Muss ein guter Autor/Schriftsteller viel lesen um erfolgreich zu werden?

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Es ist einer der wichtigsten Grundlagen für einen Schriftsteller. Auf diese Art lernt man verschiedene Schreibstile kennen, und einfach verschiedene Arten, eine Geschichte zu erzählen. Man erhöht quasi die Menge an technischen Werkzeugen.

Aber vielleicht noch wichtiger ist es, selbst zu schreiben. Wie in jedem Handwerk ist Übung essentiell, und macht einen automatisch, bis zu einem gewissen Grad, besser, sofern man etwas über das eigene Geschriebene reflektiert.

Ansonsten halte ich Leidenschaft und Spaß an der Sache für essentiell. Und man sollte über Themen schreiben, die einen berühren und die einem wichtig sind. Wenn man einfach nur einen Fantasyroman schreiben will weil man das Genre so mag, wird man bestenfalls einen Abklatsch des eigenen Lieblingsromans hinbekommen. Man muss sich überlegen, welche Erfahrung oder Wünsche man be- und verarbeiten möchte. Nur dann wird es, meines Erachtens, autenthisch. Tolkien, zum Beispiel, hat seine Kriegserfahrungen in Herr der Ringe eingearbeitet.

Und ein Tipp: Starte klein, mit Kurzgeschichten, nicht mit einem großen Buch. Sind leichter zu schreiben, und es ist einfach motivierender was fertig zu bekommen, und nicht Jahre an der gleichen Geschichte zu sitzen.

Er sollte sein Handwerk beherrschen. Das muss man erstmal erlernen. Dazu gehört natürlich auch, dass man sich das anschaut, was andere diesbezüglich vollbracht haben.

Man muss allerdings auch keine Leseratte sein, die täglich 7 Bücher frisst, um schreiben zu können.

Wichtig sind vor allem Kenntnis der eigenen Sprache und Spaß daran, mit ihr umzugehen; genug eigene Ideen und Kreativität - und letztlich, wie überall, schlicht TALENT für die Sache.

Ich mache mal einen auf Advocatus diabolus und sage, dass die Frage unglücklich formuliert ist. Sie impliziert mbMn. das ein jeder Autor, der viel liest, automatisch erfolgreich ist bzw. dass Autoren, die keinen Erfolg haben, nicht genug gelesen haben.
Dem ist aber nicht der Fall.

Dennoch schließe ich mich den Antworten der meisten hier zum größten Teil an: Ja, man sollte viel "lesen", wobei lesen in diesem Fall nicht heißt, einfach die Worte "konsumieren", sondern einen Text analyiseren.

In meinen Augen ein wichtiger Lernweg: Schaue Dir Schreibtipps von (gestandenen) Autoren an oder lies einen (oder mehrere) Ratgeber zum Thema "Kreatives Schreiben". Und mit diesem neuen Wissen arbeite die Bücher durch.
Analysiere, wie andere Autoren Konflikte aufbauen und diese lösen. Schau Dir an, wie sie Charaktere entwickeln. Und wie sie Dialoge aufbauen.

Lerne neue Wörter kennen und binde sie in Deinen aktiven Wortschatz ein.

Vor allen Dingen aber schreibe und überarbeite. Nicht zu kritisch, aber auch nicht zu lasch.

Schreiben ist Handwerk.
Schreiben ist aber auch knochenharte Arbeit. Nicht umsonst sagt man, Schreiben ist zu 10% Inspiration und zu 90% Transpiration.
Gleichzeitig ist Schreiben aber auch eine tolle Beschäftigung, weil wir Menschen Geschichten brauchen. Geschichten zum Staunen und zum Lachen, Geschichten mit Spannung oder mit Drama.

Von daher:
Lerne das Handwerk!
Analysiere anhand des Gelernten
Wende das Gelernte an!
Finde Deinen Stil!

Meine Lieblingsautoren haben vor allem viel erlebt und oft ein hohes Maß an Bildung und Spezialwissen in irgendeinem Bereich. Ich mag halt kreative, neue Ideen für gut erzählte Geschichten sehr gern. Wenn man nur liest, aber nichts erlebt und kein tieferes Wissen über das, worüber man schreibt, hat, dann kann man ja letztendlich nur kopieren, was andere schon geschrieben haben...

Muss nicht, aber es wäre sicherlich eine Hilfe um ein besseres Gefühl für Sprache zu bekommen und sich inspirieren zu lassen.

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