Muss ich an Gott glauben hm?

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15 Antworten

Glaube kann man nicht erzwingen.
Ich zum Beispiel kann einfach nicht an die Existenz eines Gottes glauben, es ergibt einfach keinen Sinn.
Stell dir vor, es ist Mittag und du siehst die Sonne scheinen. Jemand erzählt dir dass es Nacht ist. Das kannst du wahrscheinlich nicht glauben, so sehr du dich auch bemühst.
So ist es für mich mit dem Gottglauben. Er führt nur zu Widersprüchen mit dem, was wir in der Welt beobachten können. Die Welt sieht so aus wie man es erwartet wenn man annimmt, dass es keinen Gott gibt.
Damit ein Gott in diese Welt passt, muss man eine Menge unbelegte Prämissen erfinden. das zeigt sich immer wieder in der Diskussion mit Gläubigen, die sich aber nicht einmal untereinander einig sind.

All die Widersprüche die die Gotteshypothese aufwirft verschwinden, sobald man annimmt, dass die Menschen ihre Götter erfunden haben und diese nur in ihrer Vorstellungskraft existieren.

Götter sind auch nie eine gute Erklärung.
Für beantwortete Fragen sind Götter keine gute Erklärung, da jede schlüssige Erklärung bisher ohne Götter auskam.
Auf unbeantwortete Fragen sind Götter keine guten Antworten, denn sonst wären diese Fragen ja schlüssig beantwortet, was sie nicht sind. "Gott wars" ist eine genau so gute Antwort wie "frag nicht", "Der Osterhase hat's gemacht" oder "Deshalb". Götter erklären nichts schlüssig, sie liefern nur Scheinantworten.

Laut der Doktrin der abrahamitischen Religionen (Christentum, Islam, Judentum) aber auch Anderen Religionen, muss man glauben.
In den heiligen Büchern werden die Gläubigen der jeweils einzig wahren Religion zu Intoleranz (oft auch Gewalt) gegenüber Andersgläubigen und Ungläubigen aufgefordert und es droht eine furchtbare Bestrafung nach dem Tod, falls man nicht richtig geglaubt hat.

Auch wenn den Religiösen freier Wille und Entscheidungsfreiheit oft als Argument dienen, kann ich das hier nicht erkennen. 

Es ist wie die Entscheidungsfreiheit des Bankangestellten, dem eine Waffe vor die Nase gehalten wird. Da sagt der Bankräuber :

"Ich raube dich nicht aus, ich zwinge dich zu nichts, mir ist deine
Entscheidungsfreiheit sehr wichtig. Ich bitte dich nur höflich, mir
alles Geld zu geben, ok? Ach ja, wenn du dich nicht dafür entscheidest,
mir das Geld zu geben, erschieße ich dich, aber es ist deine freie
Entscheidung, ich zwinge dich zu nichts."

Du musst also aus freien Stücken glauben, sonst wirst du bestraft. Wer erkennt da einen Widerspruch?

Da wirklicher Glaube (im Gegensatz zur Religionszugehörigkeit) sowieso nicht erzwungen werden kann (aber auch Religionszugehörigkeit nicht erzwungen werden sollte, denn besonders im Christentum sollte die Wichtigkeit der Eigenschaften der Entscheidungsfreiheit und Nächstenliebe bekannt, geschätzt und vor allem letztere angestrebt werden), kann und darf einem niemand zu einem Glauben zwingen. 

Von daher musst Du nicht an etwas glauben, insbesondere sofern es das Christentum betrifft, aber wenn Du möchtest, kannst Du es.

Giustolisi 25.11.2016, 09:06

besonders im Christentum sollte die Wichtigkeit der Eigenschaften der Entscheidungsfreiheit und Nächstenliebe bekannt, geschätzt und vor allem letztere angestrebt werden)

Laut der Doktrin der meisten christlichen Glaubensrichtungen wird man für Unglauben von Gott bestraft. Ich sehe da keine Entscheidungsfreiheit, denn es wird ja mit äußerst unangenehmen Konsequenzen gedroht, sollte man sich nicht wie gewünscht entscheiden.

Es ist wie die Entscheidungsfreiheit des Bankangestellten, dem eine Waffe vor die Nase gehalten wird. Da sagt der Bankräuber :

" Ich raube dich nicht aus, ich zwinge dich zu nichts, mir ist deine Entscheidungsfreiheit sehr wichtig. Ich bitte dich nur höflich, mir alles Geld zu geben, ok? Ach ja, wenn du dich nicht dafür entscheidest, mir das Geld zu geben, erschieße ich dich, aber es ist deine freie Entscheidung, ich zwinge dich zu nichts."

