Muss ein Testament wirklich schriftlich festgehalten werden?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Nach § 2247 BGB bedarf ein Testament der Schriftform. Was Heeeschen meint ist ein Nottestament, wenn jemand in "naher Todesgefahr" ist, in besonderen Fällen (§ 2250 BGB), hierzu bedarf es dreier Zeugen (die selber nicht bedacht werden dürfen) und diese müssen eine Niederschrift über dieses mündlich erklärte Testament fertigen.

Wenn jemand z. B. im Krankenhaus im Sterben liegt oder nicht mehr schreiben kann, kann auch ein "Dritter" das Vermächtnis aufnehmen und unterschreiben. Die Schriftformerfordernis ist aber selbst hierbei nicht aufgehoben.

@Heeeschen:

Ein solches "Nottestament" ist laut §2250 BGB nur gültig, wenn es von DREI Menschen bezeugt wird, die selbstverständlich alle nicht zu den Erben gehören dürfen.

0

Eindeutig ja - entweder handschriftlich oder beim Notar.

Ja richtig, aber auch beim Notar muss es handschriftlich hinterlegt werden, damit man sieht, daß es tatsächlich vom Verfasser auch geschrieben ist - eine Unterschrift hat man schnell mal gefälscht, eine ganze A4-Seite ist schon schwieriger.

0
@bommel65

@bommel65:

Das ist meines Wissens nicht richtig.

Der Notar prüft die Personalien des Erblassers und ist vereidigt - er riskiert also seine Zulassung, falls hier geschummelt werden sollte.

0

Was möchtest Du wissen?