Muss ich inkasso zahlen?

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10 Antworten

Es geht eher um meinen Sohnemann.

Ich gehe davon aus, dass Ihr Sohn zum Zeitpunkt der Bestellung mindestens 18 Jahre alt gewesen ist. Andernfalls sähe die Beantwortung Ihrer Frage anders aus, da Minderjährige zwischen sieben und 17 Jahren nur beschränkt geschäftsfähig sind (§ 106 BGB).

prompt kam die erste Mahnung. gleich mal mit gebühren 

Damit Mahngebühren für die erste Mahnung sind gegenüber Verbrauchern zumeist nicht zulässig, denn Ihr Sohn müsste somit bereits vor der Mahnung in den Verzug geraten sein (§ 286 BGB).

Inkasso abgegeben worden. Inkasso hat er dann den Nachweis geschickt mit Kontoauszug das es bezahlt worden ist jetzt soll er trotzdem über 75€ Gebühren zahlen

Die Forderungshöhe orientiert sich hier an dem was ein mandatierter Rechtsanwalt in einer Inkasso-Beratung bei einem Streitwert niedrigster Stufe maximal ansetzen darf.

Abgesehen davon, dass diese Forderung für ein einfachstes Schreiben schon viel zu hoch angesetzt ist, ist sie in dem Fall komplett unzulässig, den Klarna als Zahlungsdienstleister hat seine eigene Inkassoabteilung im Haus.

Was hier versucht wird, ist eine zusätzliche Gewinn-Generierung auf Kosten Ihres Sohnes. Da die Hauptforderung durch Ihren Sohn beglichen worden ist, macht es Sinn dem Inkassounternehmen zu widersprechen.

Hier ein Entwurf für den Widerspruch:

Absender

Empfänger (Inkassounternehmen)

Ort, Datum

Aktenzeichen

Klarna ./. Sohn von Schnappi1976

Ihr/e Schreiben/Mahnung vom Datum

Widerspruch gegen Ihre Forderung 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihr oben genanntes Schreiben habe ich am Datum erhalten. Ich widerspreche Ihrer Forderung in vollem Umfang und werden nicht zahlen, da die Forderung unberechtigt ist.

Ich begründe meine Widerspruch wie folgt: Die Hauptforderung Ihrer Auftraggeberin wurde am Datum durch Überweisung gezahlt. Zum Zeitpunkt meiner Zahlung war ich nicht im Verzug.

Rein vorsorglich mache ich Sie darauf aufmerksam, dass eine widersprochene Forderung nicht an die Schufa oder eine andere Auskunftei gemeldet werden darf (§ 28a BDSG).

Bitte verzichten Sie auf weitere Mahnungen und auf die Beantragung eines gerichtlichen Mahnbescheides. Einen solchen würde ich vollumfänglich widersprechen. Den in diesem Schreiben geäußerten Forderungswiderspruch halte ich konsequent aufrecht, da die Forderung Ihre Auftraggeberin unberechtigt ist.

Mit freundlichen Grüßen

Unterschrift

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Kommentar von Schnappi1976
24.05.2016, 12:23

vielen lieben dank

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Nein, muss er nicht.

Er hat das Inkassobüro nicht beauftragt, also muss er es auch nicht bezahlen.

Klarna - ein Zahlungsanbieter - bedarf nicht der Hilfe eines Inkassobüros zur Abwicklung von Forderungen, daher gibt es keine Rechtsgrundlage für die Erstattbarkeit.

Ferner ist davon auszugehen, dass das Inkassobüro flat arbeitet oder auf Erfolgsbasis. Klarna ist durch die Beauftragung also kein Schaden entstanden, der zu ersetzen wäre.

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Kommentar von Schnappi1976
24.05.2016, 11:57

Danke für die Antwort. Mein Sohn hat bei inkasse angerufen und da wurde ihm gesagt er muss es bezahlen, die haben sich auch auf nichts eingelassen. Ich mache jetzt ein schreiben fertig ...

