Muss ich eine Steuererklärung abgeben, weiß das jemand ?

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6 Antworten

Grundsätzlich musst du bei Lohnsteuerklasse eins keine Steuererklärung abgegeben. 

Wenn du Einkommensteuer zahlst, wird sich die Erklärung aber sicher für dich lohnen. Oder willst du Geld verschenken?

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Kommentar von ququ1990
18.06.2016, 13:00

"2016 gilt: Liegt Ihr Einkommen über 8.652 Euro pro Jahr, müssen Sie eine Steuererklärung abgeben – sonst droht ein Zwangsgeld und ein Verspätungszuschlag." 

Quelle: Internetseite der VLH

Mein Einkommen liegt über 8.652 € pro Jahr, das heißt doch ich müsste eine abgeben oder irre ich mich? Oder fällt das weg, weil ich in der Steuerklasse 1 bin?

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Nein - nach deinen Informationen musst du keine Einkommensteuererklärung abgeben.

Weshalb nicht, kannst du auf dieser Internetseite lesen (weiter unten):

http://www.finanztip.de/steuerklaerung-abgabeplicht/

Jedoch würde es sich sicherlich lohnen, wenn du eine abgeben würdest, denn vermutlich erhältst du eine Steuer-Rückerstattung.

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Kuckst Du ins Gesetz!

Einkommensteuergesetz (EStG)
§ 46 Veranlagung bei Bezug von Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit

(1) (weggefallen)

(2) Besteht das Einkommen ganz oder teilweise aus Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit, von denen ein Steuerabzug vorgenommen worden ist, so wird eine Veranlagung nur durchgeführt,

1.
wenn die positive Summe der einkommensteuerpflichtigen Einkünfte, die nicht dem Steuerabzug vom Arbeitslohn zu unterwerfen waren, vermindert um die darauf entfallenden Beträge nach § 13 Absatz 3 und § 24a, oder die positive Summe der Einkünfte und Leistungen, die dem Progressionsvorbehalt unterliegen, jeweils mehr als 410 Euro beträgt;
2.
wenn der Steuerpflichtige nebeneinander von mehreren Arbeitgebern Arbeitslohn bezogen hat; das gilt nicht, soweit nach § 38 Absatz 3a Satz 7 Arbeitslohn von mehreren Arbeitgebern für den Lohnsteuerabzug zusammengerechnet worden ist;
3.
wenn bei einem Steuerpflichtigen die Summe der beim Steuerabzug vom Arbeitslohn nach § 39b Absatz 2 Satz 5 Nummer 3 Buchstabe b bis d berücksichtigten Teilbeträge der Vorsorgepauschale größer ist als die abziehbaren Vorsorgeaufwendungen nach § 10 Absatz 1 Nummer 3 und Nummer 3a in Verbindung mit Absatz 4 und der im Kalenderjahr insgesamt erzielte Arbeitslohn 11 000 Euro übersteigt, oder bei Ehegatten, die die Voraussetzungen des § 26 Absatz 1 erfüllen, der im Kalenderjahr von den Ehegatten insgesamt erzielte Arbeitslohn 20 900 Euro übersteigt;
3a.
wenn von Ehegatten, die nach den §§ 26, 26b zusammen zur Einkommensteuer zu veranlagen sind, beide Arbeitslohn bezogen haben und einer für den Veranlagungszeitraum oder einen Teil davon nach der Steuerklasse V oder VI besteuert oder bei Steuerklasse IV der Faktor (§ 39f) eingetragen worden ist;
4.
wenn für einen Steuerpflichtigen ein Freibetrag im Sinne des § 39a Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3, 5 oder Nummer 6 ermittelt worden ist und der im Kalenderjahr insgesamt erzielte Arbeitslohn 11 000 Euro übersteigt oder bei Ehegatten, die die Voraussetzungen des § 26 Absatz 1 erfüllen, der im Kalenderjahr von den Ehegatten insgesamt erzielte Arbeitslohn 20 900 Euro übersteigt; dasselbe gilt für einen Steuerpflichtigen, der zum Personenkreis des § 1 Absatz 2 gehört oder für einen beschränkt einkommensteuerpflichtigen Arbeitnehmer, wenn diese Eintragungen auf einer Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug (§ 39 Absatz 3 Satz 1) erfolgt sind;
4a.
wenn bei einem Elternpaar, bei dem die Voraussetzungen des § 26 Absatz 1 Satz 1 nicht vorliegen,
a)
bis c) (weggefallen)
d)
im Fall des § 33a Absatz 2 Satz 5 das Elternpaar gemeinsam eine Aufteilung des Abzugsbetrags in einem anderen Verhältnis als je zur Hälfte beantragt oder
e)
im Fall des § 33b Absatz 5 Satz 3 das Elternpaar gemeinsam eine Aufteilung des Pauschbetrags für behinderte Menschen oder des Pauschbetrags für Hinterbliebene in einem anderen Verhältnis als je zur Hälfte beantragt.
2Die Veranlagungspflicht besteht für jeden Elternteil, der Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit bezogen hat;
5.
wenn bei einem Steuerpflichtigen die Lohnsteuer für einen sonstigen Bezug im Sinne des § 34 Absatz 1 und 2 Nummer 2 und 4 nach § 39b Absatz 3 Satz 9 oder für einen sonstigen Bezug nach § 39c Absatz 3 ermittelt wurde;
5a.
wenn der Arbeitgeber die Lohnsteuer von einem sonstigen Bezug berechnet hat und dabei der Arbeitslohn aus früheren Dienstverhältnissen des Kalenderjahres außer Betracht geblieben ist (§ 39b Absatz 3 Satz 2, § 41 Absatz 1 Satz 6, Großbuchstabe S);
6.
wenn die Ehe des Arbeitnehmers im Veranlagungszeitraum durch Tod, Scheidung oder Aufhebung aufgelöst worden ist und er oder sein Ehegatte der aufgelösten Ehe im Veranlagungszeitraum wieder geheiratet hat;
7.
wenn
a)
für einen unbeschränkt Steuerpflichtigen im Sinne des § 1 Absatz 1 bei der Bildung der Lohnsteuerabzugsmerkmale (§ 39) ein Ehegatte im Sinne des § 1a Absatz 1 Nummer 2 berücksichtigt worden ist oder
b)
für einen Steuerpflichtigen, der zum Personenkreis des § 1 Absatz 3 oder des § 1a gehört, Lohnsteuerabzugsmerkmale nach § 39 Absatz 2 gebildet worden sind; das nach § 39 Absatz 2 Satz 2 bis 4 zuständige Betriebsstättenfinanzamt ist dann auch für die Veranlagung zuständig;
8.
wenn die Veranlagung beantragt wird, insbesondere zur Anrechnung von Lohnsteuer auf die Einkommensteuer. 2Der Antrag ist durch Abgabe einer Einkommensteuererklärung zu stellen.

