Muß ich als Mieter jede Versicherung des Vermieters akzeptieren/bezahlen

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3 Antworten

Hallo Meyki

ja Du musst sie akzeptieren, Du kannst zwar mit Deinen Vermieter reden, Es ist aber seine Angelegenheit, wo er sein Haus versichert! Ich habe selber ein Haus gemietet, und ich habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht, ob es evt eine billigere gibt. Aber Du bezahlst doch schon die Nebenkosten, da ist es doch anteilmässig schon drinne, also dürfte am Jahresende keine böse Überraschung kommen

zu1) NEIN, zu 2) JA;

Der Vermieter ist dem Prinzip der Wirtschaftlichkeit verpflichtet:

"Bei der Umlage der Betriebskosten ist der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit zu beachten. Dieser gilt für die Verursachung, Erfassung und Abrechnung der Betriebskosten. Dieser Grundsatz schreibt ein vertretbares Kosten-Nutzen- Verhältnis vor. Nur solche Betriebskosten können umgelegt werden, die "bei gewissenhafter Abwägung aller Umstände und bei ordentlicher Geschäftsführung gerechtfertigt sind".

Ist es hier also, wie leider nur zu oft so, daß der Vermieter hier einem Freunde/Geschäftspartner entgegenkommend einen deutlich teureren Versicherer bestimmte, so kann der Mieter dies wohl in seiner Betriebskostenabrechnung monieren. Solange diese nämich nicht schlüssg, für den Laien nachvollziehbar ihm zugestellt wurde, solange bleibt die Forderung (die Nachberechnung jedefalls, da die BK-Abrechnung nämlich zudem in Gänze) nichtig, muß nicht bedient werden. Das hat was! Oder. Zumindest kann man damit seinen Vermieter dem Mietecht etwas näherbringen. Darauf nicht einzugehen, bleibt ihm dabei unbenommen; aber wenn er dazu Klage führt, wird ihm Lehre zuteil werden. Denn wie bemerkte Sophokles so trefflich: "Hab' ich das Recht zur Seite, schreckt mich dein Drohen nicht!"

Hallo,

normalerweise sind die umlagefähigen Versicherungen im Mietvertrag definiert; das sind i.d.R. die Gebäude-, Haus- und Grundbesitzer, Öltankhaftpflicht - und ggf. Glasversicherung. Quasi die Versicherungen, die der Eigentümer zum Schutz seines Eigentumes und Deinem Wohnraum abgeschlossen hat.

Gerade bei der Gebäudeversicherung tauchen immer wieder Probleme - insbesondere bei schadenbelasteten Objekten - auf. Die Schmerzgrenze für die Obergrenze ist recht weit hoch angesiedelt und man muß tatsächlich im Einzelfall prüfen, ob die Konditionen aus dem "normalen" Markt fallen und / oder ob eine Selbstbeteiltigung ggf. nicht sinnvoller ist.

Um Mißverständnissen vorzubeugen: Zur Einzelfallprüfung gehört auch die Berücksichtigung der bisherigen Schäden und hier sind viele Versicherungen derzeit sehr unentspannt - mehr als 2 Schäden in den letzten 5 Jahren könnten schon als problematisch dargestellt werden!

Bis denne

Christian

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