Muss ich als ehemaliger Eigentümer nach Zwangsversteigerung Miete zahlen?

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16 Antworten

Ja, das ist zulässig, denn Ihr habt das Haus ja weiterhin genutzt. Und nur, weil nichts Schriftliches existiert, heißt das nicht, daß auch kein Vertrag existiert.

Wäre es Euch lieber gewesen, wenn Ihr direkt nach dem Versteigerungstermin hättet ausziehen müssen?

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Kommentar von XtraDry
12.02.2011, 13:18

Hier besteht aber eindeutig auch kein mündlicher Vertrag...

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Ja das ist zulässig - sie hätten euch ja auch einfach rauswerfen können, das wäre nach einer Zwabgsversteigerung kein Problem. Da hättest du normalerweise nach 4 Wochen raus müssen.

Das Recht des neuen Eigentpmers ergibt sich aus dem § 546 a Bürgerliches Gesetzbuch:

http://dejure.org/gesetze/BGB/546a.html

Der neue Eigentümer hatte euch 8 Wochen zugestanden, danach kann er ohne weiteres die ortsübliche Miete verlangen.

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Kommentar von XtraDry
12.02.2011, 16:11

Absoluter Quatsch...

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Kommentar von heimwerker
12.02.2011, 19:28

@Raimund: BGB 546a greift hier nicht. Es setzt ein Mietverhältnis voraus und hier gibt es keines. MfG

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Du kannst ja sofort ausziehen, dann brauchst Du nichts zu bezahlen. Wenn nicht, dann nutzt Du deren Eigentum. Hier kommt es auf den Übergabevertrag an - was steht da drin?

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Die Käufer haben Anspruch auf Nutzungsentschädigung (Schadensersatz) in Höhe der ortsüblichen Miete für das ersteigerte Objekt, ansonsten hätte eine kostenlose Nutzung für den genannten Zeitraum vereinbart werden müssen.

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Kommentar von XtraDry
12.02.2011, 13:38

Welche Rechtsgrundlage sollte diese Schadenersatzforderung haben? Wo ist der Schaden?

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Wenn kein Mietvertrag zustande gekommen ist, sehe ich nicht die Pflicht eine Miete zu zahlen. Es sei denn, es wurde beim Verkauf etwas in diese Richtung vereinbart, in Verbindung mit dem Auszugstermin evtl.? Welche Grundlage sollte die Miete auch haben. Die Frage wäre, ob Die neuen Besitzer eine Entschädigung fordern können. MfG

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Miete dürfen sie definitiv nicht verlangen, da dies einen schriftlichen oder mündlichen Vertrag voraussetzt, der hier nicht existiert.

Die Frage ist, ob es eine andere Rechtsgrundlage für eine Geldforderung gibt. Denkbar wäre z.B. Schadenersatz gemäß § 823 BGB...

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Kommt darauf an was vertraglich vereinbart wurde, ob ihr während der Zeit kostenlos wohnen könnt etc. so etwas wird normalerweise immer festgehalten.

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Kommentar von XtraDry
12.02.2011, 13:43

Wenn dem so wäre, sollte man davon ausgehen, dass der Fragesteller nicht so verwundert fragen würde...

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Nutzungsentschädigung gemäß § 546a BGB. Und jetzt gebt euch, ihr Kinder!

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Nenn Es Miete oder Nutzungsentschädigung.Ihr habt janoch gewohnt.

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Kommentar von XtraDry
12.02.2011, 13:56

Das beantwortet nicht die Frage...

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Hab nochmal recherchiert...

Der Anspruch auf Nutzungsentschädigung ergibt sich aus § 56 ZVG i.V.m. §§ 812, 99 BGB (LG Hagen 12. 11. 1993; DWW 1994, 51)...

http://dejure.org/gesetze/ZVG/56.html

Insofern ist die Frage zu bejahen, dies ist zulässig...

Die Höhe dürfte sich nach dem örtlich zu erzielenden Mietzins für das ersteigerte Objekt richten...

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Die neuen Besitzer haben alle Rechte und Pflichten aus dem bestehenden Mietvertrag mitgekauft. Dazu gehören auch die Miethöhe und die Kündigungsfristen sowie alle anderen Vertragsbestandteile.

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Kommentar von XtraDry
12.02.2011, 13:16

Einfach mal lesen: Es gibt keinen besthenden Mietvertrag...

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Laut Anwalt greift Mietrecht in diesem Fall

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Nein, eine Miete kann nicht fällig werden, solange kein Mietvertrag existiert. Offenbar wurde hier weder mündlich noch schriftlich ein solcher Vertrag geschlossen. Auch konkludentes Handeln liegt hier anscheinend (noch) nicht vor.

Allerdings ist das alles nur Wortklauberei, denn wenn es auch kein Mietvertrag ist, dann kann der neue Eigentümer wahrscheinlich für die Nutzungszeit einen Schadenersatz für die entgangene Miete einfordern, da die Wohnung ja nicht vermietbar war, weil ihr sie "blockiert" habt. Damit kommt es letztlich alles aufs gleiche raus.

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Kommentar von XtraDry
12.02.2011, 13:39

Schadenersatz aufgrund entgangener Mietzahlung kann kaum sein, da man nicht davon ausgehen kann, dass diese Haus innerhalb dieser zwei Monate vermietet worden wäre...

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Ob ein Mietvertrag bestand oder nicht, spielt keine Rolle. In dem Moment wo das Haus verkauft ist ( beim Notar eingetragen ist)ist es nicht mehr dein Eigentum, sondern du bist ab diesem Moment " Nutzer " und als solcher hast du auch Miete zu zahlen, da du die Räumlichkeiten weiter genutzt hast.

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Kommentar von XtraDry
14.02.2011, 10:12

Einfach mal nachdenken und einsehen, dass das Quatsch ist... Du sagst es selbst, er ist NUTZER. MIETE zahlen muss aber logischerwise nur ein MIETER...

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Umsonst gibt es "heute" fast nichts mehr. Kostenloses Wohnen ist im Normalfall ein unangemessenes Wunschdenken. Klar muss man, wie geschildert, bezahlen.

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Kommentar von XtraDry
12.02.2011, 13:17

Aber nicht auf Grundlage des Mietrechts...

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na klar ist da zulässig. Du hast doch drin gewohnt oder?????????????????

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Kommentar von XtraDry
12.02.2011, 13:18

Aber nicht auf Grundlage des Mietrechts...

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