Muss ich eine technische Funktionsweise zitieren (Bachelorarbeit)?

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2 Antworten

Du musst keine (wörtlichen) Zitate einfügen, aber du musst auf jeden Fall über Fußnoten oder verkürzte Literaturangaben in Klammern im Text auf deine Quellen verweisen.

Tust du das nicht, bleibt unklar, woher du deine Informationen hast, aber das ist beim wissenschaftlichen Arbeiten das Wichtigste.

Ok, ich habe bei einer Arbeit gesehen, dass jemand folgendes gemacht hat:

an der Headline [1] und dann in der Fußnote [1][CANCoAr]

[CANCoAr] CAN Controller Area Networks

Wolfhard Lawrenz(Hrsg) (2000)

ISBN 3-7785-2780-0

Wie kommt man auf  CANCoAr, weißt du wonach man bei Google suchen muss, damit ich es in Word einstellen kann? Oder hat die Person es selbst so gewählt?

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@lukasD1993

Prinzipiell ist es natürlich nicht verkehrt, sich an anderen zu orientieren, aber das kommt mir etwas spanisch vor. Allein weil man die ISBN-Nummer eigentlich nicht zitiert.

Ich würde es so machen:

1 (hochgestellt) Lawrenz, Wolfhard (Hrsg.): CAN Controller Area Networks, 2000, S. xy.

Wichtig ist, dass Autor, Name des Buches (oder des Dokuments), Jahr und Seite erkennbar sind. Auf eigenwillige Abkürzungen wie in deinem Beispiel würde ich eher verzichten, stattdessen bei mehrfacher Verwendung eine Kurzform aus Nachname, Jahreszahl und Seite benutzen:

Lawrenz 2000, S. xyz.

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@Ansegisel

Ok, danke.

Ich habe die freie Wahl.

also wenn ich jetzt ein Text über Hamster schreibe und ich die Infos aus drei Texte, habe kann ich das dann so machen:

2.1 Hamster in der Wildnis [1] (also direkt hinter dem Titel, hochgestellt)

Text mit Fußnote [1]

dann im Literaturverzeichnis:

[1] Buch 1...Buch 2.. Buch 3... (immer jeweils mit Autor..Jahr..etc.)

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Wie Ansegisel schon schreibt: Einfach am Ende des jeweiligen Abschnitts z.B. [1]

Und dann im Literaturverzeichnis unter [1] bitte nicht z.B. "Grundlagen der Elektrotechnik", sondern die exakte Stelle mit Auflagennummer und vor Allem Seitenzahl.

Ok, ich habe bei einer Arbeit gesehen, dass jemand folgendes gemacht hat:

an der Headline [1] und dann in der Fußnote [1][CANCoAr]

[CANCoAr] CAN Controller Area Networks

Wolfhard Lawrenz(Hrsg) (2000)

ISBN 3-7785-2780-0

Wie

kommt man auf  CANCoAr, weißt du wonach man bei Google suchen muss,

damit ich es in Word einstellen kann? Oder hat die Person es selbst so

gewählt?

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@lukasD1993

Es ist auch möglich, dass man statt Literaturkürzeln wie [1], [2] eigene Kürzel verwendet. Das hat einerseits den Vorteil, dass man sich beim Lesen besser erinnert, auf welche Quelle man sich bezieht, andererseits hat es aber auch den Nachteil, dass es den Lesefluss stört und in vielen Fällen die Quelle während des Lesens ohnehin unwichtig ist.

Wissenschaftliche Journale haben da jeweils eigene Vorgaben, an die sich die Autoren halten müssen, wenn sie etwas einschicken wollen. An deiner Stelle würde ich mich aber an das halten, was an dem Institut üblich ist, an dem du deine Arbeit schreibst. Schau einfach mal in Bachelorarbeiten anderer Leute am gleichen Institut, oder in Artikeln, die das Institut selbst veröffentlich hat.

Wenn du die Wahlfreiheit hast empfehle ich die Nummerierung mit [1], [2], ... Also nicht alphabetisch durchnummerieren, sondern nach der Reihenfolge in der die Quellen erstmalig im Text verwendet werden.

Wenn du trotz der Nummerierung statt markanter Kürzel willst, dass die Leser gleich wissen um welche Quelle es sich handelt kannst du am Ende oder Anfang des Absatzes sowas in der Art schreiben: "Wie H. Müller in seiner Studie aus dem Jahr 2009 gezeigt hat [1], kommen rosa Kaninchen in der freien Wildbahn sehr selten vor."

Was sich dann hinter der Quelle [1] im Literaturverzeichnis verbirgt hängt auch stark vom Stil ab. Auch hier solltest du dich an deinem Institut orientieren. Je nachdem ob es sich bei der Quelle um einen Artikel, ein Buch oder ein Handbuch handelt werden auch unterschiedliche Details bei der Quellenangabe in einer anderen Reihenfolge erwähnt.

Verwendest du LaTeX? Dann kannst du dir zu vielen Büchern und Artikeln die .bib-Datei besorgen, in der alle Details zu finden sind. LaTeX verwendet dann automatisch aus dieser Datei nur die Inhalte, die bei dem von dir eingestellten Zitierstil verwendet werden sollen.

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@Comment0815

Ok, danke.

Ich habe die freie Wahl.

also wenn ich jetzt ein Text über Hamster schreibe und ich die Infos aus drei Texte, habe kann ich das dann so machen:

2.1 Hamster in der Wildnis [1] (also direkt hinter dem Titel, hochgestellt)

Text mit Fußnote [1]

dann im Literaturverzeichnis:

[1] Buch 1...Buch 2.. Buch 3... (immer jeweils mit Autor..Jahr..etc.)

Nein, Word und nicht LaTeX. Word macht auch anstatt [1] nur (1)

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@lukasD1993

Fußnoten werden nur selten verwendet. Ich würde die Fußnote einfach weglassen. Einfach [1] in den Text. Beim Titel würde ich es auch nicht machen, sondern eher am Ende des Absatzes. Außer du hast den gesamten Absatz relativ exakt übernommen.

Generell gilt: Es gibt keine klaren Regeln, wenn du keine Vorgaben von deinem Institut hast. Hauptsache ist, dass es übersichtlich ist und eindeutig erkennbar. Ich würde einfach ein paar Abschlussarbeiten von anderen Leuten anschauen und dann aussuchen, was dir am besten erscheint. Und wie gesagt: Was wirklich viele vergessen (auch du in deinem kurzen Beispiel gerade eben) ist die Seitenzahl. Niemand will ein ganzes 1000 Seiten langes Buch nach der zitierten Stelle durchsuchen. Das wirkt dann eher so, als wolltest du deine Quelle absichtlich ein bisschen verschleiern.

Wenn du LaTeX verwendest würde ich an deiner Stelle den Zitierstil aus einer Zeitschrift (z.B. IEEE) verwenden. Die stellen soweit ich weiß offiziell eine LaTeX-Vorlage zur Verfügung, in der das schon alles enthalten ist.

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