Muss ich die Höhe meiner beabsichtigen Mietminderung mitteilen?

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3 Antworten

Nun, Du nennst die Details nicht, aber Lärmbelästigung durch Mitmieter kann nicht nur der Vermieter bekämpfen, sondern auch der Mieter selbst - wobei "Lärm" sehr subjektiv ist

Außerdem wäre keine drastische Mietminderung möglich - eine Ankündigung der Höhe wäre sicher von Vorteil

Ich habe besagten Mieter per mail aufgefordert (bezugnehmend auf Hausordnung), die Lärmbelästigung einzustellen, er antwortete pampig und verbat sich weitere Mails.

Von 'drastisch' ist ja keine Rede, anvisiert sind 5%.

Es geht um täglichen TV-Lärm bei offener Balkontür, der mich sowohl im Wohnzimmer als auch dem Balkon ereilt, allabendlich von 19-23 Uhr.

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@bauchtanzbaer

5% sind noch tolerabel - für Lärm ab 22 Uhr sind Polizei und Ordnungsamt zuständig und handeln auch

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@Midgarden

Es geht ja nicht um die letzte Stunde, sondern den ganzen Abend bzw. kommt am Wochenende gerne noch tagsüber dazu - renitente schwerhörige Rentner.
Und es ist für mich nicht einzusehen, das ich die Fenster schliessen muss, wenn die schön luftig bei diesen Temperaturen ihre Glotze dauerlaufen lassen.

Hausordnung besagt klar, das Unterhaltungsmedien bei offenen Fenstern entsprechend runtergeregelt sein müssen.

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Selbstverständlich. Und ihm sogar eine angemessene Zeit geben, diesen Mangel abzustellen.

Danke, Julius.
Die unbeantwortete Mail über die Lärmbelästigung ging am 6. Juli raus, also mehr als 2,5 Wochen - allerdings habe ich da natürlich noch nicht von Mietminderung geredet, sondern aufgefordert, die betreffenden Mieter aufzufordern die Hausordnung einzuhalten.

Und es kann ja nicht sein, das der Vermieter erst reagiert wenn ich mit Mietminderung drohe, oder?

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@bauchtanzbaer

Eine Ankündigung auf Mietminderung muss immer per Einschreiben erfolgen. Hast Du das getan und eine Antwort erhalten?

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@julius1963

Bisher habe ich lediglich die Lärmbelästigung gemeldet - man muss aber dazu sagen, daß der Vermieter grundsätzlich nicht schriftlich reagiert und telefonisch z.B. auf Lärmbelästigungsbeschwerden mit der Behauptung reagiert, er könne nur etwas unternehmen wenn die ganze Hausgemeinschaft Unterschriften sammelt.

Gegen Lärmprotokolle ist er resistent, behauptet, es müsse Zeugen geben.

Das alles verkneift er sich natürlich schriftlich zu geben.

Zusatzinfo:
das Ordnungsamt hat seine Erfahrungen mit dem Vermieter (auch er Mieterschutzverein) und sagt, das der Vermieter auf Lärmproblematik erfahrungsgemäss nur reagiert wenn der juristische Weg beschritten wird.

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Nun denn, scheint keine eindeutige Antwort zu geben.
Hier (http://www.mietminderung.org/muss-man-eine-mietminderung-beantragen/) ist zu entnehmen, das eine Mietminderung auch ohne Ankündigung geht, weil sie an den Mangel nd nicht die behebung gebunden ist.

Nichtsdesdotrotz werde ich sicherheitshalber einen Juristen befragen.

Vielen Dank trotzdem!

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