Muss ich enorm hohe Gebühren zahlen?

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4 Antworten

Bei geschäftserfahrenen Gläubigern, geht die Rechtsprechung mehrheitlich davon aus, dass diese nicht auf die Hilfe eines Inkassodienstleisters angewiesen sind.

Bedienen sie sich doch eines Inkassobüros, so ist das ein Verstoß gegen die Schadensminderungspflicht des Gläubigers (§ 254 BGB). Der Schuldner muss die Inkassokosten (die im Massengeschäft sowieso nie anfallen) nicht erstatten.

Hauptforderung und ggf. Zinsen und 2,50 € pro Mahnung an den Gläubiger überweisen mit dem Vermerk "HF + Zinsen + Mahngebühren".

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Eine Klage expl wg vorgerichtlichen Inkassogebühren ist mangels Erfolgsaussichten recht unwahrscheinlich

Gib mal Infos zur Forderung

Hauptforderung /Inkassogebühren/Mahngebühren wie hoch ?

Lastschriftrückläufer ?

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Hi,

es kommt darauf an, welche Gebühren in welcher Höhe gefordert werden!

Nur die Hauptforderung zu bezahlen ist bestimmt nicht richtig!

Hier kannst du dich richtig informieren: http://www.schuldnerberatung-schickner.de/news/inkassokosten-zulassig-oder-nicht-/

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Kommentar von mepeisen
31.03.2016, 07:35

Nur die Hauptforderung zu bezahlen ist bestimmt nicht richtig!

Ja, Gebühren für Rücklastschrift und Briefporto, sowie einige Cent Zinsen sind ebenso zu zahlen. Mehr bei geschäftserfahrenen Gläubigern nicht.

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Da hängt alles an den Umständen. Wird die Forderung zu recht erhoben, dann musst du auch das Inkassounternehmen bezahlen.

Ist die Forderung unberechtig, dann nimm etwas Geld in die Hand und bezahl einen Anwalt, der der Forderung wirksam widerspricht. In jedem Fall vermeide es überhaupt etwas zu bezahlne, bis dein Anwalt dir dazu rät.

Denn wenn du z.B. auf ein "Vergleichsangebot", etwa der debcon eingehts, um deine Ruhe zu haben dann ist das ein Schuldeingeständnis und andere Forderungen werden folgen.

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Kommentar von kevin1905
30.03.2016, 16:12

Wird die Forderung zu recht erhoben, dann musst du auch das Inkassounternehmen bezahlen.

So einfach ist es dann aber doch nicht. Siehe mein Beitrag.

Ist die Forderung unberechtig, dann nimm etwas Geld in die Hand und bezahl einen Anwalt, der der Forderung wirksam widerspricht.

Das kommt wirtschaftlich doch für die Fragestellerin aufs gleiche raus. Einen Anwalt bräuchte es nur im Falle einer Klage und davon sind wir wohl noch etwas entfernt.

Einen schnöden Widerspruch als Dreizeiler kann die Fragestellerin notfalls auch selbst formulieren. Obligatorische Schufa-Klausel (§ 28a BDSG) rein und fertig.

Denn wenn du z.B. auf ein "Vergleichsangebot", etwa der debcon eingehts, um deine Ruhe zu haben dann ist das ein Schuldeingeständnis und andere Forderungen werden folgen.

Ein Schuldanerkenntnis kann nur schriftlich abgegeben werden (§ 781 BGB).

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Kommentar von franneck1989
30.03.2016, 16:12

Wird die Forderung zu recht erhoben, dann musst du auch das Inkassounternehmen bezahlen.

Falsch. Die Erstattungsfähigkeit von Inkassogebühren muss gesondert von der Hauptforderung betrachtet werden. In den seltensten Fällen muss man die als Verbraucher bezahlen

Ist die Forderung unberechtig, dann nimm etwas Geld in die Hand und bezahl einen Anwalt, der der Forderung wirksam widerspricht.

Bei einer unberechtigten Forderung verpulvert man kein Geld für einen Anwalt. Die Gegenseite muss beweisen.

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