Muss ich für eine Dienstleistung zahlen wenn vorher kein Preis vereinbart wurde (siehe Details)?

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7 Antworten

Wie kommst du darauf, dass die Leistung für dich kostenlos wäre? Der erste Auftrag wurde doch auch gegen Vergütung ausgeführt.

Leistung und Gegenleistung sind doch das Normalste auf der Welt. Möchtest du für lau arbeiten? Sicher nicht.

Die rechtliche Grundlage stellt Par. 612 BGB dar. http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__612.html

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pershprinc 29.12.2015, 11:26

Der erste Auftrag war eine Sache, wo ich nachvollziehen konnte dass durch Arbeitsaufwand Kosten entstanden sind. Bei dem 2ten Auftrag dachte ich, dass es ein so geringer Aufwand sei, dass keine Kosten entstehen. Wie wenn ich z.B. zu Fielmann gehe und frage ob man meine Brille wieder richten könnte. Ein Arbeitsaufwand der umsonst ist.

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Interesierter 29.12.2015, 12:11
@pershprinc

Damit bist du im Irrtum.

Wenn du jemanden beauftragst, für dich eine Leistung zu erbringen, ist in jedem Fall mit Kosten zu rechnen. Verzichtet der Leistungserbringer auf eine Vergütung, dann ist das kulant von ihm. Einen Rechtsanspruch auf Leistung für lau hast du nicht!

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Lemo1991 29.12.2015, 11:39

Das ist aber nicht kostenlos weil es kostenlos per Gesetz ist, sondern weil Fielmann seine Kunden gerne behalten möchte und das daher aus Kulanz anbietet.

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Du musst die ortsübliche Vergütung zahlen. Die kann theoretisch auch höher sein, als die Vergütung, die Du vorher gezahlt hast. Du darfst bei Dienstleistungen immer davon ausgehen, dass Du das zu bezahlen hast, es sei denn es wurde ausdrücklich vereinbart, dass die Leistung umsonst erbracht wird. Zeit ist Geld. Kann man als Nichtunternehmer vielleicht nicht sofort nachvollziehen, ist aber so. Der Mitarbeiter, der die Leistung ausführt bekommt Lohn, der Staat will die Steuern und Sozialleistungen usw. Die Kulanzleistungen a la Fielmann, Apollo, Bode usw. sind schon vorab in die Preiskalkulation für die Brille eingeflossen. Die wissen aus Erfahrung, dass von 1000 Kunden x-100 etwas 1mal und weitere x-100 Kunden zweimal etwas nachgebessert haben wollen. Das dauert erfahrungsgemäß soundsoviel Minuten x Lohnkosten (inklusive Arbeitgeberanteil) und Sachkosten für die Kleinteile. Das Ergebnis wird dann auf die erwartete Zahl der verkauften Brillen verteilt und auf den Einkaufspreis pro Brille aufgeschlagen (neben anderen Aufschlägen). Das macht pro verkaufter Brille vielleicht 1 oder 2 EUR. Dein Dienstleistender müsste aber pro Kunde wesentlich mehr aufschlagen, um kostenlose Nebenleistungen erbringen zu können. Der verkauft wahrscheinlich nicht annähernd so viele Dienstleistungen wie Fielmann und Co. Brillen.

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das ist ein 2. Auftrag, der ohne diese Rückwärtsauktionen etc vergeben wurde ?

Eine stillschweigende Vereinbarung, nur gegen übliche Vergütung solche Dienste zu erledigen, ergibt sich aus dem BGB § 612.

Was Du als Kleinigkeit siehst, ist evtl. mit Anfahrtskosten verbunden sowie einem Aufwand für Dienstleister-Handwerker etc.

Anders natürlich bei Wucher, z. B Anfahrtskosten über 200 € bei dubiosen Schlüsseldiensten

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Du hast dieLeistung erhalten - und so eine "Kleinigkeit"kann es nicht gewesen sein, denn du hast Hilfe dafür benötigt. Natürlich musst du das bezahlen - du kannst doch nicht verlangen, dass Fremde für dich umsonst arbeiten!

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Wenn Du den Auftrag erteilt hast dann musst Du natürlich zahlen. Anfechtbar wäre es nur wenn der Preis unverhältnismäßig hoch ist.

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Wenn du die Dienstleistung angefordert hast und sie dementsprechend zufriedenstellend warst, musst du eigentlich zahlen. Ich würde trotzdem nachhaken warum kein Preis angegeben war. :)

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Hallo pershprinc,

Du hast einen Auftrag erteilt und dieser wurde angenommen( zwei Willenserklärungen). Der Auftrag wurde ordnungsgemäß ausgeführt. Du kanntest durch den ersten Auftrag die Preise des Dienstleisters. Also, Du solltest Die Rechnung zahlen.

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