Muss eine Lehrkraft in ihrem Krankenstand nach telefonischer Anfrage einen Arbeitsauftrag für die zu vertretende Klasse stellen?

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5 Antworten

MÜSSEN tut sie es vermutlich nicht. Aber ich finde, es spricht nichts dagegen, solange der Lehrer dazu in der Lage ist. In den wenigsten Fällen ist man bei Krankheit so dermaßen außer Gefecht, dass ein kurzes Telefonat die Genesung nennenswert beeinträchtigen würde. Prinzipiell verlangen kann man es aber nicht. Es geht den Schulleiter ja auch nichts an, was für eine Krankheit der Lehrer hat, er muss sich also auch nicht rechtfertigen, warum er nicht in der Lage ist so ein Telefonat zu führen.

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Kommentar von fels4
17.03.2016, 10:52

Danke, das ist eine weiterführende Antwort!

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"am ersten Tag ihrer Krankmeldung angerufen werden, ob sie für die
Klassen, die zu vertreten sind, Arbeitsaufträge für die vertretende
Lehrkraft formulieren könnten."

ne Frage darf gestellt werden, eine Antwort kann man geben.

"Ob" beinhaltet sowohl "ja kann ich" als auch "nein, kann ich nicht"

Wenn man zu krank ist, warum sagt man das nicht einfach, statt gleich mit §§ zu schmeißen?

Kommt natürlich auch auf die Art der Nachfrage an.

Aber generell würde ich da jetzt kein Fass auf machen, wie gesagt, das "ob"

Hab ich eh nen garstiges Arbeitsklima, dann würde ich mich ggf. bei dementsprechender Krankheit schon darauf berufen,d ass, wer krank gemeldet ist, nicht noch angerufen wird wegen Aufgaben.

Fingerspitzengefühl also, dass nur Du beurteilen kannst.

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Kommentar von fels4
17.03.2016, 10:50

Stimmt schon, das "ob" ist entscheidend und natürlich macht immer noch der Ton die Musik. Das garstige Arbeitsklima, das ausschließlich die Stellvertretung zu verbreiten versucht, spielt wirklich eine entscheidende Rolle. Danke für die spontane und hilfreiche Antwort!

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greift dies in das Recht der Lehrkraft auf Genesung ein

deswegen wird ja auch nur gefragt,

ob sie ... formulieren könnten

Je nach Erkrankung wird das die Genesung nicht notwendigerweise negativ beeinflussen.

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Kommentar von fels4
17.03.2016, 10:56

Leider formuliert die stellvertretende Lehrkraft in ihrem Subtext aber eindeutig als Arbeitsanweisung - und das greift wohl bei einer Erkrankung nicht. Aber es stimmt schon: wie man in den Wald hinein ruft, schallt es wieder heraus.

Danke für die Antwort!

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MÜSSEN tut man nur auf Klo.

Wenn aber die erkrankte Lehrkraft am Telefon sagt: Wir haben gerade das Thema XY dran, die können dazu dieses/jenes in Selbstarbeit machen... erleichtert das die Vertretung. Dann kann der Lehrinhalt fortgeführt werden.

Kann die erkrankte Lehrkraft das nicht sagen (nicht erreichbar, stimmlos, zu krank), wird die Vertretung irgendwas machen. Ist (Beispiel) die Bio-Lehrerin krank und die Vertretung ist Geschichtslehrer, wird die Vertretung ne extra Geschichtsstunde erteilen. Liegt ein Arbeitsauftrag vor, heisst es: Ihr habt zuletzt die Blutgefäße gehabt. Erarbeitet bitte in Gruppen  Aufbau und Funktion des Herzens, nächste Stunde dann Vortrag und Bewertung.

Die Vertretung wird dann ev noch die Gruppenaufteilung überwachen und dann Aufsicht führen.

So wars jedenfalls an meiner Schule. Und wenn die wieder genesene Biotante dann die nächste Stunde hatte, hieß es: Ihr hattet in Gruppenarbeit das herz zu erarbeiten. Wer trägt bitte vor?....das wurde dann bewertet und darüber wurde auch ne Ex geschrieben!

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Kommentar von fels4
17.03.2016, 11:00

Danke für die witzige Formulierung zu Beginn! Es hilft echt, die Thematik lockerer zu sehen, klasse! Wäre halt in diesem konkreten Falle so, wenn die stellvertretende Schulleitung das auch alles ein bisschen lockerer sehen würde.

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Das ist an der Grundschule meiner Kinder auch üblich und gut so. Wieso greift das in die Genesung der Lehrkraft ein, wenn sie darüber redet, was sie für den Unterricht geplant hat? Sie soll ja nicht unterrichten sondern lediglich fünf Minuten REDEN!

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Kommentar von fels4
17.03.2016, 10:47

Danke für die Antwort. Prinzipiell sehe ich das schon auch so, nur tut das die Stellvertretung ohne den Schulleiter zu informieren. In zwei Fällen war's so, dass die Lehrkräfte aufgrund einer vorliegenden Heiserkeit nicht sprechen sollten/konnten. Nachdem das die Ehefrau jeweils am Telefon mitteilte, sollten sie per E-Mail reagieren. Aber ich denke tatsächlich, dass es sich wohl eher um ein anderes Problem handelt, nämlich um das Profilierungsstreben der Stellvertretung. Jedenfalls hat mir die Antwort sehr geholfen, merci!

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