Muss einstimmig entschieden werden oder gilt das Mehrheitsprinzip bei einem gemeinsamen Konto bei der Bank?

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2 Antworten

Hi! Das kommt drauf an, wie das Konto angelegt wird bzw. Ist. Da gibt es durchaus verschiedene Varianten, üblicherweise gibt es Personen, die in der Regel durch die Eigentümer zu Bevollmächtigten bestimmt wurden und gegenüber der Bank dann verfügungsberechtigt sind. Wie das genau bei euch ist sagt Dir die Bank - alles andere wäre Kaffeesatzleserei.
Gruss

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Kommentar von Papillon308
07.02.2017, 19:52

Besten Dank DonCredo für Deine Hinweise. Mir ist bewusst, dass die Bank das Thema mit Einzel- bzw. gemeinsame Verfügungsberechtigungen erledigt. Mich hat aber die juristische Seite interessiert, d.h. ob die Rechtsprechung auf die Frage eine eindeutige Position bezieht oder es auch der Entscheidung der daran Beteiligten überlässt, wie sie sich eben bei der Bank eingerichtet haben.

Ich denke jetzt, sehr wahrscheinlich haben die Banken die juristische Sichtweise übernommen. Wenn also einer von uns zur Bank läuft und eine gemeinsame Verfügungsberechtigung auf das Konto verlangt, so kann es das auch rechtlich korrekt umsetzen, aus welchen Gründen auch immer. Soll dann zukünftig von dem Konto etwas bezahlt werden, so muss er und die anderen zustimmen oder es bleibt so wie es ist.

Ganz sicher bin ich mir aber hier noch nicht.

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Kommentar von DonCredo
07.02.2017, 20:23

Eigentlich ist das Thema der Hausverwaltungskonten recht kompliziert - es schliessen sich da für die Bank auch noch andere Themen ausserhalb der Verfügungsberechtigung an (Stichwort Treuhandkonto, wirtschaftlich Berechtigte usw.) - von daher wird die Bank immer versuchen, da einfache und klare Verhältnisse zu bekommen. Die Rechtsprechung dazu ist ansich schon klar: es gibt verschiedene Formen wie so ein Konto aussehen muss und wie es nachgewiesen und bedient wird. wie gesagt: Standard (weil am einfachsten für alle) Konto auf fremde Rechnung auf den Namen des Hausverwalters, Einzelverfügungsvollmacht auf Basis eines Beschlussprotokolls und oft noch ein oder zwei Miteigentümer mit Vollmacht. Die Kontoanlage auf alle Miteigentümer ist auch denkbar aber sehr aufwändig für alle Beteiligten. Gemeinschaftliche Vollmachten sind nach meiner Erfahrung eher selten weil unpraktisch. Gruss

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Keine Bank hat die Lust, sich vor der Ausführung von Überweisungen irgendwelche Mehrheitsbeschlüsse zeigen zu lassen.

Bei Gemeinschaftskonten von Privatpersonen gilt in der Regel, dass jeder Kontoinhaber einzeln verfügen kann.

Wenn dieses Vertrauen zueinander nicht da ist, muss halt einer den "Kassenwart" machen, das Konto als einziger Verfügungsberechtigter führen und kann die anderen über die Online-Banking as Konto einsehen und nachprüfen lassen.

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Kommentar von Papillon308
07.02.2017, 20:46

Auch Ihnen schönen Dank für Ihre Antwort.

Ich glaube, dass wir damals mit der üblichen Einrichtung der Einzelverfügungsberechtigung unbewusst auch die rechtliche Position klärend getroffen haben. Wer von uns dies irgendwann mal nicht mehr hinnehmen will, dass getan wird, was mehrheitlich entschieden wurde, rüstet ohne andere zu fragen bei der Bank auf gemeinsame Verfügungsberechtigung um und dann könnte es für den Gebrauch des Kontos kompliziert werden.

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