Muß ich eine Rechnung bezahlen trotz einem nicht unterschriebenen Angebotes

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9 Antworten

Nachdem die Leistung offensichtlich erbracht wurde, wirst Du ggfs. gerichtlich Schwierigkeiten bekommen, zu erklären, warum Dir das

  • nicht früher aufgefallen,
  • erst nach Zusendung einer Rechnung eigefallen ist.

Natürlich kannst Du - wenn Du beweisen kannst, dass der Handwerker ohne Auftrag gehandelt hat, verlangen, dass er die Arbeiten rückgängig macht. Aber ob das dann billiger wird?

Das kommt auf die "Schlüssigkeit Deines handelns" an.
Dazu gehört beispielsweise: Du hast ihm mündlich gesagt: "Bau es ein." oder Du hast während des Einbaues keinen Einspruch eingelegt, obwohl Du gesehen hattest, dass er es eingebaut hat oder Du hast unmittelbar nach dem Du den Einbau gesehen hast, geäußert das Du zufrieden bist oder Du hast unmittelbar nachdem Du den Einbau bemerkt hattest, nichts getan.
In allen anderen Fällen wirst Du ja unverzüglich nachdem Du von dem Einbau gewusst hast, einen Einspruch eingelegt. Beispielsweise in dem Du gesagt hast: "Das will ich nicht."
Dann gilt es an dem Handwerker zu beweise, dass Du es doch wolltest.
Ansonsten macht sich der Handwerker Ersatzpflichtig, also Wiederherstellung ds vorherigen Zustandes auf seine Kosten.

Hallo, der Handwerker hat Dir sein schriftliches Angebot abgegeben und Du hast dieses Angebot durch Dein Handeln, ihn dieses Angebot auf  Deinem Bau auch tatsächlich durchführen zu lassen, kraft "kongruenten Verhaltens" angenommen. D.H. Ihr habt so einen gemeinsamen Vertrag geschlossen. Daher muss der Unternehmer auch sein Geld lt. Angebot dafür kriegen. Nur wenn er Fehler produziert hat, hast Du das Recht, von ihm die Beseitigung dieser Fehler zu verlangen oder kannst von der Rechnung Geld abziehen. Dies aber erst, wenn er die Mängelbeseitigung nachweisbar ablehnt oder bis zum per Einschreiben nachgewiesenen Termin nicht erledigt. Warum gönnst Du Deinem Handwerker nicht sein (wohlverdientes?) Geld?

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