Muss ich dem Jobcenter dann alles wieder zurückzahlen und wieder von nichts mehr leben?

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4 Antworten

Der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter hast du doch sicher deine Beschäftigungsaufnahme zum 01.03.2017 mitgeteilt ?

Denn ab da endet dein Anspruch auf ALG -1,du bekommst ende Februar noch dein ALG - 1 rückwirkend für den Februar.

Du solltest wenn noch nicht gemacht vorsorglich beim Jobcenter ein zinsloses Darlehen zur Überbrückung beantragen,ob du das dann zurück zahlen musst bzw.wenn ja wie viel,kommt auf die Höhe und den Zufluss ( Zuflussprinzip ) deines ersten Einkommens an.

Wenn du dein Einkommen aus März erst im April aufs Konto bekommen würdest,dann würdest du weder die laufende ALG - 2 Leistung noch ein evtl.zinsloses Darlehen für den März zurück zahlen müssen.

Bekommst du aber Leistungen vom Jobcenter für den März und bekommst auch noch Einkommen in diesen Monat aufs Konto,dann wird dein Einkommen nach Abzug deiner Freibeträge auf Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB - ll auf euren Bedarf angerechnet.

Dann kommt irgendwann eine Rückforderung vom Jobcenter,die musst du aber dann nicht in einem Betrag zahlen,dann stellst du schriftlich einen Antrag auf Ratenzahlung.

Sobald du dein Einkommen erhalten hast musst du beim Jobcenter einen aktuellen Kontoauszug vorlegen oder in Kopie einsenden,auf dem der Eingang deines Lohnes steht.

Besorg dir dann auch gleich eine Einkommensbescheinigung,die gibt es auch im Internet zum ausdrucken,denn die muss dein AG - in der Regel dann jeden Monat ausfüllen und die musst du auch mit abgeben / einreichen.

Je nachdem wie hoch dann noch dein Anspruch auf Aufstockung ist,könnte es dann nach der Berechnung sein das dich das Jobcenter auffordert Wohngeld und evtl.Kinderzuschlag zu beantragen,denn das wären vorrangige Leistungen.

Anspruch auf Kinderzuschlag hättest du aber nur dann,wenn du ein Mindesteinkommen erreichst,dass hast du ( alleinerziehend min. 600 € pro Monat ) und wenn du dann mit deinem Einkommen + Wohngeld + Kinderzuschlag keinen Anspruch mehr auf ALG - 2 bzw.Sozialgeld für das / die Kinder ( unter 15 ) haben würdest.

Im Internet gibt es kostenlose Rechner für Wohngeld und Kinderzuschlag,da kannst du ja dann mit deinem Betrag vergleichen,sollte der korrekt sein.

Wenn du mit raus bekommen Nettoeinkommen meinst,also diese 875 €,dann liegt dein Bruttoeinkommen bei min. 1000 € pro Monat und darauf stünden dir Freibeträge von 280 € zu,diese werden dann von deinem Nettoeinkommen abgezogen und ergibt dann dein anrechenbares Erwerbseinkommen.

Du hättest dann etwa 595 € anrechenbares Einkommen,dass würdest du dann also in etwa weniger bekommen.

Möchtest du es genau wissen,dann musst du schreiben wie hoch das Brutto und Nettoeinkommen ist,was du für deine KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) zahlst,wie viele Kinder du hast und wie alt diese sind,was du für diese dann jeweils an Geldleistungen außer Kindergeld bekommst und sollten sie selber schon Erwerbseinkommen haben,dann auch wie viel Brutto / Netto.

Wie hoch sind dann deine monatlichen Aufwendungen für die Beschäftigung,also z.B. erst mal Fahrkosten ?

Ich habe jetzt mal ausgerechnet was ich bekommen könnte. Einen Anspruch auf Kindergeldzuschlag habe ich nicht. Aber das Wohngeld würde 380€ betragen, ALG2 nur 348€.

Ich habe Kosten für Miete: 390 kalt, 560 warm. Spritkosten bekomme ich bis 40€ bezahlt wenn ich die Quittung vorlege.

Ansonsten bekomme ich halt brutto 1100 und netto 874€, Kindergeld 190 (Tochter 8 Jahre alt) und 200 € Unterhaltsvorschuss.

Aber kann ich denn wählen zwischen Wohngeld und Arbeitslosengeld? Wie mache ich das? Dauert der Antrag vom Wohngeld dann noch was und die Miete steht erstmal auf der Warteschleife? Würde dann natürlich lieber Wohngeld bekommen. Läuft das da anders? Mit den Bescheinigungen?

