Muss ein Ehemann (80 Jahre) für seine Frau (70 Jahre) Unterhalt bezahlen, wenn er zwar weiter verheiratet bleibt, aber in eine Art Betreutes Wohnen umzieht?

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10 Antworten

Eheleute sind sich gegenseitig unterhaltspflichtig - wenn sie dazu in der Lage sind ("leistungsfähig"). 

Sollte die Rente des Mannes (sein Einkommen) höher als 1200 Euro (sein "Selbstbehalt") sein, so wäre er gegenüber seiner Ehefrau leistungsfähig - müsste ihr vom darüber liegenden Betrag etwas als Unterhalt abgeben...

Da ein "betreutes Wohnen" aber finanziert werden muss, sind die anrechenbaren Kosten des Mannes vermutlich so hoch, dass er dann ggf. doch nicht mehr leistungsfähig wäre....

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Kommentar von Ursusmaritimus
06.02.2017, 09:39

Stichwort Lebens und Wirtschaftsgemeinschaft, da gibt es keinen Selbstbehalt!

Wenn er beschliesst eine Zweitwohnung zu nehmen (mehr ist es nicht) hat die Ehefrau trotzdem alle rechte.

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Kommentar von Eklob
06.02.2017, 10:05

Es kann doch nicht sein, dass jemand einseitig einen Vertrag abschließen kann und der andere dafür aufkommen muß.

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Dem Grunde nach besteht bei Verheirateten fast immer ein Unterhaltsanspruch. Allerdings muß der Unterhaltsberechtigte auch bedürftig und der Unterhaltspflichtige leistungsfähig sein. Der Selbstbehalt beträgt hier in der Regel 1200€ unabhänig davon ob erwerbstätig oder nicht. Bei betreuen Wohnen kann sich dies je nach realen Kosten ändern.

Bei Bedürftigkeit und Leistungsfähigkeit spielt auch das Vermögen eine Rolle. Wobei die Regeln beim Unterhaltsberechtigten strenger auszulegen sind.

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Zieht sie nicht mit? Betreutes Wohnen bedeutet, dass man in eine Miet-oder Eigentumswohnung zieht und dort die Möglichkeit  hat, versorgt zu werden. Nur diese Zusatzversorgungen müssen dann extra bezahlt werden.

An vielen Orten besteht auch die Möglichkeit, in der eigenen Wohnung zu bleiben.

Er möchte also offenbar eine Entlastung für seine Frau.

Wenn er sie "verlässt" und sie kein eigenes Einkommen hat, muss er für sie sorgen. Sie werden das Haus dann wohl verkaufen müssen...

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Kommentar von Eklob
06.02.2017, 09:30

Sie haben sich ja das Haus bewusst gekauft, weil es Behindertengerecht ist und alles auf einem Stockwerk liegt und das ist erst 4 Jahre her.

Es wurde ja auch bewusst eine Aufteilung 70/30 vorgenommen.

Sie haben auch von der Rente gelebt. Nur jetzt wird er komisch, obwohl seine Frau alles für ihn tut. Sie ist ja fasst nur für ihn unterwegs.

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Selbstverständlich, er kann hinziehen, wohin er will, aber das enthebt ihn doch nicht für den monatlichen Unterhalt für seine Ehefrau.

lg Lilo

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Kommentar von Eklob
06.02.2017, 09:16

Kennst du vielleicht einen Fall?

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Kommentar von DFgen
06.02.2017, 10:15

...wenn er sich offiziell trennt von seiner Frau, müsste er ihr "Trennungsunterhalt" zahlen, wobei ihm ein "Selbstbehalt" von derzeit 1200 Euro zustehen würde....

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Prinzipiell ja..schließlich spielt das Alter und Vermögen keine Rolle. Allerdings muss das Geld an der zVg stehenden Masse/Rente auch übrig sein..

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Aber natürlich, denn sie sind weiterhin eine Lebens und Wirtschaftsgemeinschaft, auch wenn jeder ein privates Vermögen besitzt.

Oder glaubst du das die Frau jetzt von der Gesellschaft (Grundsicherung) alimentiert wird?

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Er muss selbstverständlich für seine Ehefrau aufkommen. Andersherum wird sie sicherlich auch dafür sorgen, dass es ihm an nichts fehlt.

Sie kann ja auch zu ihm in das betreute Wohnen ziehen.


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Kommentar von Eklob
06.02.2017, 09:23

Aber Hallo, sie haben sich ja das Haus bewusst gekauft, weil es Behindertengerecht ist und alles auf einem Stockwerk liegt und das ist erst 4 Jahre her. Es wurde ja auch bewusst eine Aufteilung 70/30 vorgenommen.

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mal ganz naiv nachgefragt:  Wieso wurde denn da bei Eintritt der Rente kein Versorgungsausgleich gemacht?

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Kommentar von Eklob
06.02.2017, 09:12

Gut Frage, bis zur Rente waren sie ca. 40 Jahre oder mehr verheiratet, hatten nie Probleme, wer denkt an so etwas. Ging ja auch alles gut bis jetzt.

Kann denn Versorgungsausgleich auch noch jetzt durchgeführt werden?

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Kommentar von DFgen
06.02.2017, 10:22

Ein "Versorgungsausgleich" findet im Rahmen einer Scheidung statt, nicht, wenn verheiratete Paare in den Ruhestand gehen.....

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Kommentar von Eklob
09.02.2017, 08:21

Einen Versorgungsausgleich gibt es nur im Scheidungsfalle, siehe Versorgungsausgleichsgesetz.

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Wenn er in betreutes Wohnen umzieht, wird nicht mehr viel von seiner Rente übrigbleiben. Wovon sollte er dann Unterhalt zahlen?

Sie hat Vermögen. Da muss sie wohl eher Unterhalt an ihn zahlen.

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Kommentar von DFgen
06.02.2017, 10:20

Unterhalt ist vom Einkommen zu zahlen, nicht vom Vermögen...

Da die Frau kein Einkommen hat, wäre sie also auch nicht unterhaltspflichtig im herkömmlichen Sinn.

Ihr Vermögen müsste sie nur dann für ihn nur einsetzen, wenn er zum "Pflegefall" würde... und sein eigenes Einkommen, die Leistungen aus der Pflegeversicherung und sein eigenes Vermögen seine Kosten nicht decken würden.....

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Entsprechende Antworten gab es hier schon genug.

Aber genau deshalb sage ich: Niemals in der heutigen Zeit bei der Gesetzeslage heiraten! NIEMALS!

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