Muss ich als Mieter folgenden Notdiensteinsatz bezahlen?

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12 Antworten

Die Daten des Vermieters nicht parat?

Blöd, dass es am Feiertag passiert ist, aber sofort danach hättest Du in der Tat den Vermieter kontaktieren müssen. Dieser hätte seine Versicherung einschalten können, die immer dann eintritt, wenn Leitungswasser z. B. durch einen Rohrbruch austritt. Der Notdienst wäre wohl von der Versicherung bezahlt worden, denn die wären froh gewesen, wenn auf diese Weise kein weiterer Schaden eintritt.

Das jetzt noch nachmelden, dürfte wohl schwierig sein. Insofern ist es ggf. Dein Versäumnis, wenn der Vermieter den Einsatz nicht von seiner Versicherung erstattet bekommt und somit solltest Du ggf. diese 300 € zahlen. Bitte aber den Vermieter darum, die Sache noch seiner Versicherung zu melden. Vielleicht sind die so kulant, dass sie auch die verspätete Meldung noch akzeptieren.

"Die Daten des Mieters nicht parat?"

Ja, ich hatte den Mietvertrag mit allen Daten nicht unter "M" oder "V" sondern ganz hinten im letzten Ordner nach allen Papieren. Ich dachte damals vor über drei Jahren wohl schlauerweise, dass ich ihn dort am schnellsten finde und das ein guter Platz für die "ganz heißen" Unterlagen sei. Jetzt im Notfall beim panischen Durch-die-Papiere-Wühlen habe ich das natürlich nicht gefunden. Na ja, jetzt daraus gelernt und 300€ Lehrgeld dafür gezahlt...

Danke aber für den Ratschlag!

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... also, unsere Bewohner können das Wasser mittels Schieber/Eckventil u.a. absperren und somit besteht keine Eilbedürftigkeit für solche Notdienste. Ärgerlich ist natürlich, daß weder Vermieter, noch Verwaltung, noch Hausmeister, noch Nachbarn, noch Aushang zur Verfügung standen.

Somit fürchte ich, es muß bezahlt werden.

Die Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten. Wenn Du die Kontaktdaten nicht parat ist, geht das eindeutig zu Deinen Lasten. Niemand anders ist daran schuld.

Nun war es immerhin eine Notfallsituation, wenn denn in größeren Mengen Wasser in die Wohnung lief. Ein paar Tropfen reichen nicht aus. Ob der Notdienst korrekt gearbeitet und abgerechnet hat, wäre auch noch eine interessante Frage.

Wenn ein sofortiges Eingreifen erforderlich gewesen wäre, könnte es durchaus sein, dass die Information des Vermieters bzw. der Hausverwaltung hinten dran gestanden hätte. Dann hätte u. U. das sofortige Eingreifen in die Situation Vorrang gehabt, um weitere Gefahren und Schäden zu verhindern.

Hi Thi,

ich bin mit dem Mietrecht nicht sehr vertraut und habe gerade praktisch nur 2 Minuten Zeit. Ich würde nicht unbedingt davon ausgehen, dass dieser notdienst Einsatz selbst zu bezahlen wäre, da es sich so anhört als lägen die Voraussetzungen des § 536a II Nr. 2 BGB vor. Das müsste aber ggf. Näher geprüft werden.

Die Antwort erhebt keinerlei Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit.

Viele grüße, JS

Wer den Handwerker / Notdienst bestellt, der muss i.d.Regel auch dafür bezahlen.

Zumal es vermutlich nicht erforderlich gewesen wäre, einen Notdienst zu ordern. Für den Moment hätte es ja genügt, das Wasser abzustellen und den Boiler am folgenden Werktag zu erneuern...

Frage: Was war denn das Teure an der Rechnung:

Der neue Boiler oder der Einsatz am Feiertag?

Grüße, ------>

Danke erstmal für die Antwort!

Das war etwa zu jeweils einem guten Drittel der Noteinsatz, 100% Feiertagsaufschlag und dann noch die Anfahrtskosten, da der Mensch vom Arsch der Welt kommen musste.

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@Thiqa

Ja, das ist tw. echt unverhältnismäßig teuer...

Hat denn der Notdienst ein neues Gerät geliefert und montiert?

Weil: Wenn der Boiler erneuert wird, ist das eigentlich die Sache des Vermieters.

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Zuerst einmal gilt der Grundsatz, wer bestellt, der zahlt. Wäre er nicht zu erreichen gewesen und hätte ein Notfall vorgelegen, könntest du aus der Pflicht raus kommen, aber ohne einen Versuch ihn zu erreichen, sieht das eher schlecht aus.

Denke daher, du solltest das Angebot annehmen.

Bei so einem Schaden (vgl. Rohrbruch) bist du mMn nicht verpflichtet ihn zu kontaktieren, sondern kannst selbst einen Handwerker bestimmen, da es sich um einen Notfall handelt. Wird der Schaden nicht sofort behoben, hätte die Wohnung vermutlich einen größeren Schaden (als 478€) erlitten.

Ich bin jedoch kein Jurist. Wenn du eine verlässliche Aussage willst, dann kontaktiere einen Juristen.

Ich würde davon ausgehen, dass er dir nur die tatsächlichen Mehrkosten aufbrummen kann, die Dein unabgesprochenes Beauftragen verursacht hat. Andererseits wirst du da nicht so viel erreichen können. Wenn ich du wäre, würde ich den Vorschlag annehmen und mir einen Notfallordner zulegen in dem ich die Notfallnummern meines Vermieters und andere wichtige Dinge stets parat habe.

also eigentlich hat der Vermieter schon recht, denn wer anschafft, der zahlt. du hast den Notdienst geholt, womöglich noch unterschrieben.. dann musst du auch zahlen.. ich hoffe ihr könnt euch trotzdem noch irgendwie einigen

Es kommt auf den Boiler an. War das so ein Untertischgerät, wo du einfach nur den Wasserzulauf hättest abdrehen müssen, damit kein Wasser durch die Wohnung läuft? Dann hattest du die Pflicht, das Wasser einfach abzudrehen, die Nässe aufzuwischen und dann den Vermieter zu informieren. Das wäre KEIN Notfall gewesen. Handelte es sich um einen Rohbruch in der Wand, wo du komplett das ganze Wasser für die Wohnung abstellen musstest, dann wäre es ein Notfall gewesen. Im Notfall zahlt der Vermieter alles. Ohne  Vorliegen eines Notfalls bist du an der Höhe der Rechnung selber schuld.

Ja er ist juristisch gesehen im Recht. Du kannst noch froh sein, dass er dir aus Kulanz noch etwas entgegen kommt. Normalerweise muss er seine Zustimmung, auch im Notfall, geben. 

Leider hatte ich auch nach längerem Suchen ärgerlicherweise die Daten meines Vermieters nicht parat

insofern kannst du froh sein, dass dein VM so kulant ist.

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