Muss Glauben immer gleich mit Relligion zusammenhängen?

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11 Antworten

Da muss man sorgfältig differenzieren zwischen Glauben, Spiritualität und Religion.

Der Glauben an ein Jenseits sowie an transzendente Entitäten oder Kräfte
(z.B. Götter, Dämonen, Teufel) ist der Spirtualität zuzurechnen. Da kann
man davon ausgehen, dass es das gibt, seit es Menschen gibt, die
versucht haben, Ursachen für Naturphänomene zu finden. Dem dürfte die
Entdeckung des Kausalitätsprinzips vorhergegangen sein.
Wenn man nun danach sucht, wann Menschen dieses Prinzip zum ersten Mal angewendet  haben, kommt man auf die Werkzeugherstellung. Nur wenn man dieses  Prinzip anwendet, kann man Werkzeuge in Serie und in Varianten herstellen. Davon trennen muss man die zufällige Entdeckung von
Werkzeugen und deren Weitergabe an Nachkommen, wie man es bei einigen Rabenvögeln z.B. beobachten kann. Da kann man noch nicht davon ausgehen,dass ein allgemein erkanntes Prinzip konkret angewendet wurde. Es liegt also nahe, aber auch das ist nur Spekulation, dass sich die erste
Spiritualität wowöglich schon vor etwa 3,3 Millionen Jahren bei den
Vormenschen (Australopithecus) entwickelt hat.

Nun betrachten wir die Definiton von Religion. Laut Duden ist Religion:
1.(meist
von einer größeren Gemeinschaft angenommener) bestimmter, durch Lehre
und Satzungen festgelegter Glaube und sein Bekenntnis
2.gläubig verehrende Anerkennung einer alles Sein bestimmenden göttlichen Macht; religiöse Weltanschauung
3.Religionslehre als Schulfach, Religionsunterricht

Religion setzt also eine "Einheitsmeinung", sprich Lehrmeinung, zu
spirituellen Themen voraus. So etwas kann sich aber nur in einer
Gesellschaft entwickeln, die beginnt, sich auch politisch zu immer
größeren Einheiten zu organisieren. Daher beinhalten praktisch auch fast
alle Religionen eine politische Ideologie. Religion war positiv gesehen
Idenditätsstifter, negativ gesehen ein Mittel, um die Massen zu lenken,
sprich Macht auszuüben. Daher kann gesagt werden, dass religiöse und
politische Entwicklung parallel laufen. Andrastor hat schon die Ägypter
genannt und die gehören da auch zu den Hauptverdächtigen. Man könnte
höchstens noch früher nach Mesopotamien schauen. Gerade bei den alten
Kulturen ist es auch auffällig, dass religiöse Blüte und politisches
Einheitsbestreben, sprich Sozialismus statt Individualismus und
Pluralismus, regelmäßig Hand in Hand gingen.

Eine ähnliche Parallele kann man heute und hier beobachten. Die
"klassische einheimische" Religion, das Christentum franzt an allen
Ecken und Enden aus. Immer weniger bekennen sich zu einer Religion und
treten aus der Kirche aus. Das geht Hand in Hand mit der Weigerung, sich
durch die politische Macht in ein bestimmtes Schema pressen zu lassen.
Im Moment scheint sich der Kreis zu schließen, denn mit der Abkehr von
Religion gewinnt individuelle Spiritualität wieder mehr an Gewicht. Es
ist modern, dass sich jeder seinen eigenen Gott bastelt. Die Bibel als
Bekenntnisgrundlage verliert immer mehr an Gewicht. Mit der Weigerung,
sich religiösen Regeln zu unterwerfen, erlangte auch das einfache Volk
Wohlstand.

Im Iran kann man ähnliches beobachten. Das Streben der Jugend nach
Freiheit und Individualität geht offensichtlich einher mit einer
zunehmenden Ablehnung der Religion. Das wird aber noch etwas dauern,
denn erst nach einer Generation der inneren Abkehr folgen Generationen,
die auch die äußere Abkehr vollziehen. Ob sie dann Individuell-Gläubige,
Spiritisten, Esoteriker oder gar Atheisten werden, wird sich zeigen.

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Gott sei Dank leben wir in einem Land und in einer Zeit, wo Du an alles glauben kannst, was Du willst, jeden Glauben ausüben darfst, den Du magst, solange Du nicht gegen geltendes Gesetz verstößt, bzw. andere in ihren Freiheiten einschränkst etc.

Ich finde das sehr gut und richtig so. Die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft ist nicht zwingend erforderlich, gibt aber vielen gläubigen Menschen ein gutes Gefühl der Zusammengehörigkeit. Und solange das so ist, haben sie ihre Daseinsberechtigung.

Abgesehen davon erfüllt z.B. das Christentum enorme Leistungen im Erhalt alter Kulturgüter . Das funktioniert nur innerhalb einer Glaubensgemeinschaft.

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Ich bin Christ und halte das nicht für Blödsinn. Gründe, warum ich an Gott glaube und Christ bin findet man auf meinem Profil.
Ich denke, es gibt auch Menschen, die keiner Religion angehören, aber trotzdem an Gott glauben. Ich möchte aber weiterhin Mitglied der Kirche sein, da ich denke, dass die Gemeinde im Christentum wichtig ist. Auch lernt man in der Kirche etwas über seinen Glauben.

