Muß ein Arbeitszeugnis ausgestellt werden?

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12 Antworten

Bei einer nur zehntägigen Beschäftigungsdauer kann ein qualifiziertes Zeugnis nicht wirklich sinnvoll ausgestellt werden.

In einem Zeugnis muss Art und Dauer der Beschäftigung stehen.

Solch ein Zeugnis könnte etwa wie folgt aussehen:

Herr NN war in der Zeit von x bis y  zur Probe als nn beschäftigt. Wir versuchten, ihn in verschiedenen Positionen in den Betriebsablauf zu integrieren. Nach zehn Tagen beendeten wir das Arbeitsverhältnis.

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Da bestand keinerlei Vertrag!

Doch, und zwar ein mündlicher.

Muß mein Freund jetzt doch ein ausstellen?

Ja, das muss er.

Wurde ausdrücklich ein qualifiziertes Zeugnis gefordert? Wenn nicht, soll dein Lebensgefährte ein einfaches Zeugnis ausstellen.

Wird ein qualifiziertes Zeugnis gefordert, muss nur ein durchschnittliches (= befriedigendes) Zeugnis ausgestellt werden. Will der gute Herr ein besseres Zeugnis haben, muss er im Zweifelsfall vor Gericht belegen, dass er es verdient hat. Keinesfalls sollte dein Freund das vorgelegte Muster unterschreiben, da das ja wohl kaum der Wahrheit entsprechen würde.

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Kommentar von klamotte
12.04.2016, 18:01

Weiß nicht genau, was er wollte. Dafür hatte er ja dieses Superzeugnis, welches er als fertig verfaßt mitbrachte und unterschrieben haben wollte.

Mit dem Zeugnis bewirbt man sich für den Posten als Generalsekretär o.ä.

Da paßt nichts, aber auch gar nichts zusammen!!!

Ich hatte zuerst die Zeugnisse und Bewerbungsunterlagen gelesen, dann den Mann kennen gelernt.

All meine Alarmglocken gingen auf "Power".

Dieser Mann und diese Unterlagen hatten nichts miteinander zu tun!

Mein Eindruck war, daß das Bild einfach geändert wurde, natürlich auch die persönlichen Daten. Eins ist sicher. Da stimmt was nicht.

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Er hat scheinbar das Recht auf ein Zeugnis, wenn es das Amtsgericht es so bestimmt.

Ich würde da aber nur ein einfaches Zeugnis ausstellen:

Zwei Arten des Zeugnisses:

Gemäß § 109 Abs. 3 Gewerbeordnung darf das Zeugnis nicht als Datei oder als E-Mail überreicht werden. Zwei Arten des Zeugnisses sind zu unterscheiden:

1. Das einfache Arbeitszeugnis enthält die Angaben über Art und Dauer der Beschäftigung (§ 630 Satz 1 BGB, § 109 Abs. 1 Satz 2 GewO, § 8 Abs. 2 S. 1 Berufsbildungsgesetz).
2. Das qualifizierte Arbeitszeugnis ist um die Leistung und das Verhalten des Arbeitnehmers erweitert (§ 630 Satz 2 BGB, § 109 Abs. 1 Satz 3 GewO, § 8 Abs. 2 S. 2 Berufsbildungsgesetz). In der Regel wird ein qualifiziertes Arbeitszeugnis verlangt.

Für das einfache Zeugnis genügen daher die persönlichen Daten des Arbeitnehmers, die konkrete Beschreibung seiner Tätigkeit und die Dauer des Arbeitsverhältnisses. Gegen den Willen des Arbeitnehmers ist es nicht erlaubt, den Grund der Beendigung des Arbeitsverhältnisses aufzunehmen.

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Ja, es muss ein Arbeitszeugnis ausgestellt werden.

Nein, das vom Arbeitnehmer selbst geschriebene Zeugnis muss nicht unterschreiben werden.

Aber Dein Mann muss ein der Wahrheit entsprechendes Zeugnis erstellen und dabei seine Fürsorgepflicht beachten.

Wie man die Wahrheit schreibt und trotzdem nicht negativ beurteile, dazu gibt es zig Webseiten, Bücher, Seminare usw...

Angesichts der Kürze der Beschäftigung würde ich das Zeugnis knapp halten.

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Man kann das abkürzen. Die Länge des Praktikums ist unerheblich. Der Typ hat ein Recht auf ein Arbeitszeugnis.

Näheres hier:

http://www.meinpraktikum.de/wissenswertes/zeugnis/recht

Abgesehen davon ist er doch mit Sicherheit Mitglied der Handwerkskammer, die man in solchen Fällen durchaus anrufen kann.


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Ja, der Arbeitgeber muß ein Zeugnis ausstellen.

Da befindet er sich in einem Dilemma. Einerseits muß das Zeugnis wohlwollend sein. Es darf also nicht das berufliche Fortkommen behindern.
Andererseits muß es wahrheitsgemäß sein. Ein nächster Arbeitgeber darf nicht getäuscht werden.

Bei so kurzer Verweildauer im Betrieb hat er allerdings keinen Anspruch auf ein qualifiziertes Zeugnis. Schon gar nicht sein selbst erdichtetes.

