Muss ich ein privat verkauftes Auto zurücknehmen ?

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2 Antworten

Eine pauschale Aussage ist hier nicht machbar. 

Generell ist aber festzuhalten, dass ein rechtswirksamer Gewährleistungsausschluss vereinbart wurde. Die Ergänzung "gekauft wie gesehen" hättest du dir sparen können, da sie rechtlich gar nichts aussagt. 

Nun kommt es zunächst darauf an, welche Mängel der Käufer reklamiert und ob deine Aussage "ich wusste von diesen Mängeln nichts" haltbar bzw. glaubwürdig ist. 

Generell würde ich aber dazu tendieren, dass du das Fahrzeug weder zurücknehmen, noch instand setzen musst. 

Offensichtliche Mängel wären bei der Begutachtung und Probefahrt zu erkennen gewesen. Verdeckte Mängel hättest du nicht zwingend erkennen müssen. Für eine andere Betrachtungsweise liegt die Beweislast beim Käufer. 

Weiter stellt sich die Frage, ob die vom Käufer reklamierten "Mängel" tatsächlich Sachmängel im Sinne von § 434 BGB darstellen oder ob es sich dabei einfach nur um Verschleiss handelt, der bei älteren Autos mit entsprechender Laufleistung vollkommen normal und erwartbar ist. 

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sral12 11.01.2016, 22:26

Vielen Danke für diese Ausführliche Antwort!

Das war die erste Nachricht nach dem Kauf vom Käufer:

Warum lässt der Wagen sich zwischendurch schlecht schalten?
Auch der kleine Spoiler vorne wurde schon mit Kabelbinder festgemacht...
Die Lüftung funktioniert nicht, der Zigarettenanzünder auch nicht....
Werde den Wagen am Montag in einer Werkstatt vorstellen... Werde es mal feststellen lassen was alles defekt ist.
Im Vertrag steht nur Beule am Kotflügel und die Beifahrertür !!!!

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In dem Vertrag ist die Sachmängelhaftung ausgeschlossen. Privatleute dürfen das. Also müsste der Käufer nachweisen, daß Du ihm Mängel arglistig verschwiegen hast. Wird er kaum können. Also bleib ruhig.

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