Muss ein Radfahrer auf einer Straße ohne Radstreifen möglichst weit rechts fahren oder ....

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7 Antworten

Die Formulierung "möglichst weit rechts" bedeutet nicht, daß man sich als Radfahrer im Rinnstein verkrümeln muß; diverse Gerichtsurteile geben vor, daß man ca. 1 m vom rechten Lenkerende Abstand vom Bürgersteig halten soll, um keine Fußgänger zu gefährden. Dazu 1 m Lenkerbreite, dann ist das linke Lenkerende meistens nicht mehr so weit vom Mittelstreifen weg.

Auf einer durchschnittlich breiten Straße ohne Randstreifen kann man Radfahrer nur durch Ausweichen auf die Gegenspur korrekt überholen (Gesetzlich geforderter Abstand rechter Außenspiegel zum Radfahrer: 1,5 m).

Gefährlich ist das Fahren weiter normalerweise links nicht - die meisten Autofahrer gucken auf die Fahrbahn vor ihnen und wenn sich da was befindet, reagieren sie drauf. Es ist evtl. eine Behinderung; einee Ahndung liegt im Ermessen der Polizei.

Fährt man wirklich "ganz rechts" suggeriert man den Autofahrer, daß genug Platz zwischen Fahrrad un Mittelstreifen ist, um sich vorbeuzuquetschen; DAS ist gefährlich.

Volle Zustimmung. Erschreckenderweise die einzige qualifizierte Antwort hier...

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@ArconDuke

Und kürzlich ist es mir wirklich passiert - Tempo 30 Zone, ich hinter einem Auto hergefahren und direkt hinter dem Auto betritt ein Fußgänger die Fahrbahn; ohne meinen üblichen Sicherheitsabstand zum Bürgersteig, wäre ich in ihn reingefahren, so schnell kann man nicht reagieren.

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Radfahrer sind Verkehrsteilnehmer, deshalb gelten die Regeln der Straßenverkehrsordnung auch für sie. Zeusfaber hat die entsprechenden Stellen ja schon kopiert. Die Frau hat sich leichtsinnig verhalten, aber nichts falsch gemacht.

(2) Es ist möglichst weit rechts zu fahren, nicht nur bei Gegenverkehr, beim Überholtwerden, an Kuppen, in Kurven oder bei Unübersichtlichkeit.

"Sie hat nichts falsch gemacht" widerspricht aber der von Zeusfaber zitierten StVO.

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Er muss so fahren, dass er den anderen Verkehr nicht behindert. Er darf unter Umständen sogar dann auf der Straße fahren wenn ein Radweg vorhanden ist.

Das radeln auf der Fahrbahn sollte laut StVO bereits seit 1997 (§2 Absatz 1 StVO) Normalität sein. Benutzungspflichten sind mit hohen baulichen Vorgaben verbunden und es muss eine besondere, nicht allgemeine, Gefahrenlage für den Radfahrer vorliegen,.

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Vielleicht gab es rechts parkende Autos deren Tür sie nicht abbekommen wollte, oder fiese Schlaglöcher oder Spurrillen.

0,8 bis 1m Abstand vom Lenkerende zum Bordstein sind eh vorgeschrieben und zudem sinnvoll um Fußgänger nicht zu gefährden. Bei parkenden Autos 1,5 m Abstand wg. Dooring-Gefahr.

Die StVO besagt nur das von Mehreren die rechte Fahrspur zu befahren ist, mehr nicht.

Streng genommen darf man die ganze Straße benutzen wenn kein Radstreifen vorhanden ist.

Blödsinn. Darf man nicht.

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vielleicht wollte sie abbiegen und hat sich schon eingeordnet !

Da war keine Straße zum Abbiegen oder einordnen.

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@suessesusi97

dann hat sie schön rechts zu fahren !!! Radfahrer sind eben ein ,,Problem für sich" !

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@steffi49

Wie wahr. Manche sind einfach nur Rowdys. Obwohl ich selber Radfahrerin bin. Ich würde niemals in der Mitte oder sogar links der Fahrspur fahren. Und Handzeichen hat die auch nicht gegeben.

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@suessesusi97

Naja, war die Straße eng? Ich fahre mit Fahrrad und Mofa an Engstellen, wo ein Überholen nur sehr eng möglich wäre und mich gefährden würde auch mittig, um gefährliche Überholmanöver zu vermweiden. (Dazu gehören aus Kreisverkehre und somit kurz vor nem Kreisverkehr)

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@AaronKl

Das war eine normale innerstädtische Straße mit Tempo 50 und ziemlich viel Verkehr

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Straßenverkehrs-Ordnung (StVO)

I. Allgemeine Verkehrsregeln

§2 Straßenbenutzung durch Fahrzeuge

(1) Fahrzeuge müssen die Fahrbahnen benutzen, von zwei Fahrbahnen die rechte. Seitenstreifen sind nicht Bestandteil der Fahrbahn.

(2) Es ist möglichst weit rechts zu fahren, nicht nur bei Gegenverkehr, beim Überholtwerden, an Kuppen, in Kurven oder bei Unübersichtlichkeit.

Fahrräder sind Fahrzeuge in diesem Sinne. Allerdings gilt für Fahrräder seit einige Zeit weitgehend "Narrenfreiheit".

Viele Fahrradfahrer sind Jugendliche ohne jegliche Fahrpraxis mit dem Auto und ohne Führerschein. Die Verkehrserziehung in der Schule ist ein Witz. Was kann man also erwarten?

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Hier wird mal wieder "möglichst" mit "äußerst" weit rechts verwechselt. Autofahrer verlangen von Radfahrern komischerweise immer, dass diese äußerst weit rechts fahren sollen, damit man sie auch bei Gegenverkehr noch überholen kann.

Möglichst weit rechts bedeutet, dass ein Radfahrer von 2 Fahrstreifen die rechte nutzen muss. Er muss mit seinem rechten Lenkerende aber nicht am Bordstein kratzen (wenn der hoch genug wäre). Der BGH urteilte in der Vergangenheit, dass ein Radfahrer zum rechten Bordstein einen Abstand von 0,8m einhalten muss. Die Fahrspur ist dann bei idealer Fahrweise 1,15m links des rechten Bordsteins und das linke Lenkerende 1,50m weit weg. Ergo, er fährt legal fast mittig in dem rechten Fahrstreifen, möglichst weit rechts erfüllt.

Der ADFC empfielt auch 0,8m bis 1,0m Abstand zur rechten Fahrbahnkante.

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