Er hat lediglich Anspruch auf ein einfaches Arbeitszeugnis. Das ist neutral und weder der Arbeitnehmer noch ein zukünftiger Arbeitgeber kann dir an die Karre fahren.

Etwas mehr und was in so ein Zeugnis reingehört hier:

https://www.haufe.de/personal/personal-office-premium/arbeitszeugnis-arten-11-einfaches-zeugnis_idesk_PI10413_HI1326605.html

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@ klamotte

Wenn dieser Mann auf Verdacht falsche Zeugnisse vorgelegt hat, wäre das doch leicht herauszufinden.

Aber auf ein Arbeitszeugnis kann er bestehen, denn schliesslich hat er ja da gearbeitet. Aber er kann glaube ich nicht verlangen, dass sein eigenes geschriebes, beschönigtes Zeugnis unterzeichnet werden muss.

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Kommentar von Dackodil
12.04.2016, 11:21

Die Zeugnisse waren wahrscheinlich nicht falsch im Sinne von gefälscht und selbst geschrieben. Die sind wahrscheinlich genauso entstanden, wie er es jetzt versucht; mit Erpressung durch gerichtliche Androhung.

Und richtig, er kann nicht auf seinem eigenen Erguß zu dem Thema beharren, und er hat nach 10 Tagen auch keinen Anspruch auf ein qualifiziertes Zeugnis.

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Kommentar von klamotte
12.04.2016, 17:45

@ Turbomann

Folgendes finde ICH allerdings merkwürdig:

In seinen vorgelegten Zeugnissen wird er so beschrieben, daß er sofort alles versteht. Er hat eine enorme Auffassungsgabe.

Dann: er sei genial im Verfassen von Briefen, sonstigen Schriftstücken und und....

Mein Freund freute sich darüber ja schon. Er ließ diesen Mann einen simplen Brief schreiben, bzw. sollte ein simpler Brief geschrieben werden. Nach 3 Stunden 1 Satz und ein völlig fertiger Mann. Das ist kein Quatsch. Hab es persönlich mit erlebt. Ebenso ging es mit Artikeln, die auf eine Liste sollten. Ganz simpel. Kann jeder 4.Klässler. Es war nur Übertragen auf eine vorgedruckte Liste. Ging nicht, so als könne dieser Mann nicht lesen. Er wollte diese Sachen zuhause machen. Das hat mein Freund nicht zugelassen, daß Firmenunterlagen mitgenommen werden.

Das sind halt so merkwürdige Sachen. Schaut man dann in das Zeugnis, versteht man die Welt nicht mehr,- fühlt sich einfach nur verarscht.

Da kann ich ja auch ein Zeugnis vorlegen, in dem steht, daß ich 5 Sprachen fließend kann, bekomme aber dann keinen Satz raus.

Ganz ehrlich...ICH hätte ein sehr großes Problem, so jemandem noch ein gutes Zeugnis zu schreiben.

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lass ihn doch einfach ein zeugnis ausstellen, gib diverse muster im web. ein recht auf ein arbeitszeugnis hat der typ..

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Kommentar von klamotte
12.04.2016, 17:47

....mehr würde es auch nicht.

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Es ist üblich ein Arbeitszeugnis zu geben. Obwohl es auch nichts an den Tagen ist. Aber das müsste doch dein Freund als Geschäftsinhaber Wissen.

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Was bitte sollte mein Freund schreiben?

ein zeugnis. wenn er chef eines betriebes ist, sollte er wissen, wie das geht. wenn nicht, gibts dazu unzählige tipps im internet und im buchhandel.

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Kommentar von klamotte
12.04.2016, 17:20

Danke an alle, die mir geantwortet haben.

Mein Freund weiss sicher nach 35 J. Selbständigkeit, wie man ein Zeugnis schreibt.

Er hat da reichlich Erfahrung. Ansich ist es bei ihm auch normal, ein Zeugnis auszustellen.

Doch dieser Mann hat es echt übertrieben.

Wie ich erst heute nachmittag erfuhr, hat dieser Mann meinen Freund als Lügner betitelt.

Grund: Er habe angeblich 4 Wochen täglich gearbeitet. Tatsächlich war er aber nur 10 Tage und dann auch nur wenige Stunden anwesend. Er war ja mit allem überfordert.

Nun, dafür gibt es 3 Zeugen.

Hätte mein Freund nur auf mich gehört!

Ich war gegen diesen Mann, frag mich keiner warum.

Mag ja ok sein, daß jedem ein Zeugnis zusteht.

Wird halt das kürzeste in der Laufbahn meines Freundes.

Wie dreißt Leute sein können. Kommen daher, als könnten sie nicht bis 3 zählen, halten alles mit ihrer Begriffstutzigkeit auf, werden dann noch frech und wollen einen dominieren.

Bin gespannt, wie das ausgeht.

Na, notfalls per Anwalt.

Aber ganz herzlichen Dank für eure Antworten. Auch die Links finde ich immer hilfreich.

Liebe Grüße,

Sonja

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Nennt die Fakten ohne zu bewerten.

Herr XYZ war vom 1-10 bei uns als ... beschäftigt. In dieser Zeit wurde er mit Aufgaben XYZ betraut die er auch ausführte.

Das Arbeitsverhältnis endet zum 10. blabla.

Fertig ...

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