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Inkassogebuehren sind im Zusammenhang mit einem Bezahldienst wie klarna nicht zu zahlen und werden mangels Erfolgsaussichten nicht explizit eingeklagt 

Dabei spielt es keine Rolle ob segoria. Ident. oder coeo beauftragt wurde 

Brauchst du Infos zur Rechtsprechung dann noch mal Bescheid sagen 

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Inkasso hat er dann den Nachweis geschickt mit Kontoauszug das es
bezahlt worden ist jetzt soll er trotzdem über 75€ Gebühren zahlen ,
muss er das den?

Nein, muss er nicht bezahlen.

Ruhig bleiben und nicht von der Inkasso-Rhetorik verwirren lassen. Eingeklagt werden diese Gebühren nicht!

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Kommentar von Schnappi1976
24.05.2016, 09:34

sollte ich mich nicht bei Inkasso melden? Ein Schreiben hatte ich schon geschickt mit Nachweis kontoauszug das es bezahlt worden ist mit Mahngebüren.

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Da die Rechnung an mich geschickt wurde

genau das irritiert mich; warum nicht an den Besteller?

du hast damit gar nix zu tun! 

Betrag wurde überwiesen; damit ist das Inkasso raus. Das ist ne Sache zwischen dem Auftraggeber und Inkasso. Versuchen werden die es natürlich, kannst aber ignorieren.

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Ich würde denen schreiben, dass sich Zahlung und deren Schreiben überschnitten hat und ich davon ausgehe, dass ich keine Zahlung mehr leisten muss. Antwort abwarten. Dann auf die Regelung hinweisen, dass Mahnbebühren laut HGB nur 4 % betragen dürfen. Das macht denen immer Sorge....

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Kommentar von kevin1905
24.05.2016, 11:48

HGB spielt keine Rolle bei Geschäften zwischen Unternehmern und Verbrauchern i.S.v. § 13 BGB.

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Kommentar von Xipolis
24.05.2016, 12:17

Dann auf die Regelung hinweisen, dass Mahnbebühren laut HGB nur 4 % betragen dürfen.

HGB in einem Verbauchergeschäft??? Hier wird rein das Schuldrecht aus dem BGB angewendet.

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Ich weiß ja nicht was daran selbstverständlich ist, eine Rechnung bzw. Mahnung einfach mal liegen zu lassen... Ihr hättet dort anrufen können und mit dem eigentlichen Rechnungssteller sprechen. Da die Forderung offensichtlich mehrere Wochen ignoriert wurde, beauftragte der Gläubiger das Inkasso Unternehmen um die Forderung einzutreiben und somit entstanden Kosten, die dein Sohn zu tragen hat.

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Kommentar von Schnappi1976
24.05.2016, 09:32

Wer sagt das es elbstverständlich ist die Rechnung liegen zu lasse. Angerufen wurde und es wurde schon weiter gegeben.....

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Kommentar von franneck1989
24.05.2016, 09:38

und somit entstanden Kosten

Träum weiter...

Inkassos arbeiten im Massengeschäft kostenlos für den Gläubiger.

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Kommentar von kevin1905
24.05.2016, 11:50

und somit entstanden Kosten

Nein, die entstanden nicht.

Bin selber Unternehmer und Inkassobüros werben immer dafür, dass sie für mich kostenlos arbeiten oder gegen einen kleinen Festbetrag unabhängig davon wie viele Forderungen sie bearbeiten.

Das ist der einzige Grund warum sich Unternehmen überhaupt der Hilfe von Inkassobüros bedienen, sonst könnten sie gleich zum Anwalt oder das gerichtliche Mahnverfahren einleiten.

In beiden Fällen müsste man aber tatschächlich Geld investieren.

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Wenn das Geld zu spät beim Gläubiger ankam, ist bereits Verzug eingetreten. 

Denn Verzug tritt automatisch ohne Mahnung ein, wenn der Zahlungseingang zu spät erfolgte.  Der Schuldner  hat immer die Bringschuld. 

