Muss ich all das als Mieter machen?

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4 Antworten

Die Forderungen des Vermieters bis auf die Entfernung der Farbflecken, musst du nicht erfüllen. 

Die Klausel zu Schönheitsreparaturen ist wegen ihrer starren Fristen unwirksam, was letztlich dazu führt, dass du die Wohnung lediglich besenrein zu übergeben hast.

Kannst du mir evtl eine Quelle geben auf diese ich mich beziehen kann. oder gibt es dazu ein gesetz? danke! danke danke!!!!! will mir das alles ausdrucken und mitnehmen. Achja und Desweiteren hatte er mir gestern abend im whatsapp eine Frist bis heute 27.02.16 12.00 gesetzt, dass ich zu allen Reparaturen zustimmen soll. ansonsten schickt er eine Putzfirma und zieht uns das von der Kaution ab. ich antwortete dann um 13.00, dass wir alle Arbeiten zu denen wir VERPFLICHTET sind ausführen werden. mehr nicht.

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Schon wieder so ein hanebüchender Unsinn von dir :-(

Die "Wohnung mit teils grauen Farbakzenten" hätten Zitrone182 schon bei ihrem Einzug behoben verlangen können, wenn ihr dies nicht gefiel.
Nun muss sie es, wenn es dem Nachmieter oder Vermieter nicht passt, denn eine derartige Farbstellung entspricht keinesfalls dem "überwiegenden Geschmack der Mehrheit der Mietinteressenten" und ist als Mangel zu beseitigen.
Und zwar "in sachgerechter Ausführung mittlerer Art und Gute", also so, dass das weder durchscheint noch das Ergebnis Ansätze, Streifen, Wolken, Farbnasen zeigt und mit sauberen Abschlüssen zu Türen, Fenstern, Steckdosen, Fußbodenleisten und Dichtungen.
Streicht man die über, muss man sie ersetzen, hinterlässt man Kleckser und Spritzer, die entfernen und ist der Anstrich sachmagelhaft, ihn nachbessern.
Oder einem Fachmann überlassen und dessen Arbeit bezahlen.

Mit Schönheitsreparaturen hat das alles überhaupt nichts zu tun - aber den Unterscheid kapierst du offenbar nie.

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@imager761

Wer hier Unsinn schreibt, bist eindeutig du!

Die Vertragsklausel zu den Schönheitsreparaturen ist unwirksam. Wenn der Vermieter gar keinen Anspruch hat, hat er auch keinen Anspruch auf einen zweiten Anstrich. 

Die grauen Akzente waren schon bei Einzug vorhanden. Da den Fragesteller an diesem Mangel kein Verschulden trifft, kann der Vermieter logischerweise auch hier keine Ansprüche stellen.

Woher du die Information nimmst, der mieterseitige Anstrich sei nicht fachmännisch ausgeführt, wird wohl dein Geheimnis bleiben. Aus der Fragestellung geht sie zumindest nicht hervor.

Die Fugen gehören nicht zu des Schönheitsreparaturen. Selbst wenn, wären wir wieder bei der Unwirksamkeit der Klausel.

Bleiben noch die Farbflecken, die mieterseitig zu entfernen sind.

Alles klar so weit?

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Danke Interesierter! an Imager761. die Grauen Farbstreifen haben wir da gelassen weil sie uns ganz gut gefielen. somit haben wir sie auch so wieder da gelassen, Schließlich haben wir es eben so auch bekommen.

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Die Schönheitsreparaturklausel ist, wenn so tatsächlich im MV stehend, unwirksam, da starre Fristenregelung.

Dichtungen und Fugen erneuern gehört nicht zu Schönheitsreparaturen.

Was der Vermieter jetzt plötzlich meint, ist ohne jegliche Relevanz (weisseln). Selbst wenn das so im MV stünde, wäre schon deshalb die Klausel unwirksam.

Fazit: Die Wohnung wäre lediglich besenrein zurückzugeben. Da ihr schon fleißig gewerkelt habt ohne tatsächlich dazu verpflichtet gewesen zu sein (Handeln nach Treu und Glauben), habt ihr nun Anspruch auf Herausgabe der euch entstandenen Kosten für Material und Arbeitszeit gemäß § 812 BGB wegen ungerechtfertigter Bereicherung.

Sind die o.g Aufgaben unsere Aufgabe?

Im Wesentlichen ja: Tatsächlich kann der VM "sachgerechte Ausführung" der Streicharbeiten verlangen.

Dazu gehört nicht nur sauberes Arbeiten, ohne Flecken und Kleckse zu hinterlassen, sondern ein gleichmäßig deckender, ansatzfreier Anstrich mit sauberen Abschlüssen zu Türen, Fenstern. Steckdosen oder Fußleisten.
Insofern kann er Nachbesserung durch zweiten Anstrich tatsächlich beanspruchen.

Acrylfugen sind allerdings Wartungsfugen und deren Erneuerung fällt dem Vermieter an.

Dichtungen ebenso, es sei denn, sie sind funktionstüchtig, aber schlampert überstrichen worden, was als Beschädigung nur durch Austauch zu beseitigen wäre.

Schönheitsreparaturen sind alle 5 Jahre ab Beginn der Mietzeit durchzuführen.

Die Klausel wäre in dieser Form starrer Fristen unwirksam :-)
Leider käme es darauf nicht an:

Denn eine Dekoration mit grauen Farbakzenten, die dem überwiegenden Geschmack der Mehrheit der Miteinteressenten nicht entspricht, darf als Mangel behoben verlangt werden, wenn ihr die Wohnung übergebt.

G imager761

Mit welcher Begründung sollt ihr die Acrylfugen auswechseln? Habt ihr diese eingebracht?

Was steht denn zu Renovierung im Mietvertrag?

Im Mietvertrag steht zur Renovierungen lediglich drin, dass Reparaturen alle 5 Jahre ab Beginn der Mietzeit (bei uns 01.11.11) durchzuführen sind. und die Beendigung des Mietverhältnisses wird nur so beschrieben: "die whg ist gesäubert und mit allen Schlüsseln abzugeben". SO. mehr nicht. Nein wir wussten bis gestern nicht mal was acrylfugen sind. wir haben nie etwas erneuert in der whg, geschweige denn ausgetauscht, kaputt gemacht.

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