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JTKirk2000 25.11.2016, 09:24
@Giustolisi

Laut der Doktrin der meisten christlichen Glaubensrichtungen wird man für Unglauben von Gott bestraft. Ich sehe da keine Entscheidungsfreiheit, denn es wird ja mit äußerst unangenehmen Konsequenzen gedroht, sollte man sich nicht wie gewünscht entscheiden.

Laut der Doktrin vielleicht, aber ganz sicher nicht laut der Bibel. 

Es ist wie die Entscheidungsfreiheit des Bankangestellten, dem eine Waffe vor die Nase gehalten wird. Da sagt der Bankräuber :

Schlechtes Beispiel, aber es obliegt auch dann noch der Entscheidungsfreiheit des Bankangestellten, ob dieser der Forderung des Bankräubers folgt oder nicht. Die Konsequenzen sind aber immer das Resultat unserer Entscheidungen, nur ändern die Konsequenzen, egal ob absehbar oder nicht, nichts daran, dass wir uns frei entscheiden können. Die Konsequenzen mögen uns, besonders wenn sie absehbar sind, vielleicht nicht erstrebenswert erscheinen, aber sie sind dennoch nichts weiter als logische Resultate dessen, wie wir uns entscheiden (können).

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Giustolisi 25.11.2016, 11:27
@JTKirk2000

Laut der Doktrin vielleicht, aber ganz sicher nicht laut der Bibel.

Ach Wirklich? Du scheinst deine Bibel nicht wirklich gut zu kennen.

5Mo 17,2-5 (Gott befiehlt): Wenn jemand in deinem Dorf gegen Gottes Vorschriften verstösst, insbesondere wenn jemand ....anderen Göttern dient und sie anbetet, muss das untersucht werden. Wenn es stimmt, dass solcher Gräuel in Israel verübt worden ist,dann sollst du die Fehlbaren vor das Dorf führen und zu Tode steinigen.

Mi 5,14: Und will Rache üben mit Grimm und Zorn an allen Heiden, die nicht gehorchen wollen.

Röm 1,18-19: Denn Gottes Zorn vom Himmel wird offenbart über alle Gottlosen und Ungerechten, die die Wahrheit (nicht erkennen wollen), obschon sie ihnen Gott gezeigt hat.

Mt 13,47-50 (Jesus sagt): Mit dem Reich Gottes ist es wie mit einem Fischernetz, womit man man allerlei Fische fängt. Wenn es voll ist, ziehen sie es an das Ufer und sortieren den Fang. Die guten Fische landen in Körben, und die schlechten werfen sie weg. So wird es auch am Ende der Welt geschehen: Die Engel werden ausgehen und die Bösen von den Gerechten (die die Vorschriften Gottes befolgt haben), trennen und in den Feuerofenofen werfen. Da wird Heulen und Zähneklappern sein.

Ps 9,6-7: Du (Gott) massregelst die Heiden und bringst die Gottlosen um. Ihren Namen vertilgst du auf immer und ewig...... Ihre Städte hast du zerstört und die Erinnerung an sie ausgelöscht.

2Petr 3,7: Himmel und Erde werden durch sein (Gottes) Wort bestehen, biszum Feuer des Gerichtstages, an dem die Gottlosen verdammt werden.

Das ist nur eine kleine Auswahl. Alle Stellen an denen von der Bestrafung, Verdammung oder Vernichtung der Ungläubigen die Rede ist zu zitieren, würde den Rahmen sprengen.

Schlechtes Beispiel, aber es obliegt auch dann noch der
Entscheidungsfreiheit des Bankangestellten, ob dieser der Forderung des Bankräubers folgt oder nicht.

In was für einer wirren Welt lebst du?
Nach der Logik könnte man straffrei eine Bank überfallen, da einem das Geld ja freiwillig gegeben wurde. Man könnte argumentieren, dass es die freie Entscheidung des Bankangestellten war, das Geld in den Sack zu stopfen und über den Tresen zu reichen.

Die Androhung von negativen Konsequenzen ist das Ende der Entscheidungsfreiheit. Wahrhaft frei wäre die Entscheidung des Bankangestellten nur, wenn die Entscheidung das Geld nicht raus zu rücken, keine negativen Konsequenzen für ihn hätte.

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Das ist deine persoenliche Sache. Du kannst an Gott glauben, besser du wuerdest um ihn wissen, weil du ihn entdeckt in Dir entdeckt hast.

Alles Glauben hindert dich am Wissen. Wenn du mal allen Glauben, was immer das auch sein mag, hinter dir laesst und nur das nimmt, was du wirklich weisst, dann kannst du sagen, ich habe nur Wissen durch Erfahrung.

Alles andere sind Geschichten, Traeume und fixe Ideen.

Nimm nichts, was dir jemals gesagt wird als bare Muenze, sondern ueberzeuge dich selbst durch eine Erfahrung und das weisst was Sache ist.

