Muss ein Versicherungsvertreter im Schadenfall haften?

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DAS ERGEBNIS BASIERT AUF 3 ABSTIMMUNGEN

Da bist Du der Gelackmeierte! 66%
Der Vetreter haftet! 33%
Dein Bekannte muss zahlen! 0%

5 Antworten

Für Schäden, die Dir auf Grund einer Falschberatung duch Deinen Versicherungsvertreter entstehen, ist der Vertreter haftbar. Entweder besitzt er dafür eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, oder das Unternehmen, für das er vermittelt, hat ihn von der Haftung freigestellt und übernimmt einen solchen Schaden. In Deinem Fall jedoch liegt zwar eine Falschberatung / falsche Auskunft durch einen wahrscheinlich nicht ausreichend qualifizierten Vertreter vor, aber: Der Dir entstandene Schaden ist durch den Ersatz des Zeitwertes der Maschine ausgeglichen worden, eine höhere Erstattung wäre schon auf Grund des Bereicherungsverbotes nicht möglich! Fazit: Dein Vertreter hat falsche Hoffnungen auf eine überhöhte Schadenersatzleistung in Dir geweckt, die nun jedoch Richtigerweise nicht erfüllt wurde. Ein Schaden ist Dir daraus nicht erwachsen. Wie Du mit diesem Vertrauensbruch durch den "armen Wicht" umgehst, steht auf einem anderen Blatt... Vielleicht suchst Du Dir einen Fachmann, der von seinem Job auch wirklich etwas versteht?

Da du den Zeitwert der alten Maschine erstattet bekommen hast, ist dein Schadensersatzanspruch erledigt. Für die Differenz hast du ja jetzt auch eine neue Maschine mit entsprechendem Garantieschutz. Bei der KFZ-Haftpflicht akzeptiert das problemlos jeder. Der "Berater" hat hier zwar eine Falschaussage getätigt, für die er haftbar wäre, aber im rechtlichen Sinne ist gar kein weiterer Schaden entstanden. Also vollberuflicher Vertreter der Gesellschaft hält ihn diese von der Haftung frei. Wenn er selbständig als Versicherungsvermittler arbeitet muss er eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung nachweisen. Sonst darf er dieses Gewerbe gar nicht ausüben. Diese würde im Fall einer nachweislichen Falschberatung eintreten.

jimi123 12.08.2010, 11:42

Vielen Dank für die Antwort! Ich muss das Problem noch mal präzisieren: 1. ich habe noch gar nichts bekommen. 2. hätte ich gewusst, dass nur der Zeitwert erstattet wird, hätte ich die Maschine reparieren lassen und zur Not die Mehrkosten getragen. Niemals hätte ich eine ganz neue Maschine gekauft. Das sind immerhin 800 EUR mehr! Nochmal: Der Vetreter hat klipp & klar angesagt, wie zu verfahren ist! Und mein Bekannter bzw. ich haben uns EXAKT daran gehalten! Muss man denn da erst vorher zum Anwalt?

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Der Vetreter haftet!

Der Vertreter haftet, bzw. der Versicherer in dessen Auftrag er die Versicherung vermittelt hat. Dazu musst Du seine Falschaussage allerdings beweiskräftig belegen können. Kannst Du das nicht wärst Du der Dumme. Aber: Wenn Dein Bekannter die Wm "demoliert" hat, sehe ich dabei Vorsatz, was nicht versichert wäre. Siehst Du kein Geld von Vertreter , Versicherer würde ich mich an den Bekannten zwecks Ausgleich der Differenz halten.

DerHans 12.08.2010, 11:07

Der Schadensersatzanspruch ist durch den Zeitwert erstattet worden und erledigt. Grundsatz alt für neu. Er hat ja jetzt eine neu Maschine.

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Da bist Du der Gelackmeierte!

Wahrscheinlich Du. Die Versicherung muss tatsächlich nur den Zeitwert ersetzen. Versuch aber mal, mit dem Verursacher selbst zu sprechen. Vielleicht könnt Ihr Euch in die Mehrkosten rein teilen.

Da bist Du der Gelackmeierte!

Wenn ihr nichts schriftlich habt dann:

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