Muss ich die Inkassogebühren wirklich zahlen?

10 Antworten

ich hatte bei Eon noch eine große Rechnung offen welche ich nun gestern an Eon überwiesen habe und den Beleg gleich dorthin durchgefaxt habe.

Gut.

Eine gute Std später habe ich dort angerufen da mir der Gashahn gesperrt ist und ich wissen wollte wie es nun weiter geht zwecks entsperren. Laut Eon hätte ich nur bis zum 06.11.2015 Zeit gehabt die Zahlung zu leisten ( worüber ich aber weder schriftlich noch telefonisch informiert wurde),da das Geld aber nicht kam wurde nun alles an ein Inkassounternehmen ab gegeben.

Das kann der Gläubiger gerne tun, aber auf eigene Kosten. Die Inanspruchnahme eines externen Inkassodienstes ist eine Entscheidung des Gläubigers, die der Schuldner nicht zu vertreten hat, sofern es dem Gläubiger als Unternehmen zumutbar ist, seine Mahnverfahren selbst durchzuführen. Das ist bei Versorgern, Versandunternehmen, Onlinediensten o.ä. regelmäßig der Fall, weswegen diese Kosten auch nicht gerichtlich durchsetzbar sind. Allerdings steht EON für die Verfahrenskosten (Außendienst Sperrung / Entsperrung) die Kostenerstattung für diese Arbeoten zu. Dazu müssen selbige aber erstmal benannt werden, vorher kann der Schuldner sich nicht in Verzug befinden.

Heute ist der 18.11.15 und ich habe von dem Inkassounternehmen noch nichts gehört,kein Brief kein nichts.Eon sagte mir gestern am Telefon ich solle die Inkassogebühren bezahlen

Komiker. Mit den Unterlagen zur nächsten Verbraucherzentrale, und EON über die VZ schriftlich mit Fristsetzung max. 7 Tage zur Entsperrung auffordern.

Na wenigstens einer hier mit einer vernünftigen Antwort. DH!

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@franneck1989

Ja, da haben sich zwei gefunden :-) Bliebe abzuwarten, ob sie sich erstens die dem entgegenstehende Rechtslage in den Teilen 4 und 5 der Stromgrundversorgungsverordnung (StromGVV) durchlesen möchten, um ihren Irrtum zu erkennen (http://www.gesetze-im-internet.de/stromgvv/BJNR239110006.html) und zweitens mit ihren vollmundigen Aussagen dann zurückrudern werden. Bis dahin: afk

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@imager761

Auch wenn EON das regelmäßig versucht, sind diese Kosten bereits mehrfach (!) gerichtlich zurückgewiesen worden - und zwar unter Würdigung eben jenes StromGVV. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf z.B. Urteil des AG Schleswig gegen E.on Hanse, AZ: Z-3095110, Zitat:

"Die Klägerin ist nicht verpflichtet, der Beklagten Mahnkosten und Sperrkosten in Höhe von 201, 30 € zu zahlen."

Zitat Ende, Quelle http://www.holger-ley.de/Aktuelles.html

Diese Rechtsprechung ist konform mit den regelmäßig gegen den Gläubiger ergehenden Urteilen zur Erstattungspflicht von Inkassokosten, sofern der Gläubiger diese Aufgaben selbst übernehmen könnte, und es ihm insofern auch zuzumuten wäre.

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Oh man! Die von Eon scheinen das Hirn einer Erbse zu haben! So viele Rechtsfehler auf einmal!

Es ist gut das du deine Schulden gezahlt hast. Du hättest jedoch schon rechtzeitig vor der Sperre eine Ratenzahlung und/oder Stundung der Forderung beantragen müssen, damit es gar nicht erst zur Sperre gekommen wäre.   -.-

Jedes Energieunternehmen verlangt für die Sperrung und Entsperrung der Energieversorgung Gebühren. Und das nicht zu knapp. Meist so ca. 65 € für die Sperrung und auch ca. 65 € für die Entsperrung.

Nur wenn du die Hauptforderung UND die kompletten Sperr ebühren ( sofern diese tatsächlich gefordert worden ) gezahlt hast, muss dir der Versorger wieder den Anschluss herstellen. Und das innerhalb von 2 Arbeitstagen.

Natürlich musst du auch vom Energieversorger vor der Sperre ordentlich schriftlich mit mindestens 2 Mahnungen/Erinnerungen abgemahnt worden sein. Auch eine Sperrankündigung plus die damit verbundenen Sperr- und Entsperrkosten müssen dir schriftlich angekündigt und erklärt worden sein. Mit dem Hinweis das du die rückständigen Beträge jederzeit einzahlen kannst.

Zwischen Zustellung der Sperrankündigung und der tatsächlichen Sperrung muss ein Zeitraum von mindestens 14 Tagen liegen.

Sofern du alle Hauptschulden an Eon ( inklusive Sperrgebühren ) bezahlt hast, muss dir Eon dein Anschluss innerhalb von 2, maximal 3, Arbeitstagen ( Montag bis Freitag ) wieder frei schalten.

