Muss ich meinen Urlaub ausschließlich Wochenweise nehmen ?

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6 Antworten

Das Bundesurlaubsgesetz sagt im § 7 Abs. 1 dass bei der zeitlichen Festlegung des Urlaubs die Urlaubswünsche des AN zu berücksichtigen sind, es sei denn, dass ihrer Berücksichtigung dringende betriebliche Belange oder Urlaubswünsche anderer AN, die unter sozialen Gesichtspunkten den Vorrang verdienen, entgegenstehen.

Im Abs. 2 steht: Der Urlaub ist zusammenhängend zu gewähren, es sei denn, dass dringende betriebliche oder in der Person des AN liegende Gründe eine Teilung des Urlaubs erforderlich machen. Kann der Urlaub aus diesen Gründen nicht zusammenhängend gewährt werden und hat der AN Anspruch auf Urlaub von mehr als zwölf Werktagenk so muss einer der Urlaubsteile mindestens zwölf aufeinanderfolgende Werktage erfassen.


Konkret bedeutet das, der AG muss Dir mindestens einmal im Jahr zwei Wochen ununterbrochenen Urlaub gewähren.

Der AG kann Urlaubssperren aus betrieblichen Gründen aussprechen.

Er kann Dir aber nicht vorschreiben, wann und wie Du Deinen Urlaub ausserhalb der Urlaubssperren zu nehmen hast. Wenn er Deine Urlaubswünsche ablehnt, muss er belegen können, dass es aus dringenden betrieblichen Gründen nicht möglich ist. Das geht aber nur, wenn ohne Deine Anwesenheit z.B. wichtige Aufträge nicht ausgeführt werden können, Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen oder die Firma an den Rand des Ruins gelangt. Das wird ihm aber schwer fallen.

Wenn Du z.B. alleinstehend bist und ein Kollege der z.B. schulpflichtige Kinder hat und/oder eine Partnerin die nur zu einer bestimmten Zeit Urlaub machen kann zum selben Zeitpunkt Urlaub möchte, kann der AG Dir den Urlaub auch verweigern.

Eine generelle Anweisung, dass es den Urlaub nur in Bruchstücken von einer Woche gibt, ist unzulässig.

Prof. Dr. Peter Wedde schreibt zur einseitigen Festlegung des Urlaubszeitpunkts durch den AG u.a. im Arbeitsrechtkommentar:

"Erteilt der AG Urlaub, ohne vorher nach den Urlaubswünschen des AN zu fragen, kann der AN die Annahme der Arbeitsbefreiung verweigern, ohne in Annahmeverzug zu geraten. Er kann einwenden, dass ihm Urlaub zur Unzeit gewährt werden soll. Dabei braucht dem AN kein wichtiger Grund zur Seite zu stehen. Es ist ausreichend, wenn er auf eine von den Vorstellungen des AG abweichende Urlaubsplanung verweist."

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Das ist nicht richtig. Wenn ihr 7 Tage die Woche arbeitet, dann wird dein Urlaub auf Montag bis Samstag gerechnet. Für einen Sonntag, an dem du arbeitest, musst du einen freien Tag in der Woche bekommen - der nicht auf den Urlaub angerechnet wird.

Ansonsten ist der Urlaub beim Arbeitgeber zu beantragen und mit den betrieblichen Gegenbenheiten abzustimmen. Wenn z.B. ein Betrieb für einige Wochen schließt, kann der AG den AN verpflichten, seinen Urlaub in dieser Zeit zu nehmen. Es muss aber einmal im Jahr ein Urlaub von 2 Wochen gewährt werden.

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Merkblatt gesetzlicher Urlaubsanspruch - IHK für ...

https://www.muenchen.ihk.de/de/recht/Anhaenge/gesetzlicher-Urlaubsansp...

GESETZLICHER URLAUBSANSPRUCH DES ARBEITNEHMERS ... nehmer können einzel- oder tarifvertraglich einen höheren Urlaubsanspruch vereinbaren ... °°° GUCK MAL DA NACH°°°

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schnake76 29.10.2015, 08:44

Der Link geht nicht :( 

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Otilie1 30.10.2015, 14:40
@schnake76

dann google eben selber nach °°urlaubsanspruch°° - da kommen viel, viele seiten............................

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Da hast du wohl pech.  Du hast einen Urlaubsanspruch. Wann du den nimmst, dabei hat der Chef ein Mitspracherecht. Er muss dir einmal 2 zusammenhängende Wochen gewähren. Wenn er wünsch, das du deinen Urlaub wochenweise einreicht ist das so. 

Allerdings kann zugesagter Urlaub nicht mehr  vom Chef gestrichen werden. Damit der AN planungssicherheit hat.

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Bundesurlaubsgesetz BUrlG §7 Absatz 2:

Der Urlaub ist zusammenhängend zu gewähren, es sei denn, daß dringende betriebliche oder in der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe eine Teilung des Urlaubs erforderlich machen. Kann der Urlaub aus diesen Gründen nicht zusammenhängend gewährt werden, und hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Urlaub von mehr als zwölf Werktagen, so muß einer der Urlaubsteile mindestens zwölf aufeinanderfolgende Werktage umfassen.

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