Muss ich ein Aufhebungsvertrag unterschreiben, wenn der AG mir einen neuen Vertrag in seiner neuen Firma anbietet?

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2 Antworten

Du musst keinen Aufhebungsvertrag unterschreiben und solltest das auch nicht tun.

Wenn der AG die Firma schließt, muss er den AN ordentlich kündigen. Wenn in Deinem Arbeitsvertrag nichts anderes vereinbart ist und auch kein entsprechender Tarifvertrag Anwendung findet, hast Du nach § 622 Abs. 2 eine Kündigungsfrist von zwei Monaten zum Monatsende. Dein Noch-AG kann Dir erst zum 31. Januar kündigen und muss Dich auch bis dort bezahlen. Ob die Firma dann noch existiert oder nicht, spielt keine Rolle.

Melde Dich so schnell wie möglich beim Arbeitsamt als arbeitssuchend. Wenn die Firma geschlossen ist und Du hast noch Lohnforderungen, kannst Du dem AG eine Mahnung mit Fristsetzung schicken. Zahlt er nicht, kann man das Geld beim Arbeitsgericht einklagen. Ob die Firma noch besteht oder nicht, spielt keine Rolle.

Sollte der AG Insolvenz beantragen, bekommst Du Insolvenzgeld. Hier ein paar Infos:

https://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/BuergerinnenUndBuerger/FinanzielleHilfen/Insolvenzgeld/index.htm

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Kommentar von Jonny73
09.11.2015, 19:47

Danke für die Antwort.

Bei uns wird der Bundesrahmentarifvertrag für das Baugewerbe angewendet. Und ich weiß nicht, ob in diesem so etwas vereinbart sein könnte. Muss mir den mal in Ruhe durchlesen.

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eine Sperrung kann sein. Lass dich betriebsbedingt kündigen und such dir etwas Neues

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