muß ich im krankengeldbezug die kündigung des jahresvertrages die kk informieren?

3 Antworten

Muß ich die Krankenkasse informieren? Und endet dann mein Krankengeld?

Ich würde das der Krankenkasse und der Agentur für Arbeit mitteilen.

Arbeitsrecht

„Kündigungen schlagen auf den Magen”

Jede Kündigung eines Arbeitnehmers - egal aus welchem Grunde - ist ein persönlicher Angriff: „Warum erwischt es ausgerechnet mich, ich habe doch nichts falsch gemacht, wie soll es in der Zukunft mit mir und meiner Familie weiter gehen?” Arbeitnehmer reagieren oft auf diese ungewissen aber drängenden Fragen körperlich und zwar mit Krankheit.

Arbeitgeber sind empfindlich folgt der „Gelbe Schein” im Anschluss an die Kündigung. Bedenkt man aber, dass meist der Arbeitnehmer in eine ungewisse Zukunft blickt, ist es nicht verwunderlich, wenn Leib oder aber öfter noch die Psyche in Mitleidenschaft gezogen werden.

Dieses greifbare Krankheitsrisiko im Zusammenhang mit einer Kündigung wird bei Arbeitgebern mit weniger als 30 Beschäftigten von den Krankenkassen zu 80 % übernommen (§ 1 AAG). Bei Zweifeln kann über die Krankenkassen die attestierte Arbeitsunfähigkeit überprüft werden durch den medizinischen Dienst (§275 I 3 SGB V). Der Dienst setzt sich mit dem Arzt in Verbindung und nimmt eine eigene Beurteilung vor. Erfahrungsgemäß wird die Erstbescheinigung einer Arbeitsunfähigkeit im Zusammenhang mit einer Kündigung aber bestätigt.

Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, es könne bei Krankheit nicht gekündigt werden. Im Gegenteil: eines der häufigsten Anlässe für Kündigungen sind wiederholte Erkrankungen (§ 1 II KSchG) und die verspätete Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (§ 5 EntgeltfortzahlungsG).

Krankengeldanspruch auch nach Ende des Arbeitsverhältnisses

Was passiert wenn der Gekündigte erkrankt? Der Krankengeldanspruch gegen seine Krankenkasse reißt nicht ab, nur weil das Arbeitsverhältnis beendet ist (§§ 19 I, 48 I SGB V). Zunächst ist der Arbeitgeber verpflichtet, sechs Wochen Lohn fortzuzahlen (§ 3 EntgeltfortzahlungsG) solange das Arbeitsverhältnis noch besteht; hieran schließt sich nahtlos der Anspruch auf Krankengeld an. Wichtig ist die Vorlage eines Attestes zu einem Zeitpunkt da der Betroffene noch versicherter Arbeitnehmer (§ 5 I Nr. 1 SGB V) ist. Der Anspruch auf Krankengeld entsteht erst an dem Tage, der auf die Vorlage des Attestes folgt (§ 46 I 2 SGB V). Derjenige, der mit seiner fristlosen Kündigung in der Hand erstmalig einen Arzt aufsucht, kommt also zu spät.

Wenn der Arbeitgeber bei Krankheit nicht zahlt, weil er nicht kann oder will, hat der Versicherte gleichwohl Anspruch auf Krankengeld. Die Krankenkassen haben bei der Berechnung ihrer Beiträge fest die sechswöchige Lohnfortzahlung des Arbeitgebers einkalkuliert. Folglich wird häufig die Krankengeldzahlung erst ab dem 43. Kalendertag, also nach den sechs Wochen aufgenommen. Diese Praxis ist gesetzeswidrig (§ 49 I Nr. 1 SGB V).

Krankengeld höher als das Arbeitslosengeld

Der gekündigte Arbeitnehmer muss sich unverzüglich nach Erhalt der Kündigung bei der Agentur für Arbeit arbeitslos melden (§ 37 b SGB III). Ist der Arbeitnehmer säumig kommt es zu empfindlichen Leistungskürzungen (§ 144 I Nr. 7 SGB III). Auch der kranke Arbeitnehmer muss dieser Verpflichtung ggf. fernmündlich nachkommen.

Ist der Gekündigte krank, ist er nicht arbeitslos, weil er der Agentur nicht zur Vermittlung zur Verfügung steht (§ 119 I Nr. 2 SGB III). Er bekommt Krankengeld und kein Arbeitslosengeld.

Merke: das Arbeitslosengeld beträgt vereinfacht 60 % (§ 129 Nr. 2 SGB III), das Krankengeld 70 % (§ 47 I SGB V) des Nettoentgelts.

Die Agentur prüft, ob der Gekündigte grob fahrlässig seine Arbeitslosigkeit herbeigeführt hat (§ 144 I Nr. SGB III), wenn ja, gibt es eine Sperrzeit von 12 Wochen (§ 144 III 1 SGB III). Bei einer fristlosen oder verhaltensbedingten Kündigung ist dies fast immer der Fall. Und: im Falle einer Sperrzeit wird die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes um ¼, also von 12 auf 9 Monate, gekürzt (§ 128 I Nr. 4 SGB III). Während der Sperrzeit besteht durchgehender Krankenversicherungsschutz (§§ 5 Nr. 2, 19 II SGB V).

Die Sperrzeit beginnt immer mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses (§ 144 II 1 SGB III). Bezieht der Gekündigte 12 Wochen Krankengeld nach dieser Beendigung, hat er die Sperrzeitfolgen umgangen. Es verbleibt dann nur die um ¼ verkürzte Arbeitslosengeldbezugsdauer. Die Agentur und die Krankenkasse wird aber die Berechtigung der Arbeitsunfähigkeit akribisch überprüfen.

Krankheit und seine finanziellen Folgen dürfen nicht missbraucht werden. Ist sie berechtigt, besteht ein umfassender sozialer Schutz. Weil das Krankheitsrisiko greifbar ist, sollten die Parteien bereits bei oder noch besser vor Beginn des Eskalationsprozesses eine Einigung anstreben. Wenn der Arbeitgeber bereit ist, zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses eine Abfindung zu zahlen (§ 1 a KSchG), mag dies die Kosten des Krankheits- und Prozessrisikos kalkulierbar machen.

http://www.guellich-doebler.de/main.php?p=info&id=13

Das Krankengeld bekommst du bis zu insgesamt 78 Wochen, wenn du weiterhin arbeitsunfähig bist. Dass dein befristeter Arbeitsvertrag ausläuft, ist ein ganz normaler Vorgang. Der Arbeitsagentur musst du das mitteilen.

http://www.helpster.de/krankenversicherung-nach-kuendigung-das-muessen-sie-wissen_107870

Also zum Arbeitsamt würde ich auf jeden Fall gehen. Meines Wissens meldet der AG Dich bzw sich bei der KK ab. Ich glaube da ist noch eine Zeit nachversichert. Aber das Arbeitsamt wird Dir das sicher definitiv sagen können.

Während des Bezuges endet es nicht. Deshalb bist Du ja versichert. Da kann ja die Versicherungsleistung dann nicht einfach gestrichen werden.

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