Es ist zwar meistens so, dass auf Kulanz nicht sofort  einen Tag nach Fälligkeit eine Mahnung samt Verzugszinsen und Inkasso Gebühren  rausgeht, aber im Recht sind sie leider.

Wenn ihr nicht zahlt, kommt bald die nächste Mahnstufe  und es wird jedes mal teurer. 

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Kommentar von franneck1989
24.05.2016, 09:35

Denn Verzug tritt automatisch ohne Mahnung ein, wenn der Zahlungseingang zu spät erfolgte. 

Das ist völlig falsch, auch wenn es in diesem Fall nicht weiter von Bedeutung ist.

Wenn ihr nicht zahlt, kommt bald die nächste Mahnstufe  und es wird jedes mal teurer. 

Das BGB kennt aber keine "Mahnstufen". So etwas ist schlicht Unfug. Der Gläubiger hat nur Anspruch auf Ersatz des Schadens, welcher unausweichlich war. Stichwort: Schadensminderungspflicht.

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Wenn du die Rechnung rumliegen lässt, statt sie sofort weiter zu geben, dann fände ich es anständig, wenn du dich an den Inkassogebühren beteiligen oder sie sogar komplett übernehmen würdest. Denn im Grunde bist du Schuld an den Gebühren, die im übrigen völlig zu Recht erhoben werden.

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Kommentar von Schnappi1976
24.05.2016, 09:27

Es ist nicht meine Rechnung und Post von anderen macht man nicht auf. Es ist auch nicht die Frage ob Schuld oder nicht Schuld.

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Kommentar von franneck1989
24.05.2016, 09:33

Denn im Grunde bist du Schuld an den Gebühren

Unsinn. Schuld ist erstmal derjenige, der das Inkasso beauftragt. Siehe §254 BGB

die im übrigen völlig zu Recht erhoben werden.

Da bist du völlig auf dem Holzweg. Ich verweise auf §254 BGB oder darauf, dass klarna ein Bezahldienst ist und Inkassogebühren daher völlig illusorisch und nicht durchsetzbar sind

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es geht hier nicht um die Mahngebüren sondern um Inkasso , Ich störe mich nicht an den Mahngebüren

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Kommentar von AntwortMarkus
24.05.2016, 09:35

Sie haben Alles Recht der Welt, auch diese Inkasso Gebühren zu verlangen. Mit dem Kauf bei dem Händler hast du den AGB  zugestimmt, in denen steht genau drin, wenn sie beauftragen bei säumigen Zahlung. Somit hat man vertraglich zugestimmt. 

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Kommentar von AntwortMarkus
24.05.2016, 10:17

Ab dem Zeitpunkt, zu dem sich der Schuldner im Zahlungsverzug befindet, können die Ausgaben, die für die Eintreibung von Forderungen anfallen, als Verzugsschaden gegenüber dem Schuldner geltend gemacht werden. 

Erstattungsfähig sind entsprechende Kosten jedoch nur, wenn sie dem Verzug des Schuldners direkt zugerechnet werden können. Dementsprechend können Kosten für die Tätigkeit von unternehmenseigenen Mitarbeitern für die Eintreibung von Forderungen nicht als Verzugsschaden geltend gemacht werden, die Beauftragung eines Rechtsanwaltes dagegen schon.

Typische Kosten im Sinne von Verzugsschäden sind:

PortokostenVerzugszinsenKosten für einen beauftragten RechtsanwaltGerichtskosten für MahnbescheidKosten für Mahnschreiben nach Eintritt des Verzuges (gerichtlich anerkannt sind hier 2,50 €/ Mahnung)

Darüber hinaus können insbesondere Kosten für Auskünfte (z.B. zur Ermittlung des Wohnortes des Schuldners) und Kosten für Bankrücklasten neben der Hauptforderung gegenüber dem Schuldner geltend gemacht werden.



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Kommentar von EXInkassoMA
15.02.2017, 10:07

In den urteilsdatenbanken wie z.b. jurion kein einziger hinweis das klarna /coeo /mumm jemals Inkasso Gebühren eingeklagt haben 

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