Muss ich aus Anstandsgründen meiner (Nachbarin, die zwei Stockwerke über mir wohnt, was zu Weihnachten schenken/vor die Tür stellen)?

12 Antworten

Nein, musst du keinesfalls. Wer das tut, macht es meist freiwillig, weil es ihm ein Bedürfnis ist und erwartet keine Gegenleistung. Weihnachtsgeschenke sind auch keine Verpflichtung. 

Wenn du gerne etwas schenkst, dann mache das, es kann dann auch nur eine Kleinigkeit wie ein Schokonikolaus an der Tür mit einer kleinen Notiz "Fröhliche Weihnachten von ..." sein,  also es muss nichts Teures und Aufwändiges sein. Wenn dich der Gedanke daran aber so stört, dass du dir jetzt schon Sorgen machst, ob du zu etwas verpflichtet bist, das dich belastet, dann lasse es lieber. Sie wird garantier kein noch so kleines Geschenk von dir erwarten.

Grundsätzlich ist es leider auch so, dass viele Nachbarn gar nichts zu solchen Geschenken sagen. Meine Oma hat mal, weil sie gerne andere beschenkte, zu Weihnachten jedem im Flur ihrer Seniorenresidenz eine aufwändig gestaltete Kleinigkeit zum Nikolaustag an die Tür gehängt. Resonanz: Zwei haben sich bedankt, der Rest hat das einfach so hingenommen (oder sich vielleicht geärgert?), sie war milde enttäuscht, weil sie zwar keine Begeisterungsstürme, aber doch wenigstens eine kleine Rückmeldung erwartet hätte.

Es gibt Leute, die sehr gern schenken und Spaß an so einer Aktion hätte, und andere, die nicht gern schenken und sich dadurch belastet fühlen (Aussuchen, einpacken, hinhängen) - die sollten dann auch nichts schenken (müssen)!

Wenn jemand einen stressigen Job hat und nur am We zu Hause ist, hat er dann meist genug mit Familie, engen Freunden und Besinnung auf sich selbst zu tun.

Eine kleine Aufmerksamkeit als nette Geste ist trotzdem angebracht - allerdings solltest du keine zu großen Erwartungen haben.

Wenn du den ersten Schritt machst, wird sie sich zu einem Rückgeschenk
gezwungen sehen, und die "neue Tradition" an Ostern fortsetzen.

Ich lege mir für solche Fälle etwas zurecht, das ich auch selbst verwenden oder anderen schenken kann. Z.B. Plätzchen, Kerzen, Süßkram usw.

So bist du "vorbereitet", wenn du etwas bekommst, und kannst die Sache ganz entspannt wieder vergessen, wenn du nichts kriegst.

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Nun kam vor paar Tagen ein weiteres Paket von ihr an, welches ich bewusst abgelehnt hatte. Gegen 19 Uhr kam meine Nachbarin, klingelte wieder Sturm und motzte mich an, weshalb ich ihr Paket nicht angenommen hätte, da es ein wichtiges Geburstagsgeschenk sei, und sie es für morgen brauche. Ich dachte mir platzt der Kragen! Ich sagte ihr, dass ich nie wieder mehr Pakete von ihr annehmen werde. Daraufhin entgegnete sie mir damit, dass ich gefälligst wissen soll, welche Pakete ich anzunehmen habe und welche nicht. Ich fing an zu lachen, sagte ihr, dass ich keinen Röntgenblick besäße und sehen könne, ob sich im Paket ein Vibrator, oder ein nettes Geschenk befände. Daraufhin drohte ich ihr mit der Polizei und knallte die Tür zu, da ich der Trulla sonst an die Gurgel gesprungen wäre.

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