Muss eine Vorsorgevollmacht vom Notar erstellt und beglaubigt werden?

3 Antworten

Ich hatte einen Vordruck mit meinen Eltern ausgefüllt. Ging damit zur Bank um Geschäfte im Namen meiner Mutter abzuwickeln. Die Bank war nicht bereit, mir Zugang zu den Konten zu gewähren. Nun hab ich mir vom Notar eine VVM ausstellen lassen. Mal schaun, was die Bank dazu sagt...

Streng genommen muss eine Vorsorgevolmacht beide Kriterien nicht erfülen, d.h. sie muss weder vom Notar erstellt noch beglaubigt sein. Sie muss dann entweder vollständig eigenhändig verfasst sein und von Zeugen unterzeichnet sein, die notfalls für deren Umsetzung sorgen würden. Ein Notar hilft einem bestenfalls, juristische Fallstricke bei der Formulierung zu vermeiden, wie soll er sich aber um die Umsetzung kümmern? Gültig ist ebenfalls eine Vollmacht, die bei Gericht beglaubigt wurde.

Nein, das muß sie nicht, wenn es auch Vorteile bringt:

"Eine rechtswirksame Vorsorgevollmacht setzt voraus, dass der Vollmachtgeber bei der Beurkundung über seinen freien Willen verfügte, also geschäftsfähig war (§ 104 BGB).

Die Geschäftsfähigkeit wird in letzter Konsequenz auch nicht durch eine notarielle Beurkundung bewiesen, obwohl Notare zur Geschäftsfähigkeitsprüfung nach § 11 Beurkundungsgesetz verpflichtet sind und Zweifel an der Geschäftsfähigkeit in der Urkunde feststellen müssen.

Liegt eine notarielle Vorsorgevollmacht vor, bildet sie in der Praxis jedoch ein starkes Indiz dafür, dass der Vollmachtgeber auch geschäftsfähig war.

Die Errichtung in der Form notarieller Beurkundung (§ 129 BGB) ist aber sinnvoll und wichtig, da der Notar umfassend über die Rechtswirkungen und den Inhalt der Vorsorgevollmacht berät, Feststellungen zur Geschäftsfähigkeit trifft und vor allem vor einer inhaltlich fehlerhaften, ungenauen und/oder unzweckmäßigen Abfassung der Vollmacht schützt.

Sofern die Vollmacht auch zu Grundstücksgeschäften tauglich sein soll, ist die notarielle Beurkundung ohnehin unerlässlich.

Außerdem können von notariell beurkundeten Vorsorgevollmachten später jederzeit vom Notar weitere sogenannte Ausfertigungen (d.h. Kopien des Originals, welche das Original im Rechtsverkehr vertreten) erteilt werden. Dies ist ein großer Vorteil gegenüber allen anderen Formen der Errichtung einer Vorsorgevollmacht, denn wenn hier das Original verlorengeht oder vernichtet wird und der Vollmachtgeber zwischenzeitlich seine Geschäftsfähigkeit verloren hat, kann im Rechtsverkehr das Bestehen der Vorsorgevollmacht nicht mehr nachgewiesen werden (eine einfache oder sogar eine beglaubigte Fotokopie des Originals genügen hierfür nicht)."

(http://de.wikipedia.org/wiki/Vorsorgevollmacht)

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bei der Vorsorgevollmacht anwesend.

Unter anderem wurden folgende Punkte explizit erwähnt:

 Vermögenssorge:

Sie darf mein Vermögen verwalten und hierbei alle Rechtshandlungen und Rechtsgeschäfte im In- und Ausland vornehmen, Erklärungen aller Art abgeben und entgegennehmen sowie Anträge stellen, abändern, zurücknehmen, über Vermögensgegenstände jeder Art verfügen.

 Zahlungen und Wertgegenstände annehmen 

 Verbindlichkeiten eingehen 

Willenserklärungen bezüglich meiner Konten, Depots und Safes abgeben. Sie darf mich im Geschäftsverkehr mit Kreditinstituten vertreten 

Schenkungen in dem Rahmen vornehmen, der einem Betreuer rechtlich gestattet ist. 

In der Vorsorgevollmacht sind noch weitere Punkte erfasst.

Es gibt keine Erben des Verstorbenen. Ein Testament wurde nicht erstellt.

Es wäre für ihn ein Alptraum, wenn der Staat sein Erbe erhalten würde. Dabei geht es um einen nicht unerheblichen Bar, sowie Immobilienbesitz. Es wäre sein Wunsch, wenn meine Mutter das Vermögen geerbt hätte.

Gibt es eine Möglichkeit, wie sie das Vermögen erben könnte, oder zumindest auf die Konten zuzugreifen um z.B. die zuletzt angefallenen Kosten wie Bestattung etc. zu begleichen?

Vielen Dank

Ben

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