Muss ER weiterhin Unterhalt zahlen?

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6 Antworten

Käme raus dass sie nicht seine Tochter ist, muss er dann noch zahlen?

Ein Vaterschaftstest ersetzt kein Vaterschaftsfeststellungsverfahren und auch kein -anfechtungsverfahren. Wenn ihr einen Vaterschaftstest macht, dann auf alle Fälle vorher die Unterschrift von der Kindsmutter einholen, da es sonst eine Ordnungswidrigkeit ist und mit bis zu 5.000 Euro Bußgeld geahndet werden kann.

Bestellt Euch den Test online, dass kostet dann nur einen Bruchteil von dem, was ein Arzt oder gar ein Gericht verlangen würde. Doch die Probenentnahme auf alle Fälle durch einen Arzt unter Zeugen durchführen lassen, damit im Vaterschaftsfeststellungsverfahren dieser Test anerkannt werden kann.

Nach negativen Vaterschaftstest gleich zum Anwalt und das Vaterschaftsfeststellungs- und -anfechtungsverfahren einleiten lassen. Achtet auf die Zweijahresfrist, viele Scheinväter sind daran gescheitert. Unter anderem weil die Kuckucksmutter einfach behauptete, dass der gesetzliche Vater es schon immer gewußt habe und ihr vom Gericht glauben geschenkt wurde oder weil der Scheinvater sich selbst durch den Satz "ich habe es eigentlich schon immer geahnt" selbst in die Lage brachte. Erst nach erfolgreicher Vaterschaftsanfechtungsklage durfte ich die Zahlungen einstellen und mich an den leiblichen Vater mit Regressforderungen wenden.

Mehr Infos rund um das Thema Kuckuckskind findest Du im Kuckucksvaterblog. Hier die Geschichte von einem Scheinvater, der trotzdem bis heute weiterzahlen muss: http://kuckucksvater.wordpress.com/2012/01/10/nur-du-kommst-in-frage-wie-der-staat-eine-luge-schutzt-und-mich-zum-zahlesel-macht-die-geschichte-von-kuckucksvater-stefan/

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Kommentar von piccolastella
02.07.2013, 08:46

Danke für diese hilfreiche Antwort, hat uns schon weitergeholfen ,-)

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Also wenzahlenn das Kind nicht seine leibliche tochter ist, muss er keinen Unterhalt zahlen. wenn die mutter des kindes dies wusste das es nicht sein leibliches Kind war, kann er auch das Geld, dass er all die jahre gezahlt hat wieder zurückfordern. ist es jedoch sein leibliches Kind, muss er weiterhin unterhalt zahlen

ich hoffe ich konnte damit helfen lg :)

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Dein Freund müsste nach § 1600 Abs. 1 Nr. 1 BGB die Vaterschaft anfechten. Stellt sich heraus, dass er tatsächlich nicht der Vater ist, muss er selbstverständlich auch keinen Unerhalt mehr für seine "Tochter" zahlen.
Es bestünde für ihn sogar die Möglichkeit den tatsächlichen Vater (sollte dieser festgestellt werden) auf Schadenersatz für den gezahlten Unterhalt in Anspruch zu nehmen.

Mit Beginn der Zweifel an der Vaterschaft läuft eine 2-Jahresfrist innerhalb derer die Vaterschaft von deinem Freund angefochten werden muss. Ansonsten hätte er keine Möglichkeit mehr der Anfechtung.

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Wenn sie nicht seine Tochter sein sollte, muss er keinen Unterhalt mehr zahlen und er kann dann sogar rückwirkend das bisher gezahlte Geld vom echten Vater zurückverlangen.

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Da hilft nur eine Vaterschaftsfeststellungsklage. Diese sollte von einem Anwalt in die Wege geleitet werden, da das deutsche Rechtssystem doch sehr kompliziert ist.

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Da hilft nur ein Vaterschaftstest. Einfachste Sache der Welt.

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