muß ich als Zeuge zum Gericht oder kann ich Aussage verweigern?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Du steckst da in einer schwierigen Situation.

Zunächst gehe ich davon aus, dass der/die Angeklagte/n nicht in direkter Linie mit dir verwandt sind oder dass du dich selbst einer Straftat belasten könntest. Damit fällt ein Zeugnisverweigerungsrecht für dich weg.

Du hast jedoch Angst, der/die Angeklagte/n könnten sich an dir rächen, wie sie es auch schon bei anderen getan haben. Hier stellt sich natürlich die Frage, wie konkret diese Bedrohung für dich ist. Solange sie allgemeiner Natur ist, dass dies eben schon vorgekommen ist, aber du persönlich noch nicht bedroht wurdest, wirst du im öffentlichen Prozess aussagen müssen. Um hier eine Sonderstellung durchsetzen zu können, müsste die Bedrohung schon sehr ernsthaft und sehr direkt vorliegen.

Wenn du kein Aussageverweigerungsrecht hast und vor Gericht immer die Wahrheit sagen musst, wird dir gar nichts anderes übrig bleiben, als wahrheitsgemäß auszusagen, wenn du nicht selbst für die Aussageverweigerung belangt werden willst.

Du musst zur Ladung bei Gericht erscheinen - oder du wirst von der Polizei vorgeführt und musst alle Kosten für Terminverschiebungen bezahlen. Du kannst allerdings bei deiner Aussage darauf hinweisen, dass du keine Aussage (in der Verhandlung) machen kannst, weil du bedroht wirst. Dann kannst du einzeln (außerhalb) vernommen werden. - Es gibt die Möglichkeit, dich einzusperren, wenn du nicht aussagst!

Wenn du mit den Tätern nicht in direkter Linie verwandt bist, dann musst du aussagen und hast kein Aussageverweigerungsrecht.

Nur wenn du mit dieser Person z.B. verheiratet oder verwandt bist, ansonsten musst du aussagen

Was möchtest Du wissen?