Die Inkassokosten haben mit der Freischaltung des Energie Anschluss rein gar nichts zu tun. Die Inkassokosten sind eine rein zivilrechtliche Angelegenheit, die rechtlich völlig unabhängig von der Freischaltung eines Energie Anschluss sind.

Die Freigabe des Energie Anschluss von der Zahlung der Inkassokosten abhängig zu machen, ist Nötigung nach § 240 StGB !

Am allerwenigsten hat, und darf, ein Inkassobüro ( zu ) entscheiden und erst recht nicht ausführen, ob ein Energie Anschluss wieder hergestellt wird. Das ist immer und allein Sache des Versorgers und deren handwerklichen Partner Unternehmen. Aber niemals Sache von einem Inkasso Unternehmen.

Das eine sind die Energie Schulden in der Hauptsache, plus die Sperrkosten. Das andere sind die davon völlig seperat zu trennenden Inkassokosten.

Das Energie Unternehmen darf dich nicht darauf verweisen, dass eine Zahlungsfrist verstrichen ist und die Sache jetzt beim Inkassobüro liegen würde und genau dieses Inkassobüro über alles weiter zu befinden habe. Was immer du für einen "Menschen" vom Energieversorger da am Telefon hattest - dieser hatte einen IQ von der Höhe seiner Schuhgröße!

Du solltest jetzt folgendes machen. Du rufst nochmal bei Eon an und verlangst die Rechtssabteilung, schilderst den Sachverhalt und bittest um umgehende Entsperrung deines Anschluss.

Geschieht dies nicht, dann gehst du mit deinem Personalausweis, deinen Hauptenergie Vertrag sowie Mahnungen, Sperrankündigen, Beleg über die Sperrung des Versorgers und Kontoauszügen der letzten 6 Monate bis aktuell, zum Amtsgericht.

Da beantragst du den Erlass einer Einstweiligen Anordnung mit dem Ziel, dass dein Energie Anschluss sofort wieder hergestellt und du ansonsten unangemessen benachteiligt würdest. Leider kann dies bis zu 2 Wochen in Anspruch nehmen.  :`-(

Die Inkassokosten bezahlst du gar nicht. Wenn das Inkassobüro dir nicht nachweisen kann, dass ihr Schreiben an dich zugestellt wurde musst du natürlich nicht zahlen. Inkassokosten sind unter Juristen sehr umstritten.

Ferner kannst du einer Inkasso Forderung widersprechen, wenn dem Inkasso Schreiben keine Vollmacht vom Energieversorger beigefügt war.  http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__174.html

Hat der Energieversorger in seinem letzten Mahnschreiben das Inkassobüro jedoch genau benannt, kannst du dem Inkassobüro nicht wegen fehlender Vollmacht widersprechen. Wegen der Inkassokosten kannst du aber immer widersprechen.

Das Schreiben vom 21. Oktober war die Letze Mahnung vor Beauftragung eines Inkassounternehmens...offene Beträge waren Forderung Rechnung,Mahnkosten und Forderung Schlussrechnung von Gebühren für Sperrung und Entsperrung ist in diesem Schreiben keine Rede. Den geforderten Betrag habe ich nun gestern überwiesen und daraufhin mit Eon telefoniert,woraufhin man mir eben sagte das man bereits alles an ein Inkassounternehmen weiter gegeben habe und ich eben die Gebühren von dem Inkassounternehmen noch bezahlen soll und mit denen dann auch bitte zu klären habe wie es dann weiter geht wenn alle Gelder gezahlt wurden. Bis heute habe ich von diesem Inkassounternehmen aber noch nichts gehört,das heißt ich kann nichts zahlen worüber es kein Schreiben gibt und sehe es auch nicht ein da ich ja nun die Forderung bezahlt habe bevor ich Post von dem Inkassounternehmen bekommen habe,die brauchen sich ja nun nicht mehr zu melden also für was soll ich da dann Gebühren an die Zahlen ?

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@Nicole2278

Ok. Vollkommen richtig deine Auffassung. Zahl bloß keine Inkassokosten!

Hast du jemals eine Sperrankündigung vom Versorger erhalten? Was stehen da für Fristen drin?

Als dein Gasanschluss gesperrt wurde, hattest du darüber irgendwie Bescheid bekommen? Zettel im Briefkasten oder so? Steht auf diesem was mit Sperrkosten?

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@MoralRichter

Ja habe ich bekommen das ist auch alles rechtens mit der Sperrung die fristen von Eon bis zur Sperrung wurden auch eingehalten. Einen Bescheid habe ich auch bekommen als der Gasanschluss gesperrt wurde da stand auch was mit Sperrkosten. Aber das was ich gestern überwiesen habe war ja nur der Restbetrag der eigentlichen Forderung,einen Teil habe ich ja schon bezahlt gehabt konnte nur nicht alles auf einmal zahlen.

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@Nicole2278

Ok. Hauptsache du hast bei Eon keine Schulden mehr. Also alle Abschläge und Sperrkosten gezahlt. Mahnkosten sind hier nicht wirklich wichtig.

Ansonsten siehe meine Antwort - Antrag bei Gericht.

