Muss ich die Jacke zurück schicken?

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9 Antworten

Kläre das mit amazon ab. Dem Verkäufer solltest Du auf keinen Fall auch nur einen Cent zahlen. Das muss alles über amazon laufen.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Irrtum-bei-Preisangabe-Haendler-darf-abgeschlossenen-Kaufvertrag-anfechten-156863.html

Der Kaufmann darf sich auf Irrtum berufen.

Ich würde mich da trotzdem mal mit Amazon in Verbindung setzen. So etwas sollte doch aus Kulanz schon nicht so gehandelt werden.

Zurückschicken kann er aber nicht von Dir verlangen. Er kann die Jacke abholen lassen. Und zuerst muß Geld plus Porto wieder auf Deinem Konto sein.

Der Händler hat seine Willenserklärung womöglich nach § 119 Abs. 1 oder § 120 BGB angefochten. Für den Fall bestünde ein Herausgabeanspruch aus EBV.

Hallo,

so einen ähnlichen Fall hatte mal meine Freunden bei nem paar Schuhe, welches sie über einen 3. bei Amazon erworben hatte.

Sie hatte damals glaube ich 8€ bezahlt aber der richtige Preis wäre gewesen 28€!

Die wollten auch umgehend dann das restliche Geld von ihr oder sie solle die Schuhe zurückschicken, auf eigene Kosten!

Ich habe dem Verkäufer dann eine Mail geschrieben, das die Schuhe hier bei uns verpackt stehen und nur noch durch den vom Verkäufer beauftragten Paketdienst abgeholt werden müßten, also auf Kosten des Verkäufers!

Ich glaube, die Schuhe warten heute noch auf eine Abholung!

Das lohnt sich doch nicht aber Du mußt auch nicht für die Fehler des Verkäufers gerade stehen. Willst DU aber die Differenz nicht bezahlen, muss der Verkäufer für den Versand der Jacke selbst aufkommen, da ja der Fehler bei diesem liegt!

brauchst du nicht. der verkäufer kann dir auch kein geld abbichen. ich bin selbst verkäufer auf amazon. hat pech gehabt. er kann dir nur geld gutschreiben jedoch nicht abbuchen

Auch das ist Unsinn, der Betrag kann schließlich zwangsvollstreckt werden.

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Hallo Streetstyler96,

du musst weder die Jacke zurückschicken noch dem Händler die geforderten 30 € zusätzlich bezahlen!

Denn wenn der Artikel mit einem Preis von 2 € angeboten wird und du bestellst den zu diesem Preis, dann machst du dem Händler ein Kaufangebot, die Jacke eben für diese 2 Eus kaufen zu wollen.

Wenn er dein Angebot annimmt und dir die Jacke/den Artikel zu diesem Preis liefert, dann ist der Kaufvertrag zustande gekommen.

Wenn der Artikel falsch ausgezeichnet war, dann hätte der Händler das vor der Versendung merken und dir die Jacke gar nicht liefern dürfen.

Vor ein paar Wochen gab es mal bei amazon.co.uk (also in England) einen ähnlichen Fall:

Eine Firma, die die Preise vergleichen soll und dann die Preise auf Amazon entsprechend ändern soll, hatte einen Softwarefehler. So wurden viele Artikel auf Amazon auf einen Preis von 0,99 Pfund Sterling angeboten.

Viele haben bestellt und auch eine Bestellbestätigung erhalten. Erst dann stellte man fest, dass da ein Fehler unterlaufen sei!

Liebe Grüße

ichausstuggi

Das ist keine juristische Antwort. Ein Anspruch mag entstanden sein, aber eben auch untergegangen. Der britische Amazon-Fall drehte sich um einen anderen Sachverhalt in einem anderen Rechtsgebiet.

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Hallo, nein, du musst die Jacke nicht zurück schicken und auch nicht die 30€ bezahlen. Wenn dem Anbieter bei der Preisauszeichnung ein Fehler passiert, so ist das dessen Problem, nicht deins. Rechtlich kann der dir nichts, du hast einen gültigen Kaufvertrag.

Nein, der Kaufmann darf sich auf Irrtum berufen.

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@Menuett

Den muss er vor Gericht aber erst mal glaubhaft darlegen können, um damit durchzukommen. Bei den ganzen eBay - Urteilen und bei dieser Sachlage, halte ich das für nahezu unmöglich.

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@Tisza

Erstens ist eine Glaubhaftmachung - die sich ja wohl mit tatsächlichen Umständen befasst - nicht von Urteilen abhängig. Zweitens ist die fehlerhafte Preisauszeichnung bei einem Preis von zwei Euro auch alles andere als abwegig.

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@Tisza

Das kann er locker.

§ 119 Anfechtbarkeit wegen Irrtums

(1) Wer bei der Abgabe einer Willenserklärung über deren Inhalt im Irrtum war oder eine Erklärung dieses Inhalts überhaupt nicht abgeben wollte, kann die Erklärung anfechten, wenn anzunehmen ist, dass er sie bei Kenntnis der Sachlage und bei verständiger Würdigung des Falles nicht abgegeben haben würde.

(2) Als Irrtum über den Inhalt der Erklärung gilt auch der Irrtum über solche Eigenschaften der Person oder der Sache, die im Verkehr als wesentlich angesehen werden.

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Schilder deinen Fall mal bei dem Amazon Kundenservice !

wenn der denn fehler macht sein Problem nicht deins

gehe mal zu anwalt der macht das schon

wegen 2 euro zum anwalt wird sich nicht lohnen oder!???

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@romver1985

wenn er rechtliche schritte einleitet würde ich da hin gehen

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@cool18

Dann verliert man den Prozess, die Anwaltskosten und die Sache. Ist also schon sein Problem, doch.

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