Muss ich für Reparaturkosten der Klapp Treppe zum Dachboden bezahlen ?

... komplette Frage anzeigen

7 Antworten

"Im Mietvertrag steht dass ich Reparaturen bis 300 € im Jahr selbst
zu tragen habe"

Das klint nach mietvertrglich vereinbarter Bagatellschaden- bzw.
Kleinreparaturklausel
. Wäre die auch im Einzelfall auf bis zu 120 EUR
begrenzt, gilt sie als wirksam vereinbart und eine Installation, die dem
häufigen Zugriff des Mieters unterläge, hätte er tatsächlich bis zu
dieser Höhe und dem Jahresaufwand nach selbst zu tragen.

WIE KANN ICH MICH VERHALTEN UND WIE KOMME ICH ZU MEINEM RECHT ALS MIETER???

Welches "Recht"? Darauf kommt es garnicht an: Wenn der Dachboden nicht ausdrücklich als Wohnraum mitvermietetet ist, ist die Carrera-Bahn unverzüglich abzubauen und die forgestzte Nutzung als Spielzimmer zu unterlassen. Das gälte selbst dann, wenn dort lediglich bestimmungsgemäße Nutzung, etwa als Trockenboden, vereinbart  wäre, die nunmher insgesamt ausdrücklich widerrufen wurde :-O

Andernfalls berechtigte dies zu fristloser Kündigung :-O

G imager761

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn du eine Reparaturklausel bis 300 € unterschrieben hast, gilt die auch,

Natürlich, wenn du ein ganzes Haus mietest, gehört auch der Dachboden dazu. Der muss ja auch für den Schornsteinfeger begehbar sein.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von hexefischer
26.12.2015, 20:08

Danke für die Antwort. Vielleicht sollte ich es darauf ankommen lassen dass der Zugang verschlossen wird. Dann kann sich der Schornsteinfeger mit dem Problem auseinandersetzen. Ein Zugang zum Dach von außen ist nicht gegeben und somit kann der Handwerker seine Arbeit nicht verrichten.

Vielleicht wird ja das Obergeschoss als nächstes Gesperrt da die Gefahr besteht dass die Dachboden Leiter samt Rahmen rausfällt.

L. G.

0

Guten Abend,


wenn der Dachboden nicht im Mietvertrag Bestandteil ist sehe ich keine Möglichkeit, dass hier Ansprüche gegen den Vermieter erhoben werden können. Dann hat der Vermieter auch das Recht, diesen zu sperren bzw. zu schließen.



Grund­sätzlich gilt: Der Vermieter muss die Wohnung instand halten. Nur kleine Reparaturen darf er auf die Mieter abwälzen, muss sich dabei aber an Grenzen halten. Gerichte halten in der Regel Kosten von maximal 100 Euro für zumut­bar. 

Sofern es Bestandteil des Mietvertrages ist muss der Vermieter dafür aufkommen.



Es ist Vermietersache, wenn während der Miet­zeit etwas in der Wohnung durch Verschleiß kaputt­geht. So steht es in Paragraf 535 des Bürgerlichen Gesetz­buchs. Dennoch müssen die Mieter manche Reparaturen tragen. Sie sind zum Beispiel für die Ausbesserung von Schäden zuständig, an denen sie selbst schuld sind. Lässt ein Mieter einen schweren Gegen­stand auf die Fliesen fallen, muss natürlich er den Schaden bezahlen. Außerdem dürfen Vermieter Mieter vertraglich zu Schön­heits­reparaturen verpflichten, also zum Streichen und Tapezieren der Wohnung. Die Recht­sprechung erlaubt es Vermietern durch­aus auch, die Kosten bestimmter kleinerer Reparaturen per Vertrag auf den Mieter abzu­wälzen. Das klappt aber nur, wenn der Vermieter bei der Formulierung der Vertrags­klausel zwei Regeln beachtet. Erstens muss die Klausel Kosten­grenzen nennen, damit der Mieter bei Unter­schrift des Miet­vertrags schon wissen kann, wie viel er maximal zahlen muss, und die Grenzen müssen angemessen sein. Und zweitens darf die Klausel dem Mieter nur Kosten für Reparaturen an Einrichtungs­gegen­ständen in der Wohnung aufbürden.



Im Jahr 2005 segnete das Amts­gericht Braun­schweig 100 Euro ab (Az. 116 C 196/ 05), das Amts­gericht Würzburg 2010 sogar 110 Euro (Az. 13 C 670/10). 

Ich hoffe ich konnte helfen

Wissensdurst84






Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DerHans
26.12.2015, 18:59

Wer das ganze Haus mietet, mietet natürlich auch den Dachboden mit. Der Ausschluss müsste dann wörtlich im Mietvertrag aufgeführt sein.

2
Kommentar von albatros
27.12.2015, 00:54

wenn der Dachboden nicht im Mietvertrag Bestandteil ist sehe ich keine
Möglichkeit, dass hier Ansprüche gegen den Vermieter erhoben werden
können.

wenn der Dachboden nicht im Mietvertrag Bestandteil ist sehe ich keine
Möglichkeit, dass hier Ansprüche gegen den Vermieter erhoben werden
können.

Hast du dir überlegt, was du da geschrieben hast? Was ist denn dann mit dem Dach etc. ? Ist das auch nicht mitvermietet?