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@MoralRichter

Heute hatte ich nochmal kurz Kontakt mit Eon wollte wissen ob mein Geld da schon angekommen ist,leider noch nicht,aber wohl morgen,habe bei dem heutigen Kontakt rausgefunden das die Angelegenheit am Freitag den 13.11.2015 an das Inkassounternehmen abgegeben wurde und am 17.11.2015 habe ich die Forderung überwiesen...sobald die morgen bei Eon ist rufe ich da an und werde mit der Rechtsabteilung sprechen die sollen die Inkassofutzie´s zurückpfeifen,was Sie soweit ich heute informiert wurde auch müssen. Sollte dennoch jemand darauf bestehen das ich dafür etwas zahle gehe ich zum Anwalt

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Wenn unbeglichene Rechnungen erstmal an ein Inkassounternehmen weitergeleitet wurden, musst Du das zahlen. Das ist zwar sehr ärgerlich, aber die haben Dir ganz klar einen Zahlungstermin gesetzt, den Du nicht einhalten konntest. Solange Du die Inkassogebühren nicht überweist, wirst Du auch kein Gas mehr haben. Ruf EON nochmal an, die sollen sich mit dem Inkassounternehmen in Verbindung setzen und diese Dir noch heute per Mail die Rechnung schicken; sonst kannst Du ja nichts überweisen. lg Lilo

Bei mir ist es so, dass Gas und Strom automatisch abgebucht werden; habe denen eine Einzugsermächtigung erteilt. War vielleicht Dein Konto nicht gedeckt? Schau doch mal Deine Auszüge an, dann siehst Du das doch. Vielleicht ist es bei EON so, dass dann einfach der Gashahn zugedreht wird, ohne dass man eine schriftliche Mahnung bekommt?

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Was ist denn das für eine dämliche antwort.
Natürlich nicht zahlen und der forderung widersprechen

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Wenn unbeglichene Rechnungen erstmal an ein Inkassounternehmen weitergeleitet wurden, musst Du das zahlen

Nein! Das Inkassounternehmen zahlt in erster Linie derjenige, der es beauftragt.

Bei großen Unternehmen wie E.on gehören die Inkassogebühren nicht zum Verzugsschaden. Lies dir ruhig mal einige Urteile dazu durch.

Solange Du die Inkassogebühren nicht überweist, wirst Du auch kein Gas mehr haben.

Unsinn. Der Gläubiger hat sein Geld. Wenn er nicht mittlerweile gekündigt hat muss er auch wieder liefern

Ruf EON nochmal an, die sollen sich mit dem Inkassounternehmen in Verbindung setzen

Warum sollte der Fragesteller das tun? Er hat die Rechnung beglichen, mehr muss er nicht tun

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Solange Du die Inkassogebühren nicht überweist, wirst Du auch kein Gas mehr haben.

Wo hast du den rechtlichen Müll denn her?! Urteile?! Rechtsauffassungen?!

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Sind die Inkassogebühren gerechtfertigt?

Hey Leute, Ich hab gestern den ersten Brief bekommen mit einer Forderung eines Inkassounternehmens, weil ich vergessen hatte was zu bezahlen. Darin war folgendes aufgelistet:

Die von Ihnen zu zahlende Gesamtforderung setzt sich wie folgt zusammen: Grundforderung unseres Mandanten (Gegenstandswert f. Inkassogebühren): 11,99 EUR bisherige Mahnkosten unseres Mandanten: 11,00 EUR Rücklastschriftgebühren unseres Mandanten: 3,00 EUR Inkassogebühren § 4 Abs. 5 RDGEG i.V.m. §§ 2, 13, Nr. 2300 VV RVG i.V.m. §§ 280, 286 BGB: 45,00 EUR Inkassoauslagen § 4 Abs. 5 RDGEG i.V.m. §§ 2, 13, Nr. 7002 VV RVG i.V.m. §§ 280, 286 BGB: 9,00 EUR --------------------------------------------------------- noch offener Gesamtbetrag (Stand: 10.04.2017): 79,99 EUR

Die ersten drei Punkte sind für mich nachvollziehbar, aber sind die Inkassogebühren und auslagen in so einer Höhe bei einer Hauptforderung von nur 11,99€ überhaupt gerechtfertigt? Falls nein, wie kann ich am besten widersprechen? Hab leider bisher nichts gefunden, wo man berechnen kann wie es zu diesem Betrag kommt, ich hoffe jemand kann mir helfen :)

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Inkassogebühren § 4 Abs. 5 RDGEG i.V.m. §§ 2, 13, Nr. 2300 VV RVG i.V.m. §§ 280, 286 BGB: 22,50 EUR

Inkassoauslagen § 4 Abs. 5 RDGEG i.V.m. §§ 2, 13, Nr. 7002 VV RVG i.V.m. §§ 280, 286 BGB: 4,50 EUR

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< das Ganze nun 4x - das ist schon weitaus mehr als der Betrag den ich dem Mandanten der Tesch schulde und bringt mich etwas zum schmunzeln...

Das kann doch nicht rechtens sein wenn es sich um offene Posten EINES EINZIGEN Vertragsgegenstandes handelt, oder bin ich da schief gewickelt?

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