Muss ich meinen Rüden zur Zucht anmelden, wenn es im Kaufvertrag steht?

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10 Antworten

Du hast den Hund gekauft, irgendwelche Klauseln im Schutzvertrag sind sowieso nicht rechtswirksam. Du musst also weder in irgendeinen Verein eintreten, noch deinen Hund als Deckrüden zur Verfügung stellen. Zum Thema Kastra muss ich allerdings auch sagen: die ersetzt nicht die Erziehung des Hundes. Such dir einen guten(!) Hundetrainer und arbeite mit dessen Unterstützung mit deinem Hund, um die Probleme in den Griff zu bekommen.

Er ist super erzogen. Dreiviertel Jahr Hundeschule.

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@fraenzy0

Das ist nicht böse gemeint, aber wenn ein Hund nicht mal Besucher ohne Knurren in die Wohnung lässt, dann ist dein Hund nicht "super erzogen" und es gibt noch einiges, an dem du arbeiten musst. Erziehung ist ja sehr viel mehr, als dem Hund in der Hundeschule Sitz und Platz beizubringen und auch irgendwelche Prüfungen sagen wenig darüber aus, wie sich der Hund im Alltag verhält und wie sicher er bestimmte Kommandos ausführt.

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@inicio

Gut erzogen? Sicher nicht, wenn er aggressiv gegenüber Artgenossen ist und keinen ohne Knurren in die Wohnung läßt.

Egal wie lange Du in der Hundeschule warst - ist das keine Garantie für eine gute Erziehung. Ich kenne sehr viele Hunde, die jahrelang in HuSchu´´s waren und dennoch nicht erzogen sind. Ob es nun an den Trainern lag oder daran, dass es von den Haltern nicht richtig oder nicht komplett umgesetzt wurde - ist immer fraglich.

Fakt ist aber, dass ein Hund nicht Knurren darf, wenn Besuch kommt. Denke da stimmt was mit der Rudelstellung nicht.

Kastration ändert daran sicher nichts.

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@shark1940

Denke da stimmt was mit der Rudelstellung nicht.

Ich auch, denn es waere ungwewoehnlich, wenn es sich nicht um einen artuebergreifenden sozialverband handelt, denn es gibt keine artuebergreifenden rudel und die wahscheinlichkeit, dass fragesteller vom hund als artgenossen anerkannt wird ist gegen null. Damitkein rudel.

Der hund darf durchaus seinen unmut auessern, nur weil der hund sozialisiert ist, bedeutet es weder, dass hund jeden anderen artgenossen lieben muss, noch, dass hund jeden dritten freundlich gegenueber stehen muss, sondern nur, dass hund die situation kennt und beherrscht sowie halter eventuelle unstimmigkeiten durch kommando korregieren kann.

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Eine Kastration ist KEIN Allheilmittel bei verhaltensauffälligen Hunden!

Durch eine Kastration muss er nicht zwangsläufig "ruhiger " werden, der Schuss kann genauso nach hinten losgehen. Wieso eigentlich ruhiger?? wenn er doch angeblich aggressiv ist?? Ruhig und Aggressiv sind 2 verschiedene Wesenseigenschaften.

Such Dir eine kompetentere Hundeschule und einen nicht auf Verdienst ausgerichteten Tierarzt und gehe das Problem mit der Unverträglichkeit gegenüber Geschlechtsgenossen verhaltenstherapeutisch an!! Im Sinne des Hundes!

Eine Alternativmöglichkeit wäre das Einsetzen des Suprelorin Chips:

http://animaladvice.de/hunde/kastrationschip-beim-ruden/

um während dieser Wirkungsdauer mit dem Hund gezielt zu arbeien.

arbeiten

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@adventuredog

super Antwort genau so sehe ich das auch.

Was den Vertrag anbelangt, ist es fraglich, ob Du es wirklich machen mußt, denn eine Zuchtzulassung ist mit Kosten verbunden. Ob das wirklich rechtmäßig ist, kann Dir wahrscheinlich nur ein Antwalt 100%tig beantworten.

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@shark1940

reinrassige appenzeller sind vom aussterben bedroht und deshalb werden sie meist nur im zuchtrecht abgegeben,deshalb diese klausel...DH @adventuredog für deine antwort

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@froeschliundco

@froeschliundco wer hat Dir das denn erzählt?

Reinrassige Appenzeller gibts jede Menge! sowohl im deutschen SSV / VDH als auch im Schweizer Klub / SKG gibts reichlich reinrassige Appenzeller.

http://www.appenzeller-welpen-skg.ch/

in manchen Gegenden der Schweiz sind die schon fast wie eine Seuche, ähnlich den Jack Russel Terriern im Norden Deutschlands (^^) An jeder Ecke trifft man auf diese hackenbeissenden notorischen Kläffer.............(sorry, aber hab leider noch keine anderen (nette) getroffen)

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  1. so viel ich weiß, sind diese Klauseln gerichtlich nicht durchsetzbar. Aber ruf doch einfach mal den Züchter an und sage ihm Deine Bedenken. Evtuell kann er Dir auch mit den Problemen (Aggression gegenüber Artgenossen etc.) helfen.