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@Inna0281

Wenn man also voraussetzt das der Rechner in etwa richtig liegt und es stünden dir etwa 380 € Wohngeld zu und kein Kinderzuschlag,dann würde es etwa so aussehen !

Euer Bedarf nach dem SGB - ll beträgt dann derzeit für dich min. 409 € Regelleistung ( Regelsatz für den Lebensunterhalt ) und dazu kommt der Alleinerziehenden Mehrbedarf von 12 % ( 49,08 € ) deines Regelsatzes für ein Kind über 7 Jahren.

Vorausgesetzt die KDU - Kosten der Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ) von 560 € ist bei euch für 2 Personen angemessen,dann stünden dir 50 % also 280 € als dein KDU - Kopfanteil zu.

Dein Bedarf würde dann min. bei 409 € + 49,08 € + 280 € = 738,08 € pro Monat liegen.

Der Bedarf der Tochter liegt dann bei min. derzeit 291 € Regelsatz + dann ihr KDU - Kopfanteil von 280 €,dass wären dann min. 571 € € pro Monat.

Du min. 738,08 € + Tochter min. 571 € = min. 1309,08 € gesamter Bedarf pro Monat.

Deine Tochter hat als Einkommen 192 € Kindergeld + 201 € Unterhaltsvorschuss = 393 € anrechenbares Einkommen,diese wird von ihrem Bedarf von min. 571 € abgezogen,es bliebe dann vorerst ein Bedarf von min. 178 € pro Monat.

Wenn du 1100 € Brutto im Monat verdienst,dann sollte dein Nettoeinkommen bei min.860 € im Monat liegen,nehmen wir mal deine 874 € an.

Auf dein Erwerbseinkommen stehen dir dann Freibeträge nach § 11 b SGB - ll zu,dass wären vom Bruttoeinkommen erst mal 100 € Grundfreibetrag.

Von dem was über diesen 100 € - 1000 € Brutto liegt stehen dir noch mal 20 % und ab 1000 € - 1500 € Brutto noch mal 10 % Freibetrag zu.

Hättest du kein minderjähriges Kind ginge die letzte Stufe der Freibeträge nur von 1000 € - 1200 € Brutto und davon dann noch mal 10 % Freibetrag.

Also stehen dir dann bei 1100 € Brutto erst mal 100 € Grundfreibetrag zu,es bleibt ein Überhang bis 1000 € Brutto von 900 € und 20 % ergeben noch mal 180 € Freibetrag und auf die 100 € die über den 1000 € Brutto liegen stehen dir noch mal 10 % = 10 € zu,ergibt einen gesamten Freibetrag von 290 €.

Diese 290 € Freibetrag zieht das Jobcenter dann theoretisch von deinen 874 € Netto ab und würde ca. 584 € anrechenbares Erwerbseinkommen ergeben.

Dein Bedarf würde bei min. 738,08 € liegen,abzüglich der ca. 584 € anrechenbares Einkommen würde ein Bedarf von min. 154,08 € für dich ergeben und dazu kämen die min. 178 € für deine Tochter.

Die Aufstockung sollte dann bei min. 332,08 € pro Monat liegen.

Wenn der Rechner für das Wohngeld in etwa den korrekten Anspruch berechnet hat,dann stünde dir beim Wohngeld vorerst ca. 50 € mehr zu und du würdest aufgefordert dann Wohngeld zu beantragen,nachdem du dann deine erste Einkommensbescheinigung eingereicht hast und es berechnet wurde.

Aber jetzt kannst du ggf. noch erhöhte Aufwendungen wegen der Beschäftigung geltend machen.

Wenn du mit dem PKW - fährst könntest du für die einfache Strecke pro Km 0,20 € ansetzen,wenn du aber in angemessener Zeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln günstiger wärst,dann würden nur diese Aufwendungen berücksichtigt.

Dazu kämen dann auch noch z.B. gesetzlich vorgeschriebene Beiträge für Versicherungen,wie z.B. die KFZ - Haftpflicht.

Du müsstest für deine Aufwendungen aber erst diese 100 € Grundfreibetrag einsetzen,nachdem du 30 € Versicherungspauschale + 15,33 € für Werbungskosten = 45,33 € abgezogen hast.

