Muss ich meinen Arbeitgeber fragen, wenn ich mich nebenberuflich selbstständig mache?

9 Antworten

Du musst nicht fragen, aber bedenke die Konsequenzen: u.a. Krankenversicherung, Steuerrecht. Laß dich auf jeden Fall vorher eingehend beraten (Steuerberater, Handelskammer usw) LG

Das wäre eine ganz normale Nebentätigkeit.

Und dazu gibt es meistens entweder im Arbeitsvertrag oder im Tarifvertrag Regelungen.

Wenn es keine Regelungen gibt (oder Du keine findest), würde ich trotzdem zumindest mit dem Vorgesetzten drüber sprechen, da ja auch Deine berufliche Tätigkeit dort nicht beeinträchtigt sein darf.

Ich verstehe gar nicht wie so viele falsche Antworten nach oben gelangen können:

Nein, du musst deinen Arbeitgeber nicht um Erlaubnis fragen. Du musst es ihm nicht einmal mitteilen. Die einzige Bedingung an deine Nebentätigkeit ist, dass sie nicht den Interessen deines Arbeitgebers widerspricht. Konkret bedeutet das: Du darfst deinem Arbeitgeber keine Konkurrenz machen, und du darfst in der Ausübung deines Berufs durch die Nebentätigkeit nicht beeinträchtigt werden.

Außerdem musst du Ruhezeiten einhalten und darfst auch in deiner Nebentätigkeit nichts tun, was dir arbeitsschutzrechtlich verboten ist. Aber: Wo kein Kläger, da kein Richter.

Einzige Ausnahme übrigens: Wenn du Beamter bist, gelten andere Regeln. Beamte brauchen grundsätzlich eine Genehmigung für Nebentätigkeiten.

Mehr Infos zu dem Thema findest du auf meinem Blog:

http://nebenberuflich-selbstaendig.blogspot.de/2012/08/grundwissen-eines-unternehmers.html

Ich hoffe ich konnte helfen. Viele Grüße, Jan

unbezahlte Überstunden in der Probezeit trotz anderer Regelung im Arbeitsvertrag

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Danke

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ich bin derzeit in einer ungekündigten Anstellung, fühle mich aber dort nicht wohl, daher habe ich mich auf die Suche nach etwas anderem gemacht und fleissig Bewerbungen geschrieben. Ich war bei zwei Vorstellungsgesprächen. Jetzt habe ich das Problem dass ich bei Arbeitgeber A (Zeitarbeitsfirma) bereits zugesagt habe und morgen meinen Arbeitsvertrag unterschreiben kann. Ich hatte aber gestern noch ein Gespräch mit Arbeitgeber B der mir heute zugesagt hat, dass ich anfangen könnte. Und genau zu Arbeitgeber B will ich auch. Was mache ich nun, da ich ja bereits Arbeitgeber A zugesagt habe.

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Hallo zusammen, habe eine Teilzeitstelle mit 20 Stunden in der Woche und einer Bezahlung von 1500€ brutto. Nebenbei möchte ich nun noch selbstständig arbeiten. Mit dem Arbeitgeber ist dies abgesprochen. Aber wie sieht es mit der Krankenversicherung aus? Ist diese komplett über meine Arbeitstelle abgedeckt oder muss ich noch zusätzlich als Selbstständiger was draufzahlen?

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Arbeitsrecht - Selbstständigkeit - Betriebsprüfung - Nachzahlung des Arbeitgebers

Hallo liebes Gutefrage-Forum, dieser nachfolgend von mir geschilderte Vorgang ist echt passiert. Ich brauche euren Rat!

Sachlage:

  • Ein Arbeitnehmer arbeitet Selbstständig in einer Produktionsfirma
  • Er ist sehr fleißig, sehr effizient und sehr produktiv
  • Der Betrieb, der ihn beschäftigt wird einer Betriebsprüfung unterworfen
  • Es wird ermittelt, dass nach Deutschem Arbeitsrecht hier eine Scheinselbstständigkeit vorliegt
  • Der Geschäftsführende Gesellschafter muss nachzahlen (Sozialabgaben – Rückwirkend)
  • Wichtig: Der Arbeitnehmer hat kein Wissen über das hiesige Arbeitsrecht und bekommt ein schlechtes Gewissen gegenüber dem Arbeitgeber
  • Er sagt seinem Arbeitgeber, dass er die Nachzahlung rückwirkend tragen möchte, damit die Firma nicht finanziell geschädigt wird
  • Der Arbeitgeber zieht aber gegen den Staat vor Gericht und verliert auf zwei Instanzen

    Nun kommt der Arbeitgeber auf den Arbeitnehmer zu, der jetzt als Festangestellte dort weiter beschäftigt wird und möchte eine sehr hohe Summe ausgezahlt bekommen (Über 46 TEUR! - Der Arbeitnehmer verdient Brutto 3,5 TEUR!)

Zusatz:

  • Der Arbeitnehmer (Scheinselbstständige) wurde verhört
  • Es hat sich bestätigt, dass er keine Ahnung davon hatte, dass er Scheinselbstständig war
  • Es hat sich bestätigt, dass der Arbeitgeber davon wusste und es wurde auf zwei Instanzen gerichtlich bestätigt, dass der Arbeitgeber die Nachzahlung tätigen muss

Fragen:

  • Kann der Arbeitgeber auf Basis des "Versprechens" vom Arbeitnehmer die Nachzahlung verlangen?
  • Was sollte dabei weiter beachtet werden?

Ich bin allen Antworten sehr dankbar und ergänze gerne die Sachlage! Ich habe nur das Wichtigste genannt und kenne auch aus meinem Studium einiges. Es ist für mich einwandfrei erkennbar, dass der Arbeitgeber einen unwissenden Produktionsmitarbeiter, der sehr fleißig ist und positiv denkt, betrügen möchte!

Mit allerbesten Grüßen!

Takka!

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Nebenberuflich selbstständiger Immobilienmakler

Hallo zusammen,

ich arbeite in einem telefonischen Service-Center eines Immobilienunternehmens und überlege mich nebenberuflich als Immobilienmakler selbstständig zu mache. Know-how ist bestens vorhanden. Das Immobilienunternehmen ist hauptsächlich Fremdverwalter und vermietet.

Meint Ihr mein Arbeitgeber kann mir auf Grund von Konkurrenz die Tätigkeit untersagen?

Vielen Dank für eure Beiträge

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