Muss ich eine Abgeltungssteuer auch ohne normales Einkommen zahlen?

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5 Antworten

Ja, du musst die Abgeltungssteuer erst einmal bezahlen, bzw. normalerweise macht dein Broker das für dich. (Es gibt einige Ausnahmen, z.B. einige - nicht alle - ausländischen Broker.) 

Aber du kannst dir die zu viel gezahlte Abgeltungssteuer in deiner nächsten Steuererklärung zurückholen. Dazu füllst du einfach die Anlage KAP aus, aus der ja die gezahlte Abgeltungssteuer hervorgeht. Außerdem gibst du alle deine anderen Einnahmen an. Wenn diese unterhalb des Existenzminimums liegen (2017: EUR 8.820,- pro Jahr), bekommst du alles zurück. Wenn du etwas mehr verdienst, werden die Einnahmen aus Kapitalerträgen zu deinem persönlichen Steuersatz (z.B. 10%) versteuert. Du bekommst also immer noch was zurück. 

Und wenn du einmal reich wirst und mehr als 25% Steuern zahlst, dann bleibt es trotzdem bei den 25% Abgeltungssteuer. Du zahlst dann also 25% Steuern auf deine Kapitalerträge und einen höheren Steuersatz, z.B. 35%, auf dein übrigen Einnahmen.

Du bekommst also immer noch was zurück. 

Nur wenn er vorher etwas gezahlt hat, würde mal schätzen der ausländische Broker zieht keine Kapitalertragssteuer raus, daher ist bisher gar nicht besteuet worden.

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Grundsätzlich ist JEDES Einkommen steuerpflichtig. Um festzustellen, ob der Grundfreibetrag überschritten ist, musst du natürlich eine Steuererklärung abgeben.

Wirr.

Also du hast einen ausländischen Broker. Bedeutet der zieht dir KEINE Kapitalertragssteuer raus, ergo bist du abgabepflichtig zur Einkommensteuererklärung.

In der Anlage KAP beantragst du die Günstigerprüfung für alle Kapitalerträge, da dein Steuersatz wahrscheinlich unter 25% liegen wird.

Wenn du weitere Einkünfte hast zu denen du leider keine Informationen gibst, werden diese ebenfalls berücksichtigt. Bleit dein zVE in Summe unter 8.820,- € hast du keine Steuerlast.

Erstens:

wenn über 10.000 Euro bei dem Broker verdient wird, ist der steuerfreie Grundbetrag auf alle Fälle überschritten. Dann muss zwingend eine Steuererklärung abgegeben werden, zumal wenn keine Abgeltungsteuer einbehalten wurde.
Gemeinsam mit den übrigen Einkünften wird dann das zu versteuerende Einkommen ermittelt. Und auf dieses wird dann die zu zahlende Steuer berechnet und die (möglicherweise) vorausgezahlten Beträge (Abgeltungsteuer) abgezogen. Der Rest muss gezahlt werden oder wird erstattet.

Als Student kann man eine NV-Bescheinigung beim Finanzamt beantragen, dann werden Zinsen und Erträge Steuerfrei gutgeschrieben. Übersteigen die Erträge die ca. 8.800€ Grenze, mußt Du die NV-Bescheinigung wieder abgeben und Deine Einkünfte versteuern. 

Bringt nur nichts bei einem Broker der keine Steuern einbehält.

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@kevin1905

Dafür wird diese Bescheinigung weder gebraucht, noch ist sie dafür gedacht. Sie ist sinnvoll sofern gleichzeitig im Inland Erträge anfallen. Gleichwohl sind ausländische Erträge über die Steuererklärung zu deklarieren. Im Jahresverlauf fallen mit NV keine Steuerabzüge an. Dies ist im vorliegenden Fall auch berechtigt und sinnvoll. Abgerechnet wird dann am Jahresende mit Steuererklärung

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