Muß ich das wirklich selber finanzieren?

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6 Antworten

Eine Freundin von mir hat sich als Sterbebegleiterin ausbilden lassen. Die Kosten hat die Einrichtung übernommen und sie muss halt dafür einige Monate für diese kostenlos arbeiten. Eine Ausbildung ist sicherlich angebracht, damit man auch selber gestärkt anderen Menschen eine Hilfe sein kann und nicht unbeabsichtigt die noch weiter schädigt. Warum sprichst Du das nicht bei Deiner Kirche an, wo Du ja schon tätig bist und vielleicht unterstützen die Dich dahingehend sogar gerne!

Es ist richtig toll von Dir, dass Du ohne finanziellen Eigennutz anderen Menschen helfen möchtest, auf die normalerweise gespuckt wird. Ein Dankeschön von mir!

jessica268 01.02.2015, 08:53

Danke für das Lob. Toller Beitrag

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Test bestehen macht durchaus Sinn - nur guter Wille alleine ist nicht ausreichend.

Und Finanzierung - wen willst Du denn zwingen, das zu bezahlen? Wenn eine Kirche/Institution o. Ä. Dich haben will und es Dir (freiwillig) bezahlt, ist das in Ordnung, aber Du kannst doch keinen zwingen.

Am Besten ist du erkundigst dich bei den anonymen Alkoholikern, beim blauen Kreuz oder bei einer kirchlichen Einrichtung wie der Diakonie deines Ortes oder der nächstgelegenen Stadt.

Einzelfahrer 01.02.2015, 08:00
Ich bin in einer Kirche mit Suchtproblematik ehrenamtlich Mitarbeiterin. Sie behauptet....
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jessica268 01.02.2015, 08:59
@keulenman

kein Problem. Ja ich bin bei der Diakonie. Wir haben im Moment keinen ausgebildeten Suchthelfer, sie hat aufgehört im letzten Jahr. Deswegen denke ich darüber nach.

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Ob Du etwas finaziert bekommst, kann Dier di Institution sagen, für die Du ehrenamtlich tätig sein willst (oder tätig bist).

Du hast eine Therapie gemacht und bezeichnest dich selbst als Anti-Alkoholikerin, und das nach ein paar Monaten? Du bist seit kurzem eine trockene Alkoholikerin. Wenn man einmal süchtig war, dann kann man von dem Suchtstoff los kommen, aber die Sucht wird ein Leben lang weiter bestehen.

Natürlich muss man einen Test machen, ob man geeignet ist. Das man trockener Alkoholiker ist und noch das eine oder andere Problem mit sich rum schleppt ist dabei nicht unbedingt der ausschlaggebende Faktor. Nicht jeder ist überhaupt geeignet für die Arbeit mit anderen Menschen in Problemsituationen.

Zu deiner anderen Frage muss gesagt werden, dass eine Abstinenz von mindestens 2 Jahren Vorraussetzung für diese Ausbildung ist. Diese 2 Jahre hast du noch nicht. Die Kosten, die zwischen 700.-€ und 1.000.-€ liegen muss man soweit ich weiß selber tragen. Wenn du allerdings einen Verein findest, der dich gerne ehrenamtlich beschäftigen würde, dann kann es sein, dass die die Kosten übernehmen. Muss man mit dem entsprechenden Verein mal reden.

Welfenfee 01.02.2015, 08:38

Richtig lesen können und verstehen, soll helfen!

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jessica268 01.02.2015, 08:57
@Welfenfee

der Kommentar bezieht sich jetzt auf Panazee, oder? Wenn ja, sehe ich genauso.

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Panazee 01.02.2015, 09:15
@Welfenfee

@Welfenfee

Hilf mir. Was habe ich denn deiner Meinung nach falsch gelesen oder interpretiert.