(3)

1

In den Fällen des Absatzes 2 ist ein Betrag in Höhe der einkommensteuerpflichtigen Einkünfte, von denen der Steuerabzug vom Arbeitslohn nicht vorgenommen worden ist und die nicht nach § 32d Absatz 6 der tariflichen Einkommensteuer unterworfen wurden, vom Einkommen abzuziehen, wenn diese Einkünfte insgesamt nicht mehr als 410 Euro betragen.

2

Der Betrag nach Satz 1 vermindert sich um den Altersentlastungsbetrag, soweit dieser den unter Verwendung des nach § 24a Satz 5 maßgebenden Prozentsatzes zu ermittelnden Anteil des Arbeitslohns mit Ausnahme der Versorgungsbezüge im Sinne des § 19 Absatz 2 übersteigt, und um den nach § 13 Absatz 3 zu berücksichtigenden Betrag.

(4)

1

Kommt nach Absatz 2 eine Veranlagung zur Einkommensteuer nicht in Betracht, so gilt die Einkommensteuer, die auf die Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit entfällt, für den Steuerpflichtigen durch den Lohnsteuerabzug als abgegolten, soweit er nicht für zuwenig erhobene Lohnsteuer in Anspruch genommen werden kann.

2

§ 42b bleibt unberührt.

(5) Durch Rechtsverordnung kann in den Fällen des Absatzes 2 Nummer 1, in denen die einkommensteuerpflichtigen Einkünfte, von denen der Steuerabzug vom Arbeitslohn nicht vorgenommen worden ist und die nicht nach § 32d Absatz 6 der tariflichen Einkommensteuer unterworfen wurden, den Betrag von 410 Euro übersteigen, die Besteuerung so gemildert werden, dass auf die volle Besteuerung dieser Einkünfte stufenweise übergeleitet wird.

Fußnote

(+++ § 46: Zur Anwendung vgl. § 52 +++)

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Kommentar von ququ1990
18.06.2016, 13:05

Wird man vom Finanzamt selbst kontaktiert oder muss ich mich selbst dort melden, wenn eine Steuererklärung nötig ist.

Danke 

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Eine Steuerklärung musst du warscheinlich nicht abgeben.

Das ist nur pflicht wenn du selbstständig bist oder nicht Versteuerte einkünfte hast z.B. aus ausländischen Fonds oder Mieteinnamen.

Oder wenn du dir Steuerfreibeträge bei Steuerklasse 1 vorher eintragen lassen hast.



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Kommentar von ququ1990
18.06.2016, 13:03

2016 gilt: Liegt Ihr Einkommen über 8.652 Euro pro Jahr, müssen Sie eine Steuererklärung abgeben – sonst droht ein Zwangsgeld und ein Verspätungszuschlag." 

Quelle: Internetseite der VLH

Mein Einkommen liegt über 8.652 € pro Jahr, das heißt doch ich müsste eine abgeben oder irre ich mich? Oder fällt das weg, weil ich in der Steuerklasse 1 bin?

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würde ich auf jedenfall machen, Krankenkassebeiträge, Pflegekassenbeitr., alles was mit Arztquittungen, Massage usw, Fahrt zur Arbeit, Arbeitsbekleidung, versch. Versicherungen kann man alles von der Steuer absetzen und denke gerade bei dir müßte da was zurück kommen!

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Hallo.

Also im Namen des Finanzamtes kann ich dir sagen: geb keine EkSt.-Erklärung ab.... ^^

Aber wie oben schon mehrfach gesagt kann ich dir nur raten eine abzugeben - es ist dein Geld.

Bei so einem geringen Einkommen hat niemand ein interesse auf dein EkSt.-Erlärung. Dir wird also nichts passieren, wenn Du keine abgibst.

MfG

Ingoro

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Kommentar von Bakaroo1976
19.06.2016, 15:36

Der Imperativ Singular des Verbs geben lautet gib.

Geb ist die erste Person Singluar Präsens des Verbs geben - ich geb(e).

PS: Schön, dass Du im Namen des Finanzamts etwas sagen kannst. Wie kommt man zu dieser Ehre? Die Abgabepflicht ergibt sich aus dem Gesetz - das Finanzamt kann da gar nix entscheiden.

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