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Kommentar von robi187
10.01.2016, 09:14

aber es ist dein glauben und das ist ok, es ist auch ok wenn man glaubt und keinem verein wie glaubsgemeinschaft angehört?

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ja zum glauben an einen gott braucht man keine vereinigung der gläubigen?

viele nehmen jeder riligion und holen sich das was sie brauchen und lassen den rest weg.

zu viele gauben mehr an die schrifstücke aber das sind ja nur überlieferungen, als an gott selbst?

viele sind der meinung das gauben was ganz intimes ist und nur gott und die person im dialog zu tun hat? dazu braucht man keine andere menschen für diesen dialog?

aber man kann sich anhören was andere zu ihrem gauben sagen wenn sie dies mitteilen wollen. nur die schlimmste dabei sind die auf mision gehen. und andere überzeugen wollen.

jeder soll gauben was er will aber dabei den ander ungefragt keine antworten geben wollen? sonder nur von sich reden wie er es mit dem gauben hält?

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Glauben kannst du alles Mögliche, z. B. dass die Erde eine Scheibe ist. Das ist unabhängig von Religionen.

Der Begriff "Der Glaube" bezieht sich aber gemeinhin auf die Religion, bzw. die Religionen.

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Kommentar von tigerdan925
10.01.2016, 08:48

interessant, dass du mit der Scheibenform kommst :-) Dem ist wirklich so, die Erde ist wirklich eine Scheibe :-) Sogar die Bibel besagt solches :-) Lies 1.Mose1

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Kommentar von BL4CKSH4DOW
10.01.2016, 08:57

äh nein....

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Kommentar von BL4CKSH4DOW
10.01.2016, 09:25

das ist aber auch ein Märchen 😅

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Ich finde das kann man auch getrennt sehen. Man muss keiner Religion angehören um an etwas zu glauben.

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Religion ist der Sonderfall von Glauben. Religiöse und unreligiöse Menschen glauben z.B. an den Humanismus, die Liebe, den Sozialismus, Kommunismus, Liberalismus, Konfuzius, an Hexen, Werwölfe, Geister und alles Mögliche.

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Ich glaube an den Gott, der sich uns m. E. in der Bibel offenbart und bin davon überzeugt, dass die die Bibel das ist, was sie von sich selbst behauptet, zu sein: Gottes wahres Wort und Offenbarung für die Menschen

(vgl. 2. Timotheus 3,16; 2. Petrus 1,21).

Für mich gibt es für die Wahrheit dieser Aussage viele Gründe, z. B. ihre Argumentation, ihre Logik und ihr Aufbau, die Einzigartigkeite ihrer Entstehung und Überlieferung, der Bereich "erfüllte Prophetie" usw.

Ob man das als Religion bezeichnen kann, weiß ich nicht. Im Endeffekt geht es um die Suche nach Wahrheit, dem Sinn unserer Existenz, wo wir herkommen und nach unserem Tod sein werden. Auf diese Weise kommt es auch nicht zu der Art von Ausbeuterei, die in einigen Religionen und ihren "Würdenträgern" durchaus z. T. zu finden ist.

Wenn die Bibel recht hat...
- gibt es einen Gott
- hat unser Leben einen wirklichen Sinn und eine Zukunft
- kennt und liebt dieser Gott jeden einzelnen und nimmt Anteil an unserem Leben
- trennt uns Sünde (unser Egoismus und seine Folgen) von Gott
- bleibt diese Trennung auch über den Tod hinaus bestehen, wenn wir nie bewusst auf die Seite Gottes treten
- gibt es weder eine Wiederverkörperung (Reinkarnation) noch Höherentwicklung noch Selbsterlösung
- sind Himmel und Hölle Realitäten
- gibt es nur einen Weg, mit Gott versöhnt zu werden
- können wir über unsere Zugehörigkeit zu Gott eine klare persönliche Gewissheit erlangen.

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das ist quatsch, denn glaube bedeutet nichts anderes, irgendetwas zu glauben und dass hat absolut nie immer gleich was religion zu tun weil man nur was glaubt, aber es nicht weiß........

"ich glaube mein kollege kommt heute nicht zur arbeit".......ist da was göttliches oder religiöses dran?............man kann die glaubensfrage in allen bereichen des täglichen lebens stellen............

glaubensfragen kommen also in allen bereichen des täglichen lebens vor, am meisten jedoch bei entschuldigungsantworten oder im justizbereich, wenn die zeugen dann nur noch von "ich glaube" reden..............*g*

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Wenn du mit Ausbeuterei die institutionalisierten Religionsgemeinschaften meinst, hast du meiner Meinung nach recht.

Glauben kannst du heutzutage Gott sei Dank alles.

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Ich bin Christin, und meinem Herz ist nur alleine gott und nicht Religion. Ich gehe in die Kirche aus dem Grund da dort das Wort gottes gepredigt wird und man in gemeinschaft mit anderen Christen betet und zusammen Gott ehrt. Das ist das was für mich zählt - Gott ehren.
Das was er will zu tun, und nicht das was ich will oder andere Menschen wollen.

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