicht seinem Vermieter.

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Wieselchen1 08.05.2008, 10:00
@moon73

Nein, Moon, das ist auch etwas anderes. Aber ich habe mich bei unserem Hausanwalt erkundigt, diese 6 Wochen sind so nicht richtig.

LG

Wieselchen

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moon73 08.05.2008, 10:08
@Wieselchen1

STimmt Wieselchen, der Besuch darf sogar länger als 6 Wochen dauerhaft bleiben.

Habe noch was zum Thema Besuch gefunden: Besuch - Mietrecht auf Besuch

Es gehört zu den selbstverständlichsten Rechten des Mieters, zu jeder Zeit und in beliebiger Anzahl Besuch zu empfangen. Nach Angaben des Deutschen Mieterbundes spielt es keine Rolle, ob es sich um Damen- oder Herrenbesuch handelt, ob der Besuch regelmäßig oder unregelmäßig kommt oder wann er geht.

Nur ausnahmsweise kann der Vermieter "Hausverbot" für einen Besucher verhängen. Beispielsweise dann, wenn der Besucher in der Vergangen-heit wiederholt Ruhestörungen begangen hat oder Gemeinschaftsräume wie Treppenhaus, Flur, Keller usw. beschädigt hat.

Der Besucher kann auch ein Tier, wie zum Beispiel einen Hund, mitbringen. Das gilt auch dann, wenn im Mietvertrag ausdrücklich die Hundehaltung verboten ist. Die Grenze ist da erreicht, wo der Besucher in kurzen und häufigen Abständen regelmäßig den Hund mitbringt oder das Tier nachts öfter in der Wohnung bleibt. Quelle: Deutscher Mieterbund / Mietrecht

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anjanni 08.05.2008, 10:08
@moon73

Einer, der 5-6 mal in der Woche einen One-Night-Stand mit nach Hause bringt, würde ich als Nachbar auch dem Vermieter melden - das klingt ja fast nach Eröffnung eines Bordells * gg *. (Sorry, aber so eine Bemerkung kann ich wirklich nicht richtig ernst nehmen...)

Es geht doch darum, daß der "Besuch" den Charakter eines dauerhaften Aufenthalts hat - so wie ich es in meiner Antwort dargelegt habe.

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moon73 08.05.2008, 10:14
@anjanni

@anjanni: war ja nur ein Extrembeispiel ;-) denn ich bin immer noch davon übezeugt, daß man die Freundin, die öfter bei einem übernachtet, aber defintiv noch nicht dauerhaft eingezogen ist, nicht dem Vermieter melden braucht.

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MiAnTo 08.05.2008, 15:29
@Wieselchen1

Ich denke auch, One-Night-Stands sind was anderes.
Obwohl? Wenn die auch jedes Mal duschen, frühstücken und Müll (sooo viele Kondom-Verpackungen...) produzieren? Das steigert die Nebenkosten doch auch! lol

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Ja, weil sie bei dir ja auch duscht und kocht. Es fallen also mehr Nebenkosten an.

Wenn deine Freundin ihre eigene Wohnung hat und dort gemeldet ist, kannst du das konsequent ignorieren. Man kann sich auch verrückt machen.

ich würde mal sagen das musst du dem vermieter nicht melden

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