Muss ich die Faulheit meines mir Unterhaltspflichtigen Kindes weiterhin finanzieren?

8 Antworten

Ich würde mal behaupten: ja.

Mehr als sich zu bewerben kann er ja auch nicht machen.

Da ich nicht weiß, wie es bei euch zu Hause abläuft, du jetzt auf mich aber nicht dein Eindruck machst, als würdest du immer ruhig auf ihn zukommen, hat er vielleicht auch nur einfach keinen Bock mit dir zu reden, um dir zu erklären, wo das Problem ist.

An sich würde ich vorschlagen, dass du ihm mal anbietest, ihm bei seinen Bewerbungen zu helfen. Vielleicht ist es nicht ganz rund formuliert oder voller Fehler usw. Vielleicht klappt es dann mit der Bewerbung. Aber da ich nicht glaube, dass bei euch alles so rosig ist, denn sonst würdest du dein Kind nicht im Internet als faul bezeichnen... naja.

ANDERERSEITS ist das ja noch nicht mal einen Monat her, also chill, vielleicht findet er ja noch was.

An sich bist du, seit der letzten Gesetzesänderung, dazu verpflichtet, dein Kind finanziell zu unterstützen, bis es eine abgeschlossene Erstausbildung hat, oder 27 wird, je nach dem, welcher Fall zuerst eintritt.
Und das einzig und allein deshalb, weil es dein Kind ist, und du dem gegenüber natürlich Verpflichtungen hast. 

Ansonsten gibt es auch beim Jugendamt Beratungsgespräche zur Unterhaltspflicht.

Wichtiger wäre vielleicht, ihn für irgendetwas zu begeistern, anstatt über seine Faulheit zu meckern. Die wird er a) auch nicht erst seit gestern und b) nicht ohne Grund, oder aus trotz haben.

Da auch in diesem Jahr noch etliche Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen, die nicht besetzt werden konnten, ist es hinreichend, dass sich dein Sohn jetzt nach Beendigung seines letzten Schuljahres beworben hat.

Vielleicht hatte er ja noch gehofft, den Abschluss zu schaffen und sich mit diesem Zeugnis bewerben zu können.

Also bist du unterhaltspflichtig, bis dein Sohn seine erste Ausbildung abgeschlossen hat, sofern das Ausbildungsgehalt für seinen Lebensunterhalt nicht hinreichend ist.

Wenn dein Sohn ausreichend Ausbildungsgehalt bekommt, bist du nicht mehr Unterhaltspflichtig. Dazu muss er natürlich die Ausbildung auch bekommen. Sofern zwischen der Schulzeit und dem Beginn der Ausbildung mehr als vier Monate liegen musst du glaube ich auch keinen Unterhalt mehr zahlen.

Komisch finde ich allerdings schon, wenn dein Sohn sich darum bemüht seine Schulbildung zu verbessern und das als Faulheit darstellst.

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