Muss ich als (studentische) Aushilfe immer auf Abruf stehen?

7 Antworten

Was ist denn in Deinem Arbeitsvertrag zu Überstunden vereinbart? Sollte es keine Vereinbarung geben musst Du die vereinbarten 80 Stunden pro Monat arbeiten. Mehr nicht. Alles andere wäre dann freiwillig.

Dein Chef wusste doch schon länger dass der Mitarbeiter ab dem Zeitpunkt der Geburt in Urlaub ist. Er hätte das einplanen und für Ersatz sorgen müssen.

Wenn Du wegen der Magisterarbeit nicht mehr arbeiten kannst/willst als vertraglich festgelegt, hat das mit Arbeitsverweigerung nichts zu tun. Dein Chef kann Dir ja viel erzählen. Man bringt mal kurz einen Anwalt ins Spiel und alle springen. So funktioniert das nicht.

Das ist auf keinen Fall ein Kündigungsgrund. Der Ausfall des Mitarbeiters ist ja auch kein Notfall, da schon länger bekannt.

Wenn du "auf Abruf" bereit stehen musst, muss der Arbeitgeber diese Zeit, die du ja auch irgendwie zur Verfügung stehen sollst, auch (mit einem Anteil des regulären Lohns) bezahlen. Das wei der Anwalt auch.

Aber Anwälte schreiben genau das, was ihr Mandant gerne haben will. Der Anwalt ist schließlich kein unabhängiger Schiedsrichter, sondern IMMER PARTEI

Danke für Eure Antworten.

Ich habe einen ganz normalen Aushilfsvertrag ohne Sonderregelungen, wie etwa Abrufbereitschaft.

Der "anerkannte" Kündigungsgrund ist enorm wichtig, weil ich in diesem Fall natürlich auf eine Abfindung spekuliere, wenn, dann will ich mit wehenden Fahnen untergehen!

@Daliidad: Herzlichen Glückwunsch zur 1,0 in Deiner Magisterarbeit. Hast Du während dieser Zeit auch mind. 20 Std./Woche gearbeitet? Also ich kriege es nicht gut gebacken, morgens um 6:00 Uhr mit meiner Schicht zu beginnen und dann nach acht Stunden noch große mentale Leistungen zu vollbringen, mit Organisation hat das wenig zu tun. Ich arbeite momentan immer 3-4x die Woche und weigere mich nur, noch mehr Schichten zu übernehmen.

Meine Toleranzgrenze war in dem Moment erreicht, als ich gehört habe, das mein Chef einen Anwalt befragt hatte. Eigenartige Aktion von einem sonst eher kollegialen Chef...Nach vielen bösen Erlebnissen, lass ich mir inzwischen weniger gefallen im Job, denn auch Aushilfen haben Rechte und ich muss mir nicht seit fast drei Jahren den Po aufreißen, um dann "bedroht" zu werden...Erfahrungen am Arbeitsgericht habe ich und Prozeßkostenhilfe würde ich auch kriegen :)

Ich bin gerade ein wenig aufgewühlt...einen schönen Sonntag Euch allen.

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