  2. Auch wenn Du ein dreiviertel Jahr in der HuSchu warst - aber Dein Hund ist definitiv nicht richtig erzogen. Weder darf ein Hund aggressiv gegenüber Artgenossen sein noch darf er Besucher anknurren. Meiner Meinung nach stimmt da was mit der Rudelstellung nicht. Die Kastration wird diese Probleme nicht ändern. Evt. wird er ruhiger - aggressiv wird er dennoch bleiben - denn Aggression und ruhiger sind zwei paar Stiefel. Wenn Du Pech hast, dann wird der ruhig, dick etc. (also alle Nachteile der Kastration) und bleibt dennoch aggressiv gegenüber Artgenossen und knurrt Besucher an. Zweiteres bleibt 100%tig.

  3. Kastration ist ein sehr extremer Eingriff in den Hormonhaushalt u. sollte nur gemacht werden, wenn es medizinisch notwendig ist.

Such Dir einen guten Hundetrainer für Einzeltraining - nicht HuSchu - sondern Einzeltraining. Und zwar bitte einen, der nicht von Kastration spricht, denn dann hat er keine Ahnung. Leider kann sich jeder Hundetrainer nennen und/oder eine HuSchu aufmachen - das bedeutet leider nicht, dass der jenige wirklich Ahnung hat.

Das einzigste, was ich verstehen würde ist, wenn der Trainer sagt, dass er zeitweise einen Hormonchip bekommen soll, damit er sich auf das Training konzentiert und Ihr arbeiten könnt.

LG

Danke, für Deine sachliche Antwort. Ich habe mittlerweile mit den Züchtern geredet. Ich dachte, es ist ein Vertragsbruch wenn ich nicht in die Zucht gehen möchte, wenn mein Hund eher Unsicherheit zeigt und dies mit Knurren zeigt. Wir testen sein Verhalten momentan mit dem Hormonchip, ob eine Besserung eintritt, natürlich sind wir auch im Training. Ich möchte meinem Hund nicht unbedingt seine Männlichkeit nehmen, daher erst mal der Chip. Eine kleine Besserung ist eingetreten und er ist etwas ruhiger. Wir werden sehen und daran weiter arbeiten. Ansonsten ist mein Hund ein total süßer verschmuster Kerl. Es hat eben jeder seine Ecken und Kanten. Danke

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Auch wir haben einen sehr territorial-dominanten Rüden, und da er Epilepsie hat, kommt eine Kastration für ihn ohnehin nicht in Betracht, auch wenn wir ihm den Stress mit den läufigen Hündinnen ersparen wollen. Wir haben ihm deshalb einen Chip eingesetzt, und mit den läufigen Hündinnen ist jetzt Ruhe. Aber sein Verhalten den Rüden gegenüber hat sich nicht im geringsten geändert. Also denke ich, dass Du es mit einem anderen Hundetrainer versuchen solltest, da die Kastration nicht das Allheilmittel ist. Ist Dein Rüde denn schon für zuchttauglich erklärt und gentechnisch untersucht worden? Erkundige Dich doch mal beim VDH nach den Regelungen. Ich verstehe auch nicht, was das in einem Kaufvertrag zu suchen hat. Es hätte doch sein können, dass Dein Rüde im Welpenalter einen Hodenhochstand hat, dann hätte er auch nicht mehr züchten können, und der in der Bauchhöhle verbliebene Hoden hätte entfernt werden müssen. Das konnte der Züchter doch vorher gar nicht wissen.

nein, eine zucht ist dann nicht angebracht! diese bestimmungen halte ich auch fuer sehr anfechtbar. auch die vorschrift dem SSV verein beizutreten.

notfalls erkundige dich beim VDH (www.vdh.de) ueber die richtlinien und wie du damit umgehen kannst.

ich finde ,du kannst mitnichten sagen " der hund ist gut erzogen" - ein gut erzogener hund knurrt keine besucher an und ist auch nicht aggressiv gegenueber anderen hunden. da ist was grundsaetzlich in der ausbildung und bei dem training falsch gelaufen. durch "spiel und raufstunden" wird dein hund eher beengt und aufgestachelt... ich wuerde mehr an kopfarbeit mit dem hund arbeiten und einen wirklich guten trainer suchen, damit dein hund sein verhalten aendert...

kastration ist absolut keine erziehungsmittel ... aendere erst mal euer trainng und hole dir kompetente hilfe .

Mein rat den Ausbilder wechseln, und tieraerztlich mit gegenmeinung pruefen lassen obdas verhalten tatsaechlich aufgrund einer hormonueberproduktion liegt.