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Welfenfee 01.02.2015, 10:51
@Panazee

Es steht dort nicht, dass sie selber ein Alkoholproblem hatte. Sie ist lediglich einfach so abstinent. Die Therapie war nicht alkoholbedingt! Das Problem liegt darin, dass sie schon tätig ist, darum wohl auch rein gar nichts trinken sollte und gerne einen Schein hätte, der bestätigt, dass sie das auch richtig kann, was sie eh schon tut.

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Panazee 01.02.2015, 20:54
@Welfenfee

@Welfenfee

Es steht dort nicht explizit, dass sie ein Alkoholprobleme hat, aber für mich sind die Äußerung "Ich bin Antialkoholikerin und würde gern nach ein paar Monaten Abstinenz eine Ausbildung zur ehrenamtlichen Suchthelferin machen" und "irgendwie haben doch alle Alkoholiker noch Probleme" eigentlich nur so zu deuten, dass sie seit ein paar Monaten nicht mehr trinkt, aber vorher ein Alkoholproblem hatte.

Der Kommentar hier:

"Meine Freundin ist sechs Jahre trocken und bezeichnet mich jetzt auch schon als Antialkoholikerin" untermauert meine Schlußfolgerung weiter.

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Panazee 01.02.2015, 21:17
@Panazee

P.S.:

Wobei das mit der Therapie stimmt. Die war nicht auf das Alkoholproblem bezogen.

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jessica268 01.02.2015, 08:56

Erstens ist es üblich, daß man sich da schon als Antialkoholikerin bezeichnet, das machen alle. Meine Freundin ist sechs Jahre trocken und bezeichnet mich jetzt auch schon als Antialkoholikerin. Und ich kenne Leute, die schon nach ein paar Monaten Abstinenz angesprochen wurden ob sie Suchthelfer werden wollen. Erst informieren, dann belehren.

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Panazee 01.02.2015, 09:15
@jessica268

@jessica268

Gut. Über "Antialkoholiker" und "trockener Alkoholiker" kann man noch diskutieren, wobei der Vater einer Ex-Freundin von mir trockener Alkoholiker war und in seinen Treffen bei den AA war ganz klar die Ansage, dass man für den Rest seines Lebens Alkoholiker sein wird. Man kann es nur schaffen den Stoff nicht mehr zu nehmen.

Was den Rat

Erst informieren, dann belehren.

angeht, so sei auf folgende Hinweise der jeweiligen Anbieter verwiesen:

Blaues-Kreuz:

Zielgruppe: Eingeladen sind ehrenamtlich Mitarbeitende in der Suchtkrankenhilfe, Suchtmittelabhängige mit mindestens zweijähriger Abstinenz, Angehörige und Interessierte.

Guttempler:

Teilnahmevoraussetzungen: Suchtkranke Teilnehmer müssen mindestens 18 Monate abstinent leben. Ihnen und Angehörigen wird die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe empfohlen.

Es mag welche geben, die keine längere Abstinenz verlangen, aber alle die mir bekannt sind verlangen das.

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ich würde da lieber im arbeitsamt nachfragen, als in irgendeinem Forum, da hier extrem viel getrollt wird nur um pkte zu bekommen.

liebe grüße

gregory

Einzelfahrer 01.02.2015, 08:02

Was hat denn das Arbeitsamt mit ehrenamtlichen Jobs zu tun?

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gregory136 01.02.2015, 08:08

die könnten dir vllt sagen ob du so was selber zahlen musst.

die helfen nicht nur bei der arbeitssuche

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jessica268 01.02.2015, 09:00
@gregory136

irritiert mich jetzt auch. Bin nicht arbeitslos. Beziehe EU-Rente. Ich trenne das halt. Für die Kirche arbeite ich ehrenamtlich. Ansonsten verdiene ich halt dazu, wenn das Geld nicht reicht. Habe ja Zeit und war während meiner Arbeitslosigkeit auch schon ehrenamtlich tätig. Mir tut das gut.

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