Muss ich irgendwelche rechtliche Dinge beachten wenn ich meine Probezeit verlängern will?

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3 Antworten

Du kannst diese nicht einseitig verlängern.Zudem kann Dein Arbeitgeber es als Mißtrauensvotum interpretieren und wird Dich im Zweifelsfall kündigen.Nur mit einem klar zu nennenden Grund,könntest Du das nach einem Gespräch und im gegenseitigen Einvernehmen tun.Ein Grund wäre,Du hast in der Probezeit einen anderen Vorgesetzten bekommen,mit dem harmonierst Du nicht,es sind wesentliche Aufgaben weggefallen,die vertraglich vereinbart waren..und nun nur pro forma Deine Aufgaben sind.Neue Schichtsysteme oder eine andere Betriebsorganisation wird gerade eingeführt.Das wäre ein Sachgrund,wo auch der Arbeitgeber davon ausgehen kann und muß,das die Situation eine Neue Probezeit rechtfertigt.Beste Grüße

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Kommentar von Busverpasser
26.10.2016, 12:22

Wenn der AG es als Misstrauensvotum interpretiert, ist es natürlich das einfachste den AN zu kündigen, als sich vlt. selbst zu fragen warum eigentlich...

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Kommentar von Familiengerd
26.10.2016, 12:26

@ jerkfun:

Auch die von Dir genannten Gründe führen nicht dazu, dass eine Probezeit verlängert werden kann mit der arbeitsrechtlichen Konsequenz der Kündigung mit verkürzter Frist.

Nach längstens 6 Monaten ist Schluss mit der Möglichkeit, mit einer Frist von 14 Tagen nach BGB § 622 Abs. 3 zu kündigen.

Ganz zu schweigen davon, wie ein Arbeitgeber reagieren würde, wenn ein Arbeitnehmer mit einem solchen Ansinnen wie im Fragefall an ihn heran träte ...

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Welcher Sinn soll für Dich darin liegen??

Eine Verlängerung der Probezeit ist grundsätzlich nicht möglich, auch nicht nach den Gründen, die in der Antwort von jerkfun genannt werden.

Im Bürgerlichen Gesetzbuch BGB § 622 "Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen" Abs. 3 wird die Möglichkeit der Kündigung mit verkürzter Frist längstens für die Dauer von 6 Monaten bei vereinbarter Probezeit erlaubt; eine Verlängerung der Probezeit über diese 6 Monate hinaus ist in ihrer arbeitsrechtlichen Konsequenz bedeutungslos.

Nach den 6 Monaten greift das Kündigungsschutzgesetz - sofern es sich nicht um einen Kleinbetrieb handelt.

Eine beschränkte Möglichkeit, die Probezeit praktisch gewissermaßen "auszudehnen", besteht darin, innerhalb der Probezeit bereits zu kündigen (oder einen Aufhebungsvertrag zu schließen), aber zu einem deutlich späteren Datum, als es die 14-tägige Probezeitkündigungsfrist hergibt - verbunden mit der Zusage, das Arbeitsverhältnis bei "Bewährung" in der Kündigungsfrist fortzusetzen.

Für einen Arbeitgeber kann ein solches Verfahren unter Umständen Sinn machen; ich bin mir aber unsicher über die Reaktion des Arbeitgebers, wenn Du meinst, umgekehrt ihm eine solche "Bewährungsfrist" nach der eigentlichen Probezeit einräumen zu sollen.

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Nur, wenn du noch nicht volljährig bist.

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Kommentar von Familiengerd
26.10.2016, 12:29

???

Was soll Volljährigkeit damit zu tun haben???

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