Niemand kann und wird bei seinem hund ein fehlverhalten, also auch ein zufassen ausschliessen koennen, wenn derjenige ehrlich ist und der hund lebt. Einzig eine saubere ausbildung und verhaltenskorrektur minimieren die wahscheinlichkeit. Eine Kastration kann unuebersehbare folgen haben und das problem fast nicht korregierbar verstaerken. Eine kastration ist ungeeignet als ausbildungsmittel und zur verhaltenskorrektur, wenn das verhalten nicht ausschliesslich oder vorwiegend durch eine hormonelle stoerung bedingt ist.

Mal als denkanstoss, was durch eine kastration durchaus als voellig normaler nebeneffekt eintreten kann und oft eintritt: das natuerliche sozialverhalten wird beendet, dadurch kann es zu uebersteigerter agression gegen artgenossen kommen, spontane verhaltensaenderung, die sich auch durch erhoete agression gegen artgenossen und sozial fremde aeusserrn kann, erhebliche verminderung des vernvermoegens ...... nur um einen ausschnitt von nebenwirkungen im verhalten zu beschreiben.

Auch, wenn vertraglich vereinbart ist, dass der hund zur zucht zur verfuegung gestellt werden soll, so waere diese vereinbarung zum einen unbeachtlich, wenn nicht gar nichtig, zum anderen muesste ja eine zuchttauglichkeit festgestellt werden, verhaltensauffaelligkeiten fuehren regelmessig zum ausschluss oder zumindest zu pausieren.

Im ergebnis: Pruefe zunaechst das medizinische, pruefe dann ob eine vernuenftige ausbildung und verhaltenskorrektur nicht deutlich besser sind, lass Dich wegen zucht weder draengen noch haetzen, durchsdetzbar ist es im zweifel und in Deinem fall eher derzeit nicht

ruf den züchter an und erklär die situation.

im übrigen wird von dem zuchtverien ein hund genau geprüft, ob er sich zur zucht eignet, ist das aufgrund seiens verhalten nciht möglich, kannst du die klausel nciht einhalten.

abe rwie gesagt, da musst du dich mit den entsprechendne leuten auseinadnersetzen

Ruf den Züchter an und sprich mit ihm.

Es ist richtig, daß solche Klauseln vor Gericht nicht gelten, außer ein Nichteinhalten würde mit einer Vertragsstrafe belegt.

Aber.. wie denn sonst als mit einer solchen Klausel soll der Züchter denn Hunde (Welpen), die er für wichtig in der Zucht hält auch in die Zucht bringen können? Er kann wohl kaum alle für ihn vielversprechenden Welpen behalten, also werden so die zukünftigen Halter eignentlich ja nur gebeten der Zucht der jeweiligen Rasse weiterzuhelfen. Mehr nicht. Wenn es eben nicht geht, dann geht es eben nicht.

Erzieherisch solltest du dir aber vielleicht proffesionelle Hilfe holen, denn auch eine Kastration ist keine Gewähr für einen "friedlichen" Hund.

Danke für die schnellen Antworten. Mein Hund ist super erzogen und sozialisiert. War ein dreiviertel Jahr in der Hundeschule. Wir gehen zur Spiel- und Raufstunde. Das ist alles kein Problem. Wenn er sich mit einem Rüden nicht versteht und ich rufe ihn zurück,dann ist er auch gehorsam. Einen Chip haben wir vor 4 Wochen eingesetzt und er wird ruhiger. Er versteht sich super mit kastrierten Hunden.

Die behauptung

Mein Hund ist super erzogen und sozialisiert

ist unfug, da Du selbst schreibst:

gegenüber anderen Rüden aggressiv reagiert und auch Besucher, die unsere Wohnung betreten anknurrt,

Wenn Du aufgrund der ausbildung den hund kontrollieren koenntest, dann haettest die frage nicht gestellt. Einzige ausnahme waere, dass Du eine unsinnige bestaetigung benoetigst, warum Deinen hund rechtswiedrig und unsinnig kastrieren willst. Wenn Du behauptest, dass neun monate hundeschule ... also kommerzieller anbieter um ein mittleres problem zu loesen .... wuerden eine ausbildung von Dir und hund bedeuten, hast unrecht und das ergebnis zeigt, dass dem offenbar nicht so ist.

Richtig ist, dass hunde ohne natuerliches sozialverhalten einander naeher stehen. Wenn das gewollt ist und Du glaubst, das war die loesung .... nun denn kopfschuettel

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Kastration ist kein Ersatz für ne versaute Erziehung und Prägung und Sozialisation

Ich persönlich halte solche Vertragsbedingungen für sittenwidrig.

Erzieh in

Er ist super erzogen. Dreiviertel Jahr Hundeschule.

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@fraenzy0

Naja, zur Erziehung gehört auich ein ordentlicxhes sozialverhalten. Und da ist definitiv was nicht ok.

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