muss ich für die kosten im tierheim aufkommen für den hund meines verstorb. bruders

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10 Antworten

Wenn man das Erbe nicht ausdrücklich innerhalb 6 Wochen ablehnt, hat man es automatisch angetreten und muss dann auch für alle Kosten aufkommen.

Im Fall des Hundes kann das Tierheim davon ausgehen, dass du ihn "in Pension" gegeben hast, bis DU für ihn ein neues Zuhause gefunden hast. Das kann teuer werden. Du solltest dort angeben, dass er weiter vermittelt werden soll, dann hätte es eine Aufnahmegebühr gekostet, und wäre für Dich dann erledigt.

Hi du meinst sicher die Abgabegebühr? Normalerweise bezahlt die jeder der ein Tier ins Tierheim bringt, mit Ausnahme von Fundtieren. Bezahlt das, lasst euch eine Quittung geben und geht zum Rechtsanwalt um das von der Stadt zurückzufordern, wenn ihr das Erbe nicht annimmt..

Rechtlich gesehen hast Du das Erbe angetreten, indem Du Dich um den Nachlaß gekümmert hast. Sicher hast Du auch seine Beerdigung bezahlt. Gibt's keine weiteren Erben? Kinder? Frau? Eltern? Was die Kosten fürs Tierheim betrifft: Hast Du den Hund nur in Pension gegeben oder komplett abgegeben? Das handhabt jedes Tierheim anders. Bei unserem Tierheim verlangt man für die Pension einen Tagessatz. Gibt man das Tier komplett ab, verlangt man einen einmaligen Betrag. Ich schlage Dir vor, nochmal mit der Tierheimleitung zu sprechen und denen klarzumachen, dass Du nach dem Tod in einem Ausnahmezustand warst und Du andere Sorgen hattest, als nach den Folgekosten zu fragen. Meist findet man eine einvernehmliche Lösung in Form einer Spende oder Ähnlichem.

was für kosten denn? normal bezahlt man einen beitrag, wenn man ein tier im tierheim abgibt und gut ist. und falls es sich bei den kosten um diesen beitrag halten sollte, ja den mußt du bezahlen.

Wenn Du das Erbe nicht innert Frist ausschlägst und das hast Du ja nicht, im Gegenteil, Du hast ja die Wohnung räumen lassen .... da urteilt das Gericht schon rechtens: Du hast das Erbe angetreten. Zur Erbmasse gehört nun aber eben auch der Hund und weil Du es versäumt hast diesen auch dem Tierheim zu übereignen (dafür gibt es Verträge...) konnte das Tierheim das Tier nicht vermitteln, dadurch sind Kosten entstanden die Du zu tragen hast.

Wenn dein Bruder kein Testament (oder Erbvertrag) errichtet hat, stellt sich die Frage, wer gesetzlicher Erbe geworden ist.

Hat dein Bruder Kinder, wären diese Erben geworden. Sind keine Kinder vorhanden, leben aber die Eltern noch, würden die Eltern zu gesetzlichen Erben berufen. Leben die Eltern nicht mehr, kommst du (und ggf. weitere Geschwister) als Erben in Betracht.

Die Erben haben die Möglichkeit, die Erbschaft auszuschlagen. Die Frist für die Ausschlagung beträgt sechs Wochen.

Bei gesetzlicher Erbfolge beginnt der Lauf dieser Frist mit dem Tag, an dem du vom Tod deines Bruders Kenntnis erlangt hast. Diese Frist könnte allerdings nach deiner Schilderung bereits verstrichen sein.

Liegt ein Testament vor, beginnt der Lauf der Ausschlagungsfrist erst ab Verkündung oder Eröffnung der Verfügung von Todes wegen durch das Nachlaßgericht.

Mit der Lebensversicherung zugunsten der Freundin hat dein Recht, die Erbschaft auszuschlagen, nichts zu tun. Problematisch ist allein die Frist von sechs Wochen.

Die Ausschlagung erfolgt zur Niederschrift beim Nachlaßgericht oder beim Notar.

Deine Vorgehensweise, wenn z. B. die Ausschlagungsfrist abgelaufen ist, sieht folgendermaßen aus:

Du verschaffst dir zunächst einen Überblick über die wirtschaftliche Situation deines Bruders. Sind Schulden vorhanden, stellt sich die Frage, ob der Nachlaß ausreicht, die Schulden zu decken. In diesem Fall könntest du als Erbe eine Nachlaßverwaltung anordnen lassen. Zuständig ist das Nachlaßgericht.

Reicht der Nachlaß nicht aus, um die Schulden zu tilgen, solltest du die Eröffnung des Nachlaßinsolvenzverfahrens beantragen. Damit stellst du sicher, daß du gegenüber den Gläubigern nicht mit deinem gesamten Vermögen haftest.

ich habe lediglich durch eine firma die wohnung räumen lassen und damit habe ich nach ansicht des amtsgerichtes das erbe angetreten.

Erbrecht ist ziemlich komplex, deswegen würde ich dir raten zum Anwalt zu gehen. Kommt natürlich immer auf die Kosten an.

Mfg

Das kannst du am besten im Tierheim erfragen. Und das Erbe gilt automatisch als angetreten, wenn man nicht ausdrücklich darauf verzichtet und dies schriftlich durch einen Notar dem Nachlassgericht mitteilt.

Panzerexpoteur 27.06.2014, 11:20

nur das geschwister im normalfall nix erben

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Wer hat den Hund ins Tierheim gebracht? Der muss es auch bezahlen.

na ja das wird die Welt nicht sein. Schau doch mal auf der Websites des Tierheimes ob da Angaben über Unterbringungskosten gemacht werden oder ruf dort an. Wenn du den Hund nicht zu dir nimmst, wird es wohl mehr Kosten geben.

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