Muß ich eine Rechnung bezahlen trotz einem nicht unterschriebenen Angebotes

7 Antworten

Hallo, der Handwerker hat Dir sein schriftliches Angebot abgegeben und Du hast dieses Angebot durch Dein Handeln, ihn dieses Angebot auf  Deinem Bau auch tatsächlich durchführen zu lassen, kraft "kongruenten Verhaltens" angenommen. D.H. Ihr habt so einen gemeinsamen Vertrag geschlossen. Daher muss der Unternehmer auch sein Geld lt. Angebot dafür kriegen. Nur wenn er Fehler produziert hat, hast Du das Recht, von ihm die Beseitigung dieser Fehler zu verlangen oder kannst von der Rechnung Geld abziehen. Dies aber erst, wenn er die Mängelbeseitigung nachweisbar ablehnt oder bis zum per Einschreiben nachgewiesenen Termin nicht erledigt. Warum gönnst Du Deinem Handwerker nicht sein (wohlverdientes?) Geld?

Nachdem die Leistung offensichtlich erbracht wurde, wirst Du ggfs. gerichtlich Schwierigkeiten bekommen, zu erklären, warum Dir das

  • nicht früher aufgefallen,
  • erst nach Zusendung einer Rechnung eigefallen ist.

Natürlich kannst Du - wenn Du beweisen kannst, dass der Handwerker ohne Auftrag gehandelt hat, verlangen, dass er die Arbeiten rückgängig macht. Aber ob das dann billiger wird?

weder muss das Angebot von Dir unterschrieben werden noch muss eine Auftragserteilung schriftlich vorliegen; ihr habt Euch sicher mündlich geeinigt; warum solltest Du auch ein Angebot bestätigen; ich kann mir nicht vorstellen, dass er einfach angefangen hat zu arbeiten ohne dass Du damit einverstanden warst; wenn Du wirklich nicht sein Angebot annehmen wolltest, warum hast Du ihn dann die Arbeiten ausführen lassen; mit "Trubel" des Bauens hat das doch nichts zu tun; dadurch dass Du ihn hast arbeiten lassen, liegt eine Annahme des Angebotes vor.

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