0

Du hast ein Haus gemietet. Zum Haus gehört alles was da ist. Die Treppe, der Schornstein, das Dach etc. Es ist doch lächerlich, wenn der Vermieter argumentiert, die Treppe gehöre nicht dazu. Gleiches gilt auch bei einer Mietwohnung. Alles was bei Mietbeginn in der Wohnung vorhanden ist, gilt als mitvermietet, ob im MV stehend oder nicht.

Bei deiner Treppe kann man von einem verdeckten Mangel sprechen. Die Instandsetzung gehört zu den Hauptflichten des Vermieters. Er ist verpflichtet, die Mietsache in einem zum vertragsgerechten Gebrauch geeigneten Zustand an den Mieter zu übergeben und während der Mietzeit zu erhalten. Falls nachweisbar der Mangel dir schon bei Mietbeginn bekannt war, dürftest du die Miete nicht mindern, anderenfalls sehr wohl (s.o.: Verdeckter Mangel). Trotzdem stünde dir die Reparatur auf Kosten des Vermieters zu. Dieser Anspruch ist  unverjährbar.

Der Vermieter kennt den Mangel. Ab diesem Moment dürftest du die Miete mindern, sagen wir 1,5% der Bruttomiete. Du könntest also auch drauf verzichten.

Was jetzt notwendig ist: Den Vermieter schriftlich per Einwurfeinschreiben mit Fristsetzung von 10 Werktagen Ab Zugang) auffordern, den Mangel zu beseitigen. Kommt er in Verzug, darfst du selbst eine geeignete Firma beauftragen und die Kosten ab übernächstem Monat mit der Miete aufrechnen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von imager761
27.12.2015, 07:13

Du hast ein Haus gemietet. Zum Haus gehört alles was da ist.

Rechtsirriger Blödsinn.

Sind mietvertraglich "Haus mit 4 Zimmern, dazu ein kleiner Garten" vermietet, gehört der als weiteres Spielzimmer für den Sohn genutzte Dachboden ausdrücklich nicht zur Mietsache.

Insofern kann der VM die Nutzung des Dachbodens untersagen  oder eine widerruflich erteilte Nutzungsduldung, etwa als Trockenboden oder Abstellraum, wirksam widerrufen. Und genau das hat er.

Die Instandsetzungspflicht des VM erstreckt sich aber ausdrücklich nur auf die Mietsache, § 535 I 2 BGB. Mithin sind vier Zimmer,  Garten und Gemeinschaftsräume (Waschküche, Kellerabteil, Garage) "in einem zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand zu erhalten".

Den Dachboden einschl. Treppe ausgerechnet (nun) nicht.

G imager761

0

Die Verkehrssicherungspflicht obliegt dem Vermieter. Ein Haus ohne Dachboden zu mieten muss explizit im Mietvertrag verankert sein, klingt aber sehr unwahrscheinlich. Der Vermieter kassiert die Miete Monat für Monat, also verfügt er über Einnahmen. Setzt er nichts instand, so ist eine angekündigte Ersatzvornahme vermutlich das richtige Mittel, aber die Kosten können nach Ankündigung nur ab der übernächsten Mietzahlung gegen die Miete aufgerechnet werden. 300€ für eine Kleinreparatur wird vermutlich auch nicht im Mietvertrag vereinbart worden sein, also nicht rechtswirksam.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von albatros
27.12.2015, 00:32

Die 300 Euro sind für das Jahr angesetzt, also in Ordnung. Die Frage ist, ob es auch einen Betrag je Einzelreparatur gibt. Wenn nicht, ist die Klausel unwirksam. Dieser dürfte auch nur 100 EURO max. betragen.

0

Als Berliner in Bayern wohnen? Das habe ich zum Glück hinter mir gelassen.

Ich rate dir ganz dringend zum Mieterschutzbund zu gehen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was meinst du denn, ist dein Recht als Mieter? Die Dachbodentreppe war doch bei deiner Besichtigung schon so. Das hast du sehen können. Und mit deiner Unterschrift unter den Vertrag hast du den Zustand so akzeptiert. Oder hast du bereits vor Mietvertragsunterzeichnung die Treppe bemängelt und wurde dir die Reparatur nachweislich zugesagt? War bei der Besichtigung ein Mangel sichtbar vorhanden und wurde so akzeptiert, kann nach Unterzeichnung keine Mängelbeseitigung mehr verlangt werden.

Wenn der DB tatsächlich nicht Bestandteil der Mietsache ist, wurde das im Mietvertrag vermerkt? Wenn nicht, dann ist er Bestandteil der Mietsache, du hast ja das Haus gemietet und nicht nur eine Wohnung im Haus.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von hexefischer
26.12.2015, 19:55

Hallo Frau Meier ,

Danke für die Antwort. Sicher habe ich die Treppe zum Dachboden gesehen und für ok befunden. Da der Rahmen aber Leihen haft eingebaut und verschraubt wurde. Oder aber mit Spannung eingebaut wurde. Oder oder oder ich bin kein Schreiner und sehe das sich der Rahmen aus der Flur Decke löst, dass heißt dass über kurz oder lang die gesammte Leiter mit Rahmen rausfallen wird. Und nur das versuche ich zu verhindern. Ich bin vielleicht kein Schreiner aber den Rahmen einer Dachboden Leiter mit 4 Schrauben zu fixieren ist Stümperhaft und nicht vom Fachmann verbaut. 

LG   

0

Was möchtest Du wissen?