Das bedeutet also du musst erst man den Rest von 54,67 € pro Monat für deine Aufwendungen einsetzen,zahlst du dann mehr als diese kannst du diesen Betrag separat geltend machen.

Von den evtl. 50 € mehr Wohngeld kannst du dann auch die fast 18 € pro Monat für Rundfunk abziehen,denn diesen müsstest du beim Wohngeld selber zahlen,dann blieben schon mal nur noch etwa 32 € mehr und wenn du dann noch erhöhte Aufwendungen wegen der Beschäftigung geltend machen kannst,dann würde dir wieder eine Aufstockung zustehen,auch wenn diese ggf. nicht hoch ausfällt.

Hättest aber beim Jobcenter noch den Vorteil,dass dir eine evtl.Nachzahlung aus einer Jahresendabrechnung die die KDU - betrifft auf formlosen Antrag übernommen würde,beim Wohngeld musst du diese selber zahlen.

Die Bearbeitung beim Wohngeld kann auch mehrere Monate dauern,dass Wohngeld soll ja auch nur ein Zuschuss zu den Mietkosten sein und nicht den Lebensunterhalt sichern.

Da müsstest du ähnlich wie beim Jobcenter Mietvertrag / Kontoauszüge usw.vorlegen,die lassen dich aber in Ruhe und gehen dir nicht auf den Geist wie das Jobcenter,da darfst du als Antragsteller auch ein Vermögen von 60 000 € haben.

Anspruch auf Wohngeld hättest du,wenn du min. 80 % eures Bedarfes nach dem SGB - ll als Einkommen aufbringen könntet.

Euer Bedarf liegt also über 1300 €,dann müsstest ihr min. ca. 1050 € erzielen.

Um das zu erreichen zählt auch Kindergeld / Unterhalt / Unterhaltsvorschuss usw. auch wenn das dann bei der Berechnung des Anspruchs keinen Einfluss auf die Höhe hat,also kämen zu deinen ca. 874 € Netto noch 192 € Kindergeld + 201 € UVG = ca. 1267 € 

Anspruch bestünde also,du könntest dir dann aussuchen ob Wohngeld oder Jobcenter,dann würdest du ggf.auf Geld verz.

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Also sobald du arbeitest, wird das ALG1 eingestellt. Wenn du also ab 1.3. arbeiten gehst, bekommst du Ende Februar das letzte ALG1 (für Februar).

Wenn du weiterhin mit ALG2 aufstockst (weil dein Einkommen so niedrig ist), ändert sich erstmal nichts. Du bekommst am 1.3. das ALG2 vorschüssig für den März. Maximal die Höhe könnte sich ändern.

Ende März bekommst du dann dein erstes Gehalt, und am 1.4. wieder ALG2 als Aufstockung vorschüssig für April.

Die werden deine Gehaltsabrechnung sehen wollen - aber du kannst ja erst eine zeigen, wenn du eine hast. Sprich Ende März.

Rede mit deinem Bearbeiter bei der ARGE, nimm deinen Arbeitsvertrag mit, und dann sollte das eigentlich auch alles reibungslos laufen. 

Anspruch auf ALG1 wirst du wohl kaum haben, wenn du 100 Stunden arbeitest, dass ist ungefähr eine 3/4 einer Vollzeitstelle.

Was nun das ALG2 angeht, da habe ich eine gute Nachricht. Es gibt das Zuflussprinzip. Dein Gehalt wird dir für den Monat angerechnet, in dem du es auch in den Händen hast. Wenn also dein Märzgehalt am 3 oder 4. April bei dir ist, so wird es auch mit dem ALG2 für April verrechnet und eben nicht für März. Du musst als das ALG2 für März nicht zurückzahlen. Lass dir am besten vom AG bescheinigen, dass du dein Märzgehalt erst Anfang April bekommst, dann gibt es die wenigsten Probleme.

Ich nehme an, du hast bereits die Stelle dem Arbeitsamt/Jobcenter gemeldet, dann reicht es, wenn du nach Erhalt der Abrechnung diese beim Jobcenter einreichst.

Du musst jetzt schon beim Jobcenter angeben,  dass du ab 1.3. Arbeitest.  Dein Lohn wird dir angerechnet und wenn es sein muss werden deine Leistungen schon zum 1.3..eingestellt.

Du kannst Wohngeld und evtl Kindergeldzuschlag beantragen 

Dem Jobcenter interessiert es nicht, dass du erst ende des Monats Gehalt bekommst. 

Du kannst natürlich ein Darlehen beantragen.

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