Fast alle Menschen leben nur aus zweiter Hand, weil sie alles glauben muessen, was ihnen die Gesellschaft erzaehlt, aber das ist nichts wert.

Wertvoll sind nur erste Hand Erfahrungen, aus dem Leben, dort wo die Musik spielt. Und bedenke, alle Erfahrungen anderer Menschen nuetzen dir ueberhaupt nichts, denn sie haben eine andere Lebensgeschichte und bstimmte Dinge hatten fuer sie eine persoenliche Bedeutung zu einer bestimmten Zeit. Das muss fuer dich noch lange nicht gelten.

Glaube an die Dinge  die du weisst, weigere dich, Dinge zu glauben, wenn du sie nicht erfahren hast und du erkennst dann, dass wir in Fakt fast gar nichts wissen! Alles Gute!

Nein, das musst Du nicht.  Wir alle "müssen" nur irgendwann sterben.

Aber du darfst GOTT trotzdem jetzt und "danach" im Guten erfahren. 

Er schenkte Dir dieses Leben und Du - Dein wahres inneren SEIN, Deine SEELE - wird nach dem Vorgang vom TOD - weiter existieren dürfen.

Ob Du nun an Gott glaubst oder nicht, dadurch kannst Du seine wirkende Existenz nicht und niemals beeinflussen. 

Sei also froh drum und glaube !

Nicht unbedingt! Du kannst auch an den heiligen Fusspilz zwischen deinen Zähnen glauben, wenn dich das überzeugt. Man kann nicht glauben müssen! 

Apostelgeschichte 17, 30-31:

"Zwar hat Gott über die Zeit der Unwissenheit hinweggesehen; nun aber

gebietet er den Menschen, dass alle an allen Enden Buße tun. Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er richten will den Erdkreis mit Gerechtigkeit durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, und hat jedermann den Glauben angeboten, indem er ihn von den Toten auferweckt hat".

Von daher gesehen, gibt es im Grunde schon so etwas wie eine Bringschuld, aber sicherlich kann der Glaube und die Buße nicht erzwungen oder künstlich herbeigeführt werden.

Die Bibel betont sogar, daß es letztlich Gott ist, der einen Menschen zur Buße führt (Römer 2,4). Es ist nicht einfach zu verstehen, daß man einerseits aufgefordert wird sich aktiv zu Gott zu bekehren und an die Vergebung seiner Sünden zu glauben (Johannes 3,16), und andererseits natürlicherweise dazu gar nicht in der Lage ist.

Es ist einfach Gnade und Gottes Souveränität. Glaube kommt nicht aus Werken, aber ohne Werke ist es auch kein Glaube. Verstehen müssen wir auch nur, daß Gott uns liebt und Jesus Christus unser Heiland und Erlöser ist - und wir daran glauben sollen, wenn Gott es uns deutlich macht. Glaube kommt durch die Predigt und diese widerum durch die Worte Jesu in der Bibel und durch den Heiligen Geist. Daran sollten wir uns halten.

Giustolisi 25.11.2016, 09:23

Und was passiert laut der christlichen Doktrin mit den Ungläubigen?

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joergbauer 25.11.2016, 12:14
@Giustolisi

Ist das für dich wichtig, oder die Antwort ein Grund zu glauben oder besser doch nicht zu glauben? Würdest du glauben wollen, wenn alle Menschen grundsätzlich erlöst werden - auch ohne Glauben?

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Ich kenne keine gesetzliche Grundlage in der Bundesrepublik Deutschland, die Dich dazu verpflichtet.

Natürlich nicht. Warum auch? Geht wunderbar ohne!

Niemand kann dich zwingen zu glauben. Das ist technisch betrachtet nicht möglich. Du kannst beeinlusst werden oder überzeugt oder kannst auf eine individuelle Weise zu einem Glauben kommen. Du kannst bei bestimmten Lebensumständen dazu gebracht, sogar gezwungen werden, eine Relion auszuüben, aber ob du wirklich an Got glaubst, lässt sich nicht erzwingen und auch nicht nachweisen.

Nein, du musst nicht.

Nein, niemand kann Dich dazu zwingen.

Du musst gar nichts, außer den Naturgesetzen gehorchen.

Nein. Mach was du für richtig hältst.

Ja klar unbedingt !

Ab mit Dir in die Frühmesse !

Müssen tust Du rein gar nichts ....

xxTOxx 25.11.2016, 16:50

Außer sterben.

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Welchen der tausenden Göttervorstellungen meinst du denn?

Abgesehen davon: Glauben muss niemand und es ist auch nicht besonders klug an überhaupt etwas zu glauben. Entweder ich weiß etwas - oder ich weiß es nicht.

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