Muss ich das so überhaupt akzeptieren?

12 Antworten

Bei einer Bestellung schließt man einen mündlichen Vertrag ab.

Also darfst du rechtlich vom "Vertrag" zurücktreten, wenn eine zumutbare Frist abgelaufen ist, bei Lieferdiensten sagt man ca. 60 Minuten.

Auch darfst du vom "Vertrag zurücktreten, wenn das Produkt Mängel aufweist, die ihn für seinen ursprünglichen Zweck unbrauchnar machen oder extrem mindern.
In diesem Fall, kaltes Essen, verdrecktes Essen oder falsches Essen. Du kannst auch die Macherfüllung verlangen, was bedeuten würde, dass du eine neue Pizza bekommst.

Wichtig ist nur, dass du dein Essen vor dem Boten checkst, denn derjenige der Ansprüche geltend macht ist in der Beweispflicht und das wird schwer wenn du das Essen erstmal bei dir im Haus hattest.

Aber ich persönlich würde da jetzt kei Fass für aufmachen ;)

es fehlt juristisch die sog. zugesicherte Eigenschaft. 

Stellt sich der Pizzaservice durch eine Vereinbarung dann der Herausforderung, das Essen innerhalb 45 Minuten zu liefern, hat er eben Pech 

bei hohen Bestellungseingängen am Wochenende, wenn er dem nicht nachkommt oder nachkommen kann, so muß er einen 2. Fahrer einstellen oder mehr

Natürlich hat ein Essen auch heiß zu sein. auch eine wichtige zugesicherte Eigenschaft. Liefert er das in Styropor-Warmhaltebehältern, um so besser.

Du hättest die Annahme durch die Verzögerung ablehnen können

Du "hättest" das Recht gehabt, die Ware zurückgehen zu lassen. Du hast es aber angenommen, was auch verständlich ist -du hattest Hunger!-

Ich hätte da angerufen und mich ordentlich beschwert :D Du hättest dadurch auf jeden Fall was rausgeschlagen. Zu spät ist's noch net. Ruf morgen an und erzähl denen die Situation. Die werden den Fahrer feuern. Ich weiß nicht genau, ob du das mit deinem Gewissen vereinbaren kannst? :-)

Gute Idee

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