Muss ich 3 Monate Kündigungsfrist für eine Mietwohnung einhalten und bezahlen,wenn meine Mutter gest

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8 Antworten

Nein, natürlich nicht. Es sei denn, Ihr seit Erben. Die übernehmen den Mietgegenstand und dürfen natürlich mit gesetzlicher Kündigungsfrist diesen aufgeben. Alles Gute in dieser schweren Zeit.

Zunächst einmal mein herzliches Beileid. Erben treten in den Mietvertrag ein so wie er ist. Daher bleibt auch die 3monatige Kündigungsfrist. Die Kündigung zum 28.02. sollte von allen Kindern unterschrieben werden. Zum 28.02. sollte als Zusatz noch dort stehen, "gegebenenfalls zu einem früheren Zeitpunkt." Man kann versuchen mit dem Vermieter zu besprechen, ob ein früherer Kündigungstermin möglich ist. Rechtlich muss er das nicht akzeptieren. Dabei aber bedenken, dass für das Ausräumen der Wohnung und etwaige Renovierungen i.d.R. 6-8 Wochen benötigt werden.

Ja, ihr habt diesen Mietvertrag quasi geerbt. Die drei Monate brauchen viele Nachkommen auch, um die Wohnung ordnngsgemäß zu räumen und zu renovieren

Die Erben treten vollumfänglich in die bislang bestehenden Pflichten des Erblassers ein, es sei denn, sie schlagen das Erbe aus.

Also kann der Vermieter verlangen, daß die Kündigungsfrist eingehalten wird. Einfach das Gespräch suchen, in den meisten Fällen wird man sich doch auf Kulanzbasis einig!

RedTigerchen 15.10.2012, 20:41

nicht ganz richtig.. sie können das Ablehnungsrecht des Eintrittsberechtigten (§ 563 Abs. 3 BGB) ausüben.

Quelle: http://www.mietrecht-hilfe.de/ratgeber/mietvertrag/rechtliche-besonderheiten-beim-tod-des-mieters.html

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MosqitoKiller 16.10.2012, 03:43
@RedTigerchen

Nein, können sie nicht, wie dort steht gilt dies nur für Ehegatten und im Haushalt lebende Kinder...

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michi57319 16.10.2012, 16:15
@MosqitoKiller

Aber selbst wenn die Erben nicht in die Mietverträge eintreten wollen, bleibt nur die gesetzliche Kündigungsfrist übrig.

Für den Vermieter übrigens auch, auch wenn der unter Umständen längere Fristen zu beachten hätte.

Also bleibt's bei der 3-Monats-Frist, es sei denn, man kann sich einigen.

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Da haben sie zwar recht, aber der Vermieter kann ja auch nichts dafür, dass ihre Mutter verstorben ist. Die rechtliche Lage ist eindeutig. Sie können entweder innerhalb von 6 Wochen nach Bekanntwerden des Todesfalls das Erbe gegenüber dem Nachlassgericht ausschlagen. In diesem Fall muss der Vermieter sehen, wo er bleibt. Haben Sie das Erbe nicht ausgeschlagen, sind Sie automatisch Erbe. Als Erbe treten Sie automatisch in den Mietvertrag ein, so wie er war. Sie können beispielsweise also auch die Wohnung als solche nutzen. Wenn Sie die Wohnung dann kündigen, können Sie dies nur mit ordentlicher Kündigungsfrist von 3 Monaten.Wenn Sie also beispielsweise am 17.10.2012 dem Vermieter die Kündigung schriftlich und mit Nachweis (Zeugen, Einschreiben) zustellen, dann endet die Kündigungsfrist für Sie am 31.1.2013.

Es bleibt natürlich dem Vermieter unbenommen, eventuell von Ihnen vorgeschlagene Nachmieter zu wählen, um für Sie die Zeit der Kündigung zu verkürzen.

Wenn Ihr das Erbe Eurer Mutter ausgeschlagen habt, nicht. Ansonsten hängt es vom Vermieter ab. "Verträge sind einzuhalten" vs pietätvoller Umgang.

Das ist gesetzlich vorgeschrieben und hat so seine Richtigkeit, daran ist nichts Unsittliches...

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