Muss es unbedingt ein Gott männlicher Natur und grauem Bärtchen sein?

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es ist nunmal so, dass sich der Mensch immer unbewusst ein Bild von den unbekannten Dingen macht. Sei es ein Chatpartner, den man noch nicht persönlich kennt, seien es Außerirdische, oder eben Gott. Man kann sich kein "Nichts" vorstellen, und wenn man eben an Gott glaubt, bildet man sich auch unwillkürlich eine Vorstellung davon, an wen oder was man da eigentlich glaubt. Das liegt in der menschlichen Natur, die überall nach logischen Zusammenhängen sucht und für alles eine Erklärung haben möchte.

Dass man sich Gott fast ausschließlich in männlicher Form vorstellt, liegt daran, dass er in der Bibel mit eindeutig männlichen Eigenschaften dargestellt wird.

Er wird mit männlichen Titeln angesprochen ("Adonai", "Kyrios", oder eben "Herr", später auch "Vater"). Im Deutschen heißt es "der Gott", nicht "das" oder "die". Auch seine Charaktereigenschaften und Attribute muten sehr männlich an: Jahwe ist zumindest zeitweise ein Kriegsgott, der die Israeliten angeblich sogar im Kampf persönlich unterstützt haben soll. Er regelt das religiöse Leben und stellt Gesetze für das tägliche Zusammenleben auf. Diese Rollen passen nicht zu einer Frau, zumindest nicht in der Bronzezeit.

Das Bild von dem freundlichen alten Opi, der auf einer Wolke durch den Himmel gleitet, ist natürlich eine sehr kindliche Vorstellung. Die verliert man aber recht schnell, wenn man sich durch das Alte Testament arbeitet.

Stimmt.

Ich wollte nur ergänzen, dass manchmal auch Kunstwerke zum gedanklichen Bild beitragen können. In der Sixtinischen Kapelle (im Vatikan) hat Michelangelo Gott auch so gemalt: als älteren Mann mit Bart.

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Nach der Bibel nicht, da Gott Geist ist: "Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten" (Johannes 4,24).

Und Jesus sagt " Mein Vater, der auch euer Vater ist", also ist ER eindeuttig maennlich

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@marinchen65

männlich oder nur als ein ER referenziert, da damals die Männer größtenteils herrschaftlich dominitert haben und es daher nicht in den Rahmen gepasst hätte eine Göttin zu definieren? In Ägypten war das ja zum Glück ein wenig anders

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Ob nun mit Bart oder ohne. Es muss überhaupt kein Gott existieren. Keinerlei Anzeichen deuten auf die Existenz eines wie auch immer gearteten Gottes hin. Wir wissen mittlerweile, daß das Eingreifen eines Gottes für die Entstehung unserer Welt nicht nötig war. Alles deutet darauf hin, daß dieses Universum nicht wegen uns existiert und der Mensch sich die Götter nur erfand, weil er keine bessere